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Rallye: News

In die Höhle der Löwen

Der charismatische Andreas Fojtik unternimmt einen seiner seltenen Rallye-Ausflüge: Mit Thomas Polehnia startet er im Saab 96 bei der Midnattssolsrallyt.

Foto: Christa Feichtner

Seine Auftritte sind selten, aber wenn er Rallye-Asphalt oder – noch besser – Rallye-Schotter unter die Räder nimmt, dann läßt er’s immer öfter ordentlich krachen: Andreas Fojtik hat seinem Saab 96 schon bei der einige Monate zurückliegenden Schneerosen-Rallye ordentlich die Sporen gegeben (zweiter Platz bei den Historischen), und bei Saab 96 werden die besonderen Kenner der Branche hellhörig: Der ursprünglich mit einem Zweitaktmotor ausgestattete Wagen, in seinem Herkunftsland Schweden fast ein Nationaldenkmal, war auch in der Kombination mit dem V4-Viertaktmotor von Ford ein ausgesprochen erfolgreicher Rallyewagen. Vor allem in den Händen eines gewissen Stig Blomqvist, der später auf Audi Rallye-Weltmeister wurde.

Stichwort Schweden: Dort hin wird sich Andreas Fojtik mit seinem Freund und Copiloten Thomas Polehnia in Kürze begeben, genauer gesagt zu einer Veranstaltung, wo zwar ausschließlich Fahrzeuge bis Baujahr 1985 startberechtigt sind, aber trotzdem in typisch nordmännischer Manier um Sekunden gekämpft wird: Die Midnattssolsrallyt, die vom 10. bis 12. Juli laufen wird. Gefahren wird über 190 Wertungsprüfungskilometer (größtenteils Schotter), insgesamt ist die Rallye 1000 Kilometer lang.

Also eigentlich ein Event vom alten Schlag, und das mit Fahrzeugen, deren Baujahre bis in die Sechziger Jahre oder noch weiter zurückreichen. Es ist klar, daß Andreas Fojtik und Thomas Polehnia dabei auf etliche schwedische Haudegen treffen, die sich nur ungern von einem ausländischen Teilnehmer-Team schlagen lassen wollen. Und man weiß ja: Schweden ist eines der Mutterländer des modernen Rallyesports. Hier wird seitens der Nationalhelden besonders hart gekämpft.

In der Tat ist Andreas Fojtik einer der ganz wenigen Nicht-Skandinavier, die für die Midnattssolsrallyt gemeldet sind, auffallend ist jedoch, daß ihm bei der Startnummernvergabe die außergewöhnlich niedrige Nummer 4 zugeteilt worden ist.

Wie auch immer: Es ist eine große sportliche Aufgabe, die auf ihn und seinen Copiloten Thomas Polehnia wartet. Vielleicht aber auch ein hervorragendes Training für die Waldviertel-Rallye 2014, wo sie sich ebenfalls dem Wettbewerb stellen möchten. Das Ergebnis wird mit Spannung erwartet.

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