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Doppelsieg für die Gaßners

Der erste Auslandseinsatz für Hermann Gaßner jr. und Ursula Mayrhofer im Raum Ljubljana war eines der Highlights der laufenden Saison.

Foto: Marco Mayrhofer

Am vergangenen Wochenende führte die Reise von Hermann Gaßner jr. und Ursula Mayrhofer nach Slowenien, 147 anspruchsvolle SP-Kilometer und sommerliche Temperaturen verlangten den Aktiven alles ab. Nach der Besichtigung der Sonderprüfungen berichtete Mayrhofer: "Mit großer Freude und Motivation sind wir angereist, um die noch offene Rechnung aus dem Vorjahr zu begleichen. Wir möchten auch im Ausland zeigen, dass wir die bis dato abgelieferte Performance auch auf internationalem Parkett abrufen können. Jedoch wird es kein leichtes Unterfangen, denn die kurvenreichen Strecken sind sowohl für Fahrer als auch Co-Piloten sehr anspruchsvoll. Ständig wechselnder Asphalt, häufige Rhythmuswechsel, extrem rolliger Schotter und enorme Temperaturen im Cockpit bedeuten für uns vollen Einsatz."

Am Freitag Abend wurde die Veranstaltung mit der 3,45 km langen Showprüfung beim Sport Center Stožice gestartet. Gaßner jr. sicherte sich bereits hier die erste Bestzeit und startete somit als Dominator in den zweiten Tag. Nach dem ersten Loop der 2. Etappe resümiert Gaßner jr.: "Soweit ist alles in Ordnung, das Auto läuft perfekt, aber die Prüfungen sind sehr schwer einzuschätzen. Der Grip wechselt ständig, somit weiß man nie, womit man rechnen muss. Aktuell führen wir, doch die Rallye ist noch sehr lange und bekanntlich wird erst zum Schluss abgerechnet."

Auf den nächsten Prüfungen versuchten die Mitstreiter Kössler/Hofmann, Gaßner/Thannhäuser, Štajf/Rajnoha und der Vorjahressieger Aleks Humar mit Co-Pilot Florian Rus den Speed von Gaßner jr. mitzugehen, doch es wurde anerkannt, dass er an diesem Tag unanfechtbar war. So behielt das deutsch-österreichische Duo die Führung bis zum Schluss und beendete die Rallye mit 1:16 Minuten Vorsprung und sieben von acht Bestzeiten auf dem ersten Gesamtrang. Platz zwei sicherte sich Vater Hermann Gaßner, Rang drei ging an Vojtěch Štajf. Nach knapp 30 Jahren gewann wieder ein deutscher Faher – und auch mit dem Doppelsieg der Familie Gaßner ging man in die Geschichte der Saturnus-Rallye ein.

Im Ziel berichtet der glückliche Sieger: "Wir freuen uns sehr über diesen hart erkämpften Sieg. Einmal mehr haben wir gezeigt, dass wir auch außerhalb Deutschlands schnell sind. Noch mehr freut es mich, dass unsere beiden von Gaßner Motorsport eingesetzten R4-Autos auf die Plätze eins und zwei kamen. Der einzige Wehrmutstropfen ist das neue Reifenreglement der FIA, denn es gefährdet nicht nur auf nassem Untergrund, sondern auch bei heißem Wetter, die Sicherheit der Teilnehmer und Zuseher. Hier ist ein Umdenken gefragt, bevor es zu schweren Unfällen kommt."

Der nächste Einsatz führt das Duo am 4./5. Juli 2014 nach Niedersachsen, wo der nächste Lauf zur deutschen Rallyemeisterschaft stattfindet.

37. Saturnus-Rallye, Gesamtergebnis:

1. Gaßner jr./Mayrhofer, Mitsubishi Evo X
2. Gaßner/Thannhäuser, Mitsubishi Evo X ... + 1:16,1 Minuten
3. Štajf (CZE)/Rajnoha (CZE), Subaru Impreza ... + 2:28,4 Minuten
4. Humar (SLO) / Rus (SLO), Renault Clio R3 ... + 3:08,4 Minuten
5. Avci (TUR) / Gucenmez (TUR), Mini Cooper RRC ... + 3:27,1 Minuten

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