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ERC: Ypern-Rallye

Nach SP 7: Abbring weiter in Führung

Kevin Abbring bleibt auch nach der siebenten SP der belgischen Ypern-Rallye vorne. Dahinter die Skoda-Piloten Freddy Loix und Esapekka Lapp.

Peugeot-Pilot Kevin Abbring ist der große Sieger der ersten Etappe der Ypern-Rallye, dem sechsten Saisonlauf der Rallye-Europameisterschaft.

Der Niederländer stellte am Freitag sechs Bestzeiten bei dieser schnellen Asphalt-Rallye in Belgien auf und führt souverän. Erster Verfolger von Abbring ist Routinier Freddy Loix (Skoda), der als Zweiter 24,8 Sekunden Rückstand hat. Der achtfache Ypern-Sieger stellte in WP4 die Bestzeit auf, drehte sich aber zu Beginn der zweiten Schleife in WP5. Skoda-Werksfahrer Esapekka Lappi beendete den Tag als Dritter, 39,1 Sekunden hinter Loix.

Abbring war von Beginn an schnell und ging sofort mit drei Bestzeiten in Folge in Führung. Nach der Service-Pause setzte der 25-Jährige seine starke Vorstellung in der zweiten Schleife mit drei weiteren Bestzeiten fort. "Ich bin von der Pace sehr beeindruckt", staunt Abbring über seine Leistung. "Mein Gefühl ist großartig, das Auto ist am Limit auch sehr verlässlich. Ich hatte von Beginn an einen guten Rhythmus und konnte auch in der zweiten Schleife einige Sekunden gewinnen."

"Es ist eine große Überraschung. Das Auto scheint jetzt sehr zuverlässig zu sein. Viele Dinge haben sich verbessert", lobt er den neuen Peugeot 208 T16. Loix fand langsam in seinen Rhythmus und erhöhte das Tempo. Der 43-Jährige kämpft gegen die jungen Löwen. "Ich genieße es", sagt der Fan-Favorit in Belgien. "Ich habe in diesem Auto sehr viel Spaß. Die neue Generation wird immer schneller und schneller, aber morgen wartet noch ein langer Tag." Loix hat seinen neunten Sieg noch nicht abgeschrieben.

Lange hielt Luca Rossetti den dritten Platz, aber dann verlor der Italiener viel Zeit. Die Bremsen ließen nach, zudem traf Rossetti in WP6 einen Stein, der den Skoda aushebelte, einen Reifenschaden verursachte und Rosetti in den Straßengraben beförderte. Dadurch verlor er mehr als vier Minuten und hat keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz. Den Podestplatz erbte dadurch Lappi, der die ERC-Gesamtwertung anführt.

"Der Tag war recht okay", meint der Finne, der als Erster die Prüfungen startete. "Dadurch konnten wir unsere eigenen Linien wählen. Ab jetzt muss ich den existierenden Linien folgen. Ich bin zufrieden, denn der Tag lief besser als erwartet. Morgen werde ich so weitermachen und versuchen, ohne Probleme ins Ziel zu kommen." Lokalmatador Cedric Cherain (Ford Fiesta R5) beendete den Tag als Gesamtvierter.

Sepp Wiegand (Skoda) steigerte sich mit jeder Prüfung und hält den fünften Platz. "Der Start war schwierig, denn ohne Testfahrten ist es nicht einfach. In der zweiten Schleife bin ich besser gefahren und habe mich deutlich verbessert", sieht der Deutsche Fortschritte. "Ich bin mir sicher, dass ich morgen viel schneller fahren kann." Wiegands Rückstand auf Abbring ist auf 1:32 Minuten angewachsen.

Einen problematischen Tag hatte Craig Breen (Peugeot). Schon in der ersten Prüfung kam es zu einem Reifenschaden. Dadurch wurde auch eine Bremsleitung beschädigt und der Nordire verlor viel Zeit. Nach der Reparatur im Service war Breen in der zweiten Schleife wieder schnell unterwegs. "Ich habe im Moment kein Vertrauen. Ich kann sehen, wo ich die Zeit verliere", sagt der Nordire mit Sorgenfalten auf der Stirn. Auf seinen Teamkollegen Abbring fehlen schon knapp zwei Minuten. Breen liegt auf Platz sieben.

Große Probleme gab es auch bei Robert Consani, dessen Auto nach WP6 Feuer fing. Der Samstag wird für die EM-Asse ein langer Tag, denn 13 Prüfungen stehen auf dem Programm, bis am Abend der Sieger feststeht.

Gesamtwertung nach 7 von 20 Prüfungen (Top 10):

01. Kevin Abbring (Peugeot 208 T16 R5) - 56:30.7 Minuten
02. Freddy Loix (Skoda Fabia S2000) +24,6 Sekunden
03. Esapekka Lappi (Skoda Fabia S2000) +39,1
04. Cedric Cherain (Ford Fiesta R5) +53,8
05. Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) +1:32,0 Minuten
06. Hermen Kobus (Ford Fiesta S2000) +1:33,2
07. Craig Breen (Peugeot 208 T16 R5) +1:58,9
08. Davy Vanneste (Peugeot 207 S2000) +2:40,8
09. Neil Simpson (Skoda Fabia S2000) +2:45,4
10. Xevi Pons (Ford Fiesta R5) +2:48,1

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