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Wuyi-Rallye 2015

Richtige Reifenwahl als echtes Problem

Manfred Stohl/Bernhard Ettel belegten bei der Wuyi-Rallye den vierten Gesamtrang; Chris Atkinson vor Mark Higgins und Alister McRae.

Fotos: Stohl Racing

Die beiden heimischen Rallyeglobetrotter Manfred Stohl und Bernhard Ettel waren am vergangenen Wochenende zum heuer bereits vierten Mal in China im Einsatz. Diesmal stand mit der Wuyi-Rallye, ca. 300 Kilometer von Shanghai entfernt, der vorletzte Lauf zur chinesischen Meisterschaft auf dem Programm. Die Besonderheit diesmal war die Beschaffenheit der Strecke, die beiden Österreicher waren zum ersten Mal bei einer reinen Asphaltrallye im Reich der Mitte unterwegs.

Trotz dieses kleinen Handicaps gelang es Stohl mit dem Citroën DS3 R5 für sein Team, den vierten Platz in der Gesamtwertung herauszufahren. Damit wurden Stohl/Ettel auch Sieger in der Klasse für international homologierte Fahrzeuge. Der Gesamtsieg ging aber an den Australier Chris Atkinson (Volkswagen) vor dem Briten Mark Higgins (Subaru) und seinem Landsmann Alister McRae (Seneba).

Manfred Stohl hatte nach dieser Rallye eine zweigeteilte Meinung: "Am ersten Tag hatten wir hauptsächlich mit den ständig wechselnden Wetterbedingungen zu kämpfen. Das Wetter wechselte ständig, auf dem drei Kilometer langen Weg von der Servicezone zum Start waren Regen, Sonnenschein und wieder Regen die Begleiterscheinungen. Wir sind mit Regenreifen hinausgefahren, es hat aber auf der ersten Prüfung durch starken Wind bei 20 Grad Lufttemperatur stark aufgetrocknet, dadurch haben wir gleich am Beginn wertvolle Zeit liegen gelassen. Am Nachmittag haben wir dann eine andere Mischung gewählt, die war aber wieder zu weich. Alles in allem habe ich kein glückliches Händchen bei der Reifenwahl gehabt."

Am zweiten Tag lief es dann für Stohl/Ettel wesentlich besser: "Das Wetter ist konstanter geworden, damit war die Auswahl der Reifen leichter gewesen. Die restlichen Prüfungen der Rallye waren sehr selektiv und brachten für alle Teilnehmer eine große Herausforderung. Wir haben diese Aufgabe aber gut erledigt und so mit dem vierten Gesamtrang ein gutes Ergebnis, vor allem für unser Team, erreicht, denn dort kann kein Ausländer chinesischer Meister werden, sondern es zählt nur die Teamwertung für Nicht-Chinesen", so der Österreicher.

Begeistert zeigte sich Manfred Stohl von den Zuschauermassen: "Auf der ersten Spezialprüfung sind dem Veranstalter sogar die Plätze auf den Tribünen ausgegangen, die Leute standen auf der Zufahrtstraße, die Rallyeautos konnten fast nicht bis zum Start nach vor fahren." Stohl wird von China direkt nach Österreich fliegen. Nach der Landung am Dienstag wird in Schwechat nur der Koffer gewechselt, dann geht es sofort weiter nach Argentinien, wo der 42jährige Wiener am kommenden Wochenende in das Cockpit seines Rallycrossboliden klettern wird, um in Rosario für das World RX Team Austria den letzten Lauf der heurigen Rallycross-WM zu bestreiten.

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