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Rallye: News

„Es war Chaos, einfach Chaos“

Zwei schwere Unfälle mit drei Toten und sechs Verletzten sorgen bei der Jim-Clark-Rallye in Schottland für Entsetzen.

Die Jim-Clark-Rallye in Schottland endete am Samstag in einer Tragödie. Bei zwei voneinander unabhängigen Unfällen wurden insgesamt drei Zuschauer getötet und sechs verletzt. Zwei der Unfallopfer befinden sich nach offiziellen Angaben in kritischem Zustand. "Die Organisatoren der Jim-Clark-Rallye müssen tief bestürzt bestätigen, dass bei der heutigen Veranstaltung drei Menschen getötet wurden. Die Gedanken aller an dieser Veranstaltung Beteiligten sind bei den Familien und Freunden derjenigen, die in diesen tragischen Unfall verwickelt wurden", hieß es am späten Samstagabend in einer offiziellen Mitteilung der Veranstalter der Rallye, die Teil der britischen Meisterschaft ist und die in diesem Jahr zum 44. Mal ausgetragen wurde.

Der tödliche Unfall ereignete sich gegen 16:00 Uhr Ortszeit während der 16. Sonderprüfung in der Nähe der Ortschaft Kelso. Ein Teilnehmer-Fahrzeug geriet aus noch ungeklärter Ursache ins Schlingern und schleuderte in eine Gruppe von Zuschauer. Dabei erfasste das Fahrzeug vier Personen. Eine Frau und zwei Männer, bei denen es sich nach unbestätigten Meldungen um Mitglieder einer Familie handeln soll, wurden tödlich verletzt. Ein weiterer Mann wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus in Edinburgh geflogen, wo er auf der Intensivstation behandelt wird.

Tony Cowan, ein Augenzeuge des Unfalls, sagte gegenüber der BBC: Es war schrecklich, absolut schrecklich. Ich bin dorthin gerannt, um zu helfen, konnte aber nur wenig tun. Der Rettungshubschrauber traf nach etwa einer Dreiviertelstunde ein. Da waren Polizeiautos und Krankenwagen. Es war Chaos, einfach Chaos."

Bereits rund zwei Stunden zuvor hatte sich an anderer Stelle ein vergleichbarer Unfall zugetragen. Auch dabei war in Fahrzeug in eine Zuschauergruppe gefahren und hatte fünf Personen verletzt. Eine Person wurde ins Krankenhaus gebracht und befindet sich in kritischem Zustand, die übrigen vier wurden nur leicht verletzt und konnten vor Ort behandelt werden.

Die Fahrer und Beifahrer der beteiligten Fahrzeuge bleiben nach Mitteilung der Polizei unverletzt. Nach dem zweiten Unfall wurde die Rallye abgebrochen. Schottische Politiker, aber auch Motorsportler wie Formel-1-Pilot Jenson Button drückten den Opfern der Unfälle ihr Mitgefühl aus. Die schottische Polizei hat die Ermittlungen der Unfallursachen aufgenommen.

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