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Lukyanuk triumphiert vor Griebel

Mit dem Sieg bei der Zypern-Rallye sichert sich Alexey Lukyanuk den Vizetitel - Marijan Griebel belegt auf seiner ersten 4WD-Rallye den zweiten Rang.

Fotos: ERC

Auch am Schlusstag der Zypern-Rallye 2016 hielt sich Alexey Lukyanuk (Ford Fiesta R5) schadlos und hat damit zum vierten Mal die Zypern-Rallye gewonnen. Der Russe gewann insgesamt zwölf von 14 Sonderprüfungen beim Finale der Rallye-Europameisterschaft. Dahinter machte Marijan Griebel (Skoda Fabia R5) die Sensation perfekt: Bei seiner ersten Rallye mit einem Allradfahrzeug holte sich der junge Deutsche gleich die zweite Position. Er hielt Ralfs Sirmacis (Skoda Fabia R5) erfolgreich in Schach.

Lukyanuk war in Zypern unantastbar und hielt die Führung von der ersten bis zur letzten Prüfung. "Eine große und schwierige Rallye für uns", sagt der überglückliche Russe im Ziel, nachdem er auch die Golden Stage gewonnen hate, wofür er 25.000 Euro Preisgeld erhielt. "Wir hatten viel Pech in dieser Saison, aber jetzt bin ich ein glücklicher Mann. Wir haben guten Speed auf unterschiedlichem Untergrund und bei unterschiedlichen Bedingungen bewiesen." Mit dem Sieg sicherte er sich auch die Vizemeisterschaft hinter dem Polen Kajetan Kajetanowicz, der die Zypern-Rallye nicht mehr bestritt.

Marijan Griebel vollendete sein Werk am Sonntag und verdiente sich den Respekt aller im Fahrerlager. Mit Platz zwei übertraf er sämtliche Erwartungen um ein Vielfaches. Er hatte sich den R5-Einsatz durch den Gewinn der Juniorenwertung verdient und duellierte sich zunächst mit seinem Junioren-Rivalen Nikolaj Grjasin um die zweite Position. Der Lette, hatte bereits in seiner Heimat einen Skoda Fabia R5 gesteuert und konnte somit auf mehr Erfahrung zurückgreifen als Rookie Griebel. Doch auf der sechsten Prüfung machte er einen Fahrfehler und schied aus.

Danach musste sich Griebel gegen Ralfs Sirmacis (Skoda Fabia R5) wehren. Der Sieger der Lettland-Rallye hatte am Freitag auf den Nachtprüfungen keine Orientierung und blies am Samstag zum Halali. Doch Griebel bot dem Letten erfolgreich sowohl am Samstag als auch am Sonntag Paroli und sicherte sich Rang zwei. "Ich bin richtig, richtig zufrieden", strahlt er. "Ich hatte überhaupt keine Idee, wie schnell ich hier fahren könnte und wie schnell die anderen sein würden. Ich hatte erwartet, dass Ralfs und Alexey unantastbar sein würden, aber jetzt bin ich Zweiter. Ein richtig gutes Wochenende! Ich hat mir große Freude bereitet, dieses Auto zu fahren und ich bin mit meiner Performance zufrieden."

Sirmacis fuhr auf der Golden Stage die zweitbeste Zeit (15.000 Euro) vor Griebel (10.000 Euro), musste sich aber letztlich mit Endrang drei begnügen. Ohne seine Schwäche auf den beiden Eröffnungsprüfungen bei Nacht wäre wohl mehr möglich gewesen. Zwei SP-Bestzeiten reichten nicht, um den großen Rückstand aufzuholen. Hinter ihm komplettierte David Botka (Citroen DS3 R5) den Reigen der R5-Boliden, bevor ERC2-Sieger Christos Demosthenous (Mitsubishi Lancer Evo IX) eine Armada von acht Zyprioten anführt. Die ERC3-Wertung gewann der Türke Murat Bostanci auf einem Ford Fiesta R2T.

Endstand nach 14 Sonderprüfungen (Top 10):
1. Alexey Lukyanuk (Ford) - 2:06:55.9 Stunden
2. Marijan Griebel (Skoda) +2:12.2 Minuten
3. Ralfs Sirmacis (Skoda) +2:56.0
4. David Botka (Citroen) +6:20.2
5. Christos Demosthenous (Mitsubishi) +7:13.2
6. "Chips junior" (Mitsubishi) +9:13.1
7. Costas Zenonos (Mitsubishi) +9:23.4
8. Savvas Savva (Mitsubishi) +12:31.8
9. Michalis Posedias (Mitsubishi) +14:23.3
10. Stavros Antoniou (Mitsubishi) +15:25.6

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