RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

VW stellt Kundensport-Programm 2017 vor

Volkswagen will den Polo R5 im September zum ersten Mal testen: Kundesport-Projekte in der Rallycross-WM, der TCR und der Formel 3.

Fotos: VW, Photo4

Die Neuausrichtung von Volkswagen Motorsport läuft auf vollen Touren. Nach dem Abschied aus der Rallye-Weltmeisterschaft stellt Volkswagen sein Kundensport-Programm für 2017 vor. Der Fokus liegt darauf, Kunden in aller Welt Produkte für verschiedene Motorsport-Kategorien anzubieten. Neben dem 2016 eingeführten Golf GTI TCR für die Rundstrecke baut Volkswagen seine technische Unterstützung im Rallycross-Sport aus, arbeitet an einem Rallye-Kundenfahrzeug auf Basis der nächsten Generation des Polo und setzt das langjährige Engagement als Motorenpartner in der Formel 3 fort.

Der Wandel vom Werksteam hin zum Hersteller von Motorsport-Fahrzeugen für Kunden erfordert gleichzeitig strukturelle Veränderungen und neue Prozesse. "Ich spüre großes Engagement und große Motivation bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die neuen Aufgaben anzugehen", sagt Volkswagen-Motorsport-Direktor Sven Smeets. "Wir konzentrieren uns auf neue Projekte wie zum Beispiel die Entwicklung des Polo R5 und die Zusammenarbeit mit Volkswagen Schweden und Petter Solberg in der Rallycross-WM.

"Dazu arbeiten wir mit Hochdruck an bewährten und erfolgreichen Projekten wie Global Rallycross in den USA, TCR mit dem Golf GTI und Formel 3. Darüber hinaus gibt es bei Kunden Interesse, den bewährten Polo R WRC bei verschiedenen Rallyes einzusetzen. Unsere Aufgabenliste ist sehr gut gefüllt", freut sich Smeets.

Die Neuentwicklung eines Rallyefahrzeuges der R5-Kategorie für Kundensportteams hat bereits begonnen. Die ganze Erfahrung von zwölf Titeln in der Rallye-Weltmeisterschaft wird in die Entwicklung des Allradlers einfließen. Das Auto, das auf der nächsten Generation des Polo basiert, wird voraussichtlich im September 2017 erste Testfahrten absolvieren. Bei der Entwicklung setzt Volkswagen Motorsport seine Zusammenarbeit mit der Konzernmarke Skoda fort: Der rund 280 PS starke 1,6-Liter-Turbomotor, der bereits im Skoda Fabia R5 zum Einsatz kommt, wurde gemeinsam entwickelt und wird weiter optimiert.

Im Rallycross arbeitet Volkswagen mit zwei großen Namen im Motorsport zusammen: In der Global Rallycross (GRC) wird die bestehende enge Partnerschaft zwischen Volkswagen USA und dem Team Andretti ausgebaut - mit dem Ziel Titelverteidigung. GRC-Champion Scott Speed und Tanner Foust werden weiterhin die Fahrerpaarung für die beiden 560 PS starken Beetle bilden, die bei Volkswagen entwickelt und aufgebaut wurden. Bei ersten Testfahrten Mitte Januar in Phoenix absolvierten Speed und Foust rund 350 Kilometer mit dem für 2017 überarbeiteten Chassis. Optisch bleibt der Erfolgs-Beetle nahezu unverändert, lediglich kleine aerodynamische Modifikationen wie eine optimierte Bremsentlüftung wurden integriert.

Auch in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) steht ein Team mit Volkswagen am Start: Keine Geringeren als die Rallye-Legende Petter Solberg und der Nachwuchsstar Johan Kristoffersson gehen 2017 gemeinsam mit Volkswagen Schweden in der WRX an den Start. Der norwegische Superstar und der junge Schwede werden bei allen zwölf WM-Läufen, vom Start in Barcelona bis zum Saisonfinale in Kapstadt, mit zwei 570 PS starken Volkswagen Polo GTI Supercars auf Punktejagd gehen. Der Einsatz der Fahrzeuge, ebenfalls entwickelt und gebaut in Hannover, wird vor Ort von Petter Solbergs Team verantwortet, wird aber technisch von Volkswagen unterstützt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Motorsport: News

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Knobloch

ORM2-Podium bei der "Jänner" für Knobloch

Das steirisch/oberösterreichische Duo Günther Knobloch und Erik Fürst erreichte im Clio Rally3 das im Vorfeld gesteckte Ziel – das ORM2-Podium bei Auftakt zur TEC7 ORM 2026 im Rahmen der „Jänner“.

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Nasser Al-Attiyah gewinnt die zwölfte Etappe und steht vor dem Gesamtsieg - Duell Ekström gegen Loeb um Platz drei - Ricky Brabec führt bei den Motorrädern

Rallye Dakar 2026: Etappe 11

Lategans Traum vom Sieg platzt

Henk Lategan verliert in der elften Etappe mehr als eine Stunde - Mattias Ekström (Ford) holt Tagessieg - Nasser Al-Attiyah (Dacia) führt knapp vor Nani Roma (Ford)