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ERC: Ypern-Rallye

Konzentriert bleiben…

Der „alte Ypern-Fuchs“ Freddy Loix: Am ersten Tag nur auf Platz vier liegend, blieb er ruhig und zählte auf seine Erfahrung – jetzt führt er überlegen…

Michael Noir Trawniczek

Die Ypern-Rallye ist immer noch eine der schwierigsten Asphalt-Rallyes in Europa – nirgendwo sonst ist auch der Faktor Erfahrung dermaßen wichtig. Lokalmatador Freddy Loix ist ein absoluter Ypern-Auskenner, konnte diese Rallye auch schon mehrmals gewinnen. Am ersten Tag lag der 45-Jährige im neuen Skoda Fabia R5 noch hinter Craig Breen (Peugeot 208 T16 R5), Bryan Bouffier (Citroen DS3 R5), Stefane Lefebvre (Peugeot 208 T16 R5) und Landsmann Kris Princen (ebenfalls Peugeot 208 T16 R5) auf Rang fünf – Rückstand 25,8 Sekunden.

Doch der zweite Tag der Ypern-Rallye hatte und hat es in sich: Zehn Sonderprüfungen an einem einzigen Tag – und nur noch zwei sind zu absolvieren.

Gleich auf der ersten SP des Tages musste Princen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, die Bestzeit markierte Rallye-Leader Breen. Auf SP 9 konnte bereits Loix ein erstes Ausrufezeichen setzen und den Iren um 1,6 Sekunden distanzieren, auch auf SP 10 war Loix um 1,7 Sekunden schneller als der Peugeot-Werkspilot.

Auf SP 11 „Kemmelberg“ überschlugen sich die Ereignisse: Breen erlitt einen Reifenschaden, so kam Bryan Bouffier in den Genuss der Führung, obwohl der französische Citroen-Pilot mit seiner Fahrweise unzufrieden war: „Das ist nicht genug, ich muss mehr attackieren!“ Loix lag als Vierter nur noch 7,8 Sekunden zurück.

Auf SP 12 wurde Breen wieder einmal von einem Motorenproblem heimgesucht, der Peugeot 208 T16 R5 musste einmal mehr abgestellt werden. Zugleich zog sich auch Lefebvre im gleichen Auto einen „Patschen“ zu. Die Bestzeit brannte Freddy Loix in den Asphalt, der sich damit auf Platz zwei vorkatapultierte und nur noch 4,1 Sekunden hinter dem noch führenden Bouffier lag.

Mit einer weiteren Bestzeit auf SP 14 verkürzte Loix den Rückstand auf 1,4 Sekunden, auf SP 15 schließlich fuhr Loix eine weitere Bestzeit, während Bouffier bei einem Reifenschaden rund zwei Minuten einbüßte.

Zwei Prüfungen vor der Zielrampe (insgesamt 36 Kilometer) führt der Belgier nun rund zwei Minuten vor Bouffier die Rallye überlegen an. Der angeknackste, wenig selbstbewusste Bouffier muss um seinen zweiten Platz noch ein wenig zittern, denn Lokalmatador Vincent Verschueren liegt im Citroen DS3 R5 nur noch rund zehn Sekunden zurück.

Beachtlich die Performance von Romain Dumas im Porsche 997 GT3, der nun auf Platz vier rangiert – ein weiterer Ausfall und der Franzose darf das Podium besteigen. Denn in Ypern muss man bis zum Schluss höllisch aufpassen, so sagte auch Freddy Loix: „Ich möchte nur konzentriert sein für die letzten beiden Prüfungen. Zuallererst wollen wir das Ziel erreichen.“

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