RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

„Rodel Evo VI“

Der Mariazeller Rallyepilot Wolfram Doberer stellte sich im Rahmen der Naturbahn-Rodel-WM einer besonderen Herausforderung.

Michael Hintermayer
Fotos: Fred Lindmoser/lifepictures.at

Erstmals wurde heuer im steirischen Mariazell ein Lauf zur Naturbahn-Rodel-Weltmeisterschaft ausgetragen. Das Event zog viele Zuseher in seinen Bann, aber um dem Kampf der Mannschaften aus der ganzen Welt noch eins draufzusetzen, ließ sich der Veranstalter etwas Besonderes einfallen.

Gegen Ende des Bewerbs wurde eine Referenzzeit des Weltmeisters Patrick Pigneter (ITA) genommen. Für Wolfram Doberer, der in der vergangenen Saison im OPC-Cup und bei der Finnland-Rallye startete galt es, die Zeit zu schlagen. Jedoch bewältigte er die vereiste Strecke in anderer Richtung, also mit dem Rallyeauto bergauf.

Vor allem die Teilnehmer der Rodel-WM zeigten sich begeistert, als der weiße Mitsubishi Evo VI in den Zielbereich der Eisbahn rollte. Wirklich glauben konnte niemand, dass man mit einem Rallyewagen die schmale Eispiste bewältigen kann.

Zur Überraschung vieler zeigte sich auch Doberer nach dem ersten Training überrascht: „Ich wusste vorher nicht, ob ich überhaupt raufkomme. Ich bin zwar nicht das erste einmal mit Spikes auf Eis gefahren, jedoch noch nie mit Schweden-Spikes. Aber es funktioniert problemlos und besser als ich es mir vorgestellt hatte.“

Da die Strecke im unteren Teil sehr matschig war und deshalb wenig Grip bietete und die Zeit Pigneters im ersten Drittel der Rodelbahn während der Fahrt gemessen wurde, war eine Unterbietung für den Rallyepiloten nicht möglich. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Doberer konnte nur zwei Drittel der Strecke befahren, da er sonst das Starthaus deformiert hätte, darum musste per Referenzzeit gewertet werden.

Die Show passte trotzdem, wie der Zuspruch der Zuseher bestätigte. Und auch Doberer zeigte sich nach seiner „Bergfahrt“ im Gespräch mit motorline.cc zufrieden: „Es war mir im Vorhinein klar, dass ich auf dieser schmalen Strecke langsamer sein werde. Man kann nicht quer fahren, weil die Bahn zu eng, beziehungsweise das Auto zu lang ist. Aber es ging ja sowieso um die Show und nicht um die Zeit. Es lief aber besser als ich angenommen hatte, das Fahren in der Rodelbahn macht Spaß.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Monte 2027 ohne Ogier

Ogier lässt WRC-Zukunft offen

Der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier wird erstmals seit 2011 beim Saisonauftakt der WRC in Monte Carlo fehlen - Programm 2027 offen

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 1

WM-Start mit angezogener Handbremse

Der Steirer Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier haben heute ihr Abenteuer Sardinien-Rallye erfolgreich eröffnet / Für die nächsten drei anstrengenden Tage hat sich das Duo noch Reserven offengelassen

MRC, 3 Städte Rallye: Vorschau

Vorletzte Rallye zum Mitropa Cup

Die 59. Ausgabe der ADAC 3 Städte Rallye (08.-10.10.26) steigt als neunter und somit vorletzter Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC)

Ford kehrt 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück: Gemeinsam mit M-Sport plant der Konzern zudem ein neues WRC-Auto für 2029

ORM- & ORM2-Champions dabei

Comeback der 3 Städte Rallye

Beim Comeback der 3 Städte Rallye (8. bis 10. Oktober) sind Österreichs zurzeit erfolgreichen Fahrer und Teams am Start, darunter die beiden Staatsmeister Neubauer und Zellhofer.

Fünfmal war Elfyn Evans bereits Vizeweltmeister - Nach einem völlig verrückten Finale bei der Rallye Italien darf er sich nun endlich Rallye-Weltmeister nennen