RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Teamchef wütet wegen Meekes Unfällen

Nach den Überschlägen von Kris Meeke auf Sardinien und in Polen setzt ein verärgerter Yves Matton dem Nordiren die Pistole an die Brust.

Mit dem Sieg bei der Argentinien-Rallye schien Kris Meeke in der Rallye-WM bei Citroën endlich den Durchbruch geschafft zu haben, doch nur zwei Monate später sind seine Aktien beim französischen Team schon wieder im Sturzflug. Nach zwei frühen Unfällen bei den WM-Rallyes in Italien und Polen ist Teamchef Yves Matton alles andere als gut auf seinen Fahrer zu sprechen.

"Das darf nicht passieren. Wenn man auf Sardinien bei der ersten Prüfung und in Polen beim Shakedown abfliegt, gibt es keine Entschuldigung, die ich akzeptieren kann", macht Matton seinem Ärger gegenüber Autosport Luft. "Solch schwere Fehler dürfen auf diesem Niveau nicht passieren", hält Matton fest. Durch den Abflug am ersten vollen Rallyetag hatte Meeke in Italien die Punkteränge verpasst, in Polen hatte der Überschlag beim Shakedown Citroën viel Arbeit und Kosten verursacht.

"Ich weiß, dass Kris eine Entschuldigung oder Erklärung dafür hat, warum das passiert ist, und behaupte nicht, dass die nicht stimmt", sagt Matton. Dennoch hätte Meeke diese Fehler vermeiden müssen: "Wenn ein professioneller Fahrer ein Auto seit über einem Jahr fährt, muss er das Fahrverhalten kennen und seinen Fahrstil daran anpassen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Hatte Matton nach Meekes Sieg in Argentinien noch gesagt, er müsse nun nichts mehr beweisen, ist die Stimmung des Teamchefs mittlerweile umgeschlagen. Nun setzt Matton Meeke sogar die figurative Pistole an die Brust: In der zweiten Saisonhälfte fahre Meeke um nichts weniger als seine Zukunft bei den Franzosen.

"Wenn er im nächsten Jahr für Citroën fahren will, muss er in der zweiten Saisonhälfte bessere Ergebnisse abliefern", sagt Matton. "In zwei Rallyes hat er seinen Sieg zunichte gemacht. Es liegt nun an Kris, er muss wissen, was er tut", so der Belgier, der aber betont, erst nach Saisonende über die Fahrerpaarung für 2016 entscheiden zu wollen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ET König Rallye: Bericht TEC7 HRM & ORC

Wagner siegt - Karlhofer mit Sensations-Comeback

Karl Wagner und Gerda Zauner gewinnen eine turbulent-großartige ET König Judenburg-Rallye - für Aufsehen sorgte Lancia-Spezialist Martin Karlhofer, der erstmals seit 2004 wieder bei einer Rallye an den Start ging und prompt mit einigen Bestzeiten aufhorchen ließ. Bei den Österreichischen Rallye Classics gewannen Alex Strobl und Cathy Schmidt.