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ORM: Wechselland-Rallye

Night-Session im Wechselland

Ein früher Defekt am Opel Corsa ließ Kevin Raith beim Staatsmeisterschaftslauf in Pinggau zum Nachtarbeiter werden.

Foto: Daniel Fessl

Mit vollem Elan startete Kevin Raith in die Wechselland-Rallye, die an
diesem Wochenende im oststeirischen Raum Pinggau über die Bühne ging.
Doch noch ehe er und seine Copilotin Sabine Thaller auf Betriebstemperatur
waren, hatte ihr Opel Corsa OPC schon beschlossen, diese erst gar nicht zu
erreichen. Bereits auf SP 2, dem Rundkurs in Pinggau, musste das steirische
Duo aussteigen. Eine gebrochene Motoraufhängung war der Beginn einer
ungeplanten Nachtschicht, die das Team um Kevin Raith und der Pilot selber
einschieben mussten. Bis 2.30 Uhr in der Früh dauerte die Reparatur der
Folgeschäden am Boliden, ein kaputter Zahnriemen und eine defekte
Zylinderkopfdichtung, die der gelernte Kfz-Techniker Raith persönlich
vornahm. Denn wenn der erste Renntag schon im Eimer war, so sollte
zumindest ein guter zweiter die Enttäuschung über das frühe Out in Grenzen
halten. Raith: „Dafür hat sich Teamchef Mario Klammer sogar selber ins Auto
gesetzt, um aus Gleisdorf die nötigen Ersatzteile zu besorgen, wofür ich mich
nachträglich noch herzlich bedanken möchte.“

Körperlich müde, aber geistig hellwach nutzte der 20-jährige Steirer also den
zweiten Akt der Wechselland-Rallye, um wenigstens wichtige Testkilometer
runterzuspulen. Und wie gut er dabei auf Touren kam, zeigen gleich drei
zweitschnellste Zeiten im Opel Corsa OPC Cup auf den Sonderprüfungen 10,
11 und 12. „Auch wenn wir in der Gesamtwertung natürlich durch den Ausfall
am Freitag keine tragende Rolle mehr gespielt haben, so können wir mit
unserer Leistung dennoch zufrieden sein. Immerhin habe ich sogar noch
einen Konkurrenten im Opel-Cup überholen können“, freute sich Kevin Raith
für sich und seine Copilotin. Womit der erst zweite Start bei einem zur
Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft zählenden Lauf doch noch ein
halbwegs versöhnliches Ende gefunden hatte.

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