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ORM: Rallye Weiz

Attacke und Taktik beim Tasch-Team

Die Peugeot-Piloten des Tasch-Rallye-Teams Alfred Leitner und Alois Handler reisen mit unterschiedlichen Strategien zur Rallye-Weiz.

Foto: Joyce T. Schneider

Die beiden Fahrer unter der Schirmherrschaft des Wr. Neustädter Traditionsbetriebs "Peugeot Tasch" haben sich völlig unterschiedliche Marschpläne für die zweitlängste Rallye der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft 2014 zurecht gelegt.

Für Alois Handler im Peugeot 207 R3T ist die gegenwärtige Tabellensituation in der 2wd-Meisterschaft Grund genug, auch etwas zu riskieren: "Die Schneebergland-Rallye ist zwar im Prinzip gut verlaufen, aber sie hat uns keinen Schritt weitergebracht, weil wir keinen unserer direkten Konkurrenten hinter uns lassen konnten. Wenn wir noch die geringste Chance haben wollen, uns in der Meisterschaft im Herbst auf Platz 3 zu verbessern, dann müssen ich und mein Co Andreas Scherz diesmal von Beginn an attackieren. Sicherheit bringt nichts mehr. Wir müssen vor einem oder mehreren unserer Konkurrenten landen oder sie tun uns den Gefallen, einmal einen Nuller zu schreiben, sprich auszufallen. Was ich aber natürlich niemanden wünsche. Ich gehe einmal davon aus, dass wir die notwendigen Punkte holen, um einmal auf Platz 4 vorzustoßen, weil der dort liegende slowenische Pilot keine weiteren ÖM-Läufe mehr bestreiten wird. Aber dann ist es schon ein weiter Weg nach vorne zu Lokalmatador Daniel Wollinger..."

Alfred Leitner, guten Mutes zurück aus der Sommerpause, hat im sogenannten "Pokal 1" für Gruppe N-Autos bis 2000 ccm eine ungleich leichtere Aufgabe. Der führende Renault-Pilot aus Kroatien fehlt erwartungsgemäß, also genügt schon die bloße Zielankunft, um die Tabellenführung zu übernehmen. Aber das kann nicht das alleinige Ziel sein für einen Lokalmatadoren im weiteren Sinn: "Ich bin ja am Alpl aufgewachsen, das ist im Einzugsbereich der Rallye und von dort haben sich schon etliche alte Freunde als Besucher angekündigt. Wir haben fünf Konkurrenten, drei Italiener und zwei Lokalmatadore. Wenn man hier einen Platz in den ersten Drei holen will, darf man sich auf keine Taktikspielchen einlassen, selbst bei einer so langen Rallye nicht. Sonst hat man schnell einen schwer aufzuholenden Rückstand. Mit einem Sieg wird's zwar schwer, aber unmöglich ist gar nichts."

Um 11:55 Uhr am Freitag, 8. August, rollt das erste Teilnehmerfahrzeug durch den Startbogen vor den Stadthalle in Weiz. Der Zieleinlauf ist für den folgenden Tag um 18:28 Uhr angesetzt.

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