RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Ypern-Rallye

Loix feiert zehnten Ypern-Sieg

„Altmeister“ Freddy Loix feiert im neuen Skoda Fabia R5 einen klaren Heimsieg vor Bryan Bouffier und Lokalmatador Vincent Verschueren.

Am dritten Tag der Rallye Ypern im Rahmen der Rallye-Europameisterschaft (ERC) mussten die Piloten insgesamt zehn Wertungsprüfungen bestehen. Um 11:15 Uhr wurde die neunte Wertungsprüfung in Reninge gestartet. Insgesamt 169,80 Kilometer mussten die Piloten zurücklegen bis sie in Hollebeke ins Ziel kamen. Am Ende tat sich Freddy Loix im Skoda Fabia R5 als Sieger hervor.

Er profitierte von den Problemen von Craig Breen, der als Führender in den letzten Tag gestartet war. Breen führte mit 12,6 Sekunden als sein Peugeot auf der elften Wertungsprüfung einen Reifenschaden erlitt. Er verlor insgesamt 15 Sekunden und die Führung an Bryan Bouffier im Citroen DS3 R5. Doch es kam noch schlimmer: Auf der zwölften Sonderprüfung kam Breen von der Strecke ab, sein Wagen überhitze und er musste vorzeitig aufgeben.

"Ich habe mein Bestes gegeben. Ich wollte diese Rallye unbedingt gewinnen. Mein Rhythmus war der gleiche als in den anderen Prüfungen. Ich hatte einen Plattfuß auf der vorigen Prüfung. Ich habe kein allzu großes Risiko genommen, vielleicht bei einem Bremspunkt...Dann bin ich weit rausgekommen ins Feld und am Ende ist die Temperatur nach oben geschnellt. Es wurde zu heiß", schildert Breen seinen Ausfall.

Die zwölfte Sonderprüfung wurde aber auch für Stephane Lefebvre zur Herausforderung. Der Peugeot-Pilot lang ebenfalls im Spitzenfeld als er einen Reifenschaden vorne rechts erlitt. Er verlor über drei Minuten auf die Spitze. Doch auch bei dem bis dahin Führenden Bryan Bouffier schlug auf der 15. Wertungsprüfung der Reifenteufel zu und auch der Citroen-Pilot erlitt einen Reifenschaden. Er verlor über zwei Minuten.

Die gleich Kurve wie heute Morgen. Ich bin meinen Notizen gefolgt. Es ist ein Platten. Was kann ich da machen?", stellt sich Bouffier verzweifelt die Frage. Durch sein Missgeschick übernahm Freddy Loix bei noch zwei zu absolvierenden Wertungsprüfungen die Führung vor Bouffier und Verschueren. Lefebvre fand sich auf dem fünften Rang wieder ein.

Auf der 16. Sonderprüfung blieb Langstrecken-Spezialist Romain Dumas mit seinem Porsche 911 GT3 RS stehen, ein mechanisches Problem verursachte den Ausfall. Der Franzose war bis dahin auf dem guten vierten Platz gelegen, hatte aber Mühe die Anweisungen seines Beifahrers Denis Giraudet zu befolgen und bog deshalb des Öfteren falsch ab.

Vor der 17. und letzten Prüfung Hollebeke führte Loix im Skoda Fabia R5 mit 1:54,5 Minuten vor Bouffier im Citroen DS3 R5 und mit 2:19,4 Minuten auf Verschueren ebenfalls im Citroen DS3 R5. Der Drittplatzierte plagte sich ohne ersten Gang über die letzten Prüfungen.

"Ich war so beängstigt, weil ich in den letzten fünf Prüfungen keinen ersten Gang hatte. Ich bin glücklich im Ziel angekommen zu sein. Das fühlt sich toll an", so Verschueren. Zweiter wird Bouffier mit 1:27,5 Minuten Rückstand auf Loix. "Wir müssen zufrieden sein, wir sind ein paar gute Zeiten gefahren. Dann hatten wir einen Platten, so ist das eben manchmal. Wenn man hinter Freddy Zweiter wird, ist das ein gutes Resultat", so der Citroen-Pilot.

Nach 17 Sonderprüfungen krönt sich Loix zum Sieger in seiner Heimat Belgien. "Es kam so, wie ich gesagt habe. Wir haben mit dem neuen Auto langsam begonnen, um ein Gefühl zu entwickeln. Schritt für Schritt haben wir Fortschritte gemacht. Das ist sehr speziell - zehn Mal! Ich bin 45 Jahre alt und kämpfe noch immer mit den Jungs, das ist sehr besonders", so Loix nach seinem Triumph.

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Ypern-Rallye

Weitere Artikel:

Darunter gleiche Technik

Warum Toyota auf Celica und Yaris setzt

Die Celica kehrt in die WRC zurück, der Yaris bleibt: Toyota erklärt, warum künftig zwei verschiedene Modelle zum Einsatz kommen und wer sie fährt

Peter Klein Kolumne

Je größer die Schwierigkeit…

...die man überwindet, desto größer ist der Sieg! - motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erzählt von seinem neuerlichen Besuch bei Marcel Neulinger - sein Bericht klingt zuversichtlich...

MRC, Rallye du Valais: Bericht

Starker Sieg von Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis und Jara Hain gewinnen bei der Rallye Internationale du Valais das Saisonfinale des Mitropa Rally Cup. Manuel Kößler verteidigt mit Copilot Benedikt Hofmann seine Meisterschaftsführung und gewinnt den Mitropa Rally Cup in seiner 61. Saison.

ARC, Herbstrallye: Bericht Baumschlager

Sieg! Baumschlager / Zeltner triumphieren

Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager und Co-Pilot Thomas Zeltner krönten ihre Saison mit dem vielumjubelten Gesamtsieg bei der 29. Herbst Rallye!

ARC, Herbstrallye: Bericht Kiehtreiber

Nothing’s gonna stop us

Die Saison 2026 verlief für René Kiehtreiber mit zwei Ausfällen und vier erfolgreich beendeten Rallyes sehr wechselhaft, zum Abschluß wollten er und sein Stamm-Copilot es noch einmal genau wissen.