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Rallye-WM: Interview

Teamchef wütet wegen Meekes Unfällen

Nach den Überschlägen von Kris Meeke auf Sardinien und in Polen setzt ein verärgerter Yves Matton dem Nordiren die Pistole an die Brust.

Mit dem Sieg bei der Argentinien-Rallye schien Kris Meeke in der Rallye-WM bei Citroën endlich den Durchbruch geschafft zu haben, doch nur zwei Monate später sind seine Aktien beim französischen Team schon wieder im Sturzflug. Nach zwei frühen Unfällen bei den WM-Rallyes in Italien und Polen ist Teamchef Yves Matton alles andere als gut auf seinen Fahrer zu sprechen.

"Das darf nicht passieren. Wenn man auf Sardinien bei der ersten Prüfung und in Polen beim Shakedown abfliegt, gibt es keine Entschuldigung, die ich akzeptieren kann", macht Matton seinem Ärger gegenüber Autosport Luft. "Solch schwere Fehler dürfen auf diesem Niveau nicht passieren", hält Matton fest. Durch den Abflug am ersten vollen Rallyetag hatte Meeke in Italien die Punkteränge verpasst, in Polen hatte der Überschlag beim Shakedown Citroën viel Arbeit und Kosten verursacht.

"Ich weiß, dass Kris eine Entschuldigung oder Erklärung dafür hat, warum das passiert ist, und behaupte nicht, dass die nicht stimmt", sagt Matton. Dennoch hätte Meeke diese Fehler vermeiden müssen: "Wenn ein professioneller Fahrer ein Auto seit über einem Jahr fährt, muss er das Fahrverhalten kennen und seinen Fahrstil daran anpassen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Hatte Matton nach Meekes Sieg in Argentinien noch gesagt, er müsse nun nichts mehr beweisen, ist die Stimmung des Teamchefs mittlerweile umgeschlagen. Nun setzt Matton Meeke sogar die figurative Pistole an die Brust: In der zweiten Saisonhälfte fahre Meeke um nichts weniger als seine Zukunft bei den Franzosen.

"Wenn er im nächsten Jahr für Citroën fahren will, muss er in der zweiten Saisonhälfte bessere Ergebnisse abliefern", sagt Matton. "In zwei Rallyes hat er seinen Sieg zunichte gemacht. Es liegt nun an Kris, er muss wissen, was er tut", so der Belgier, der aber betont, erst nach Saisonende über die Fahrerpaarung für 2016 entscheiden zu wollen.

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