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ORC, M1 & HRM: Neue Boliden, „alte“ Helden

Im ORC punkten auch die M1 Rallye-Masters, es führt Günther Knobloch. Bei den Historischen genießt Kris Rosenberger weiter sein Comeback.

Fotos: Harald Illmer

Der Österreichische Rallye Cup (ORC) wurde heuer komplett neu gestaltet – und zum ersten Mal sind auch jene seriennahen Fahrzeuge der M1 Rallye-Masters punktberechtigt, die erst im Vorjahr ihr Debüt feierten und von den Fans als Bereicherung in Sachen Markenvielfalt mit Applaus begrüßt wurden.

Als ORC-Leader kommt auch jener Günther Knobloch ins Wechselland, der als „Mastermind“ maßgeblich zur Entstehung dieser neuen Rennklasse beigetragen hat. Der frühere Motorradrennfahrer kam als schneller Quereinsteiger in den Rallyesport und erkannte bald den Bedarf, kostengünstige Serienautos in den Sport zu holen.

Knobloch pilotiert heuer einen nagelneuen, vom bekannten Bamminger Racing Team aufgebauten Subaru Impreza WRX M1 und erklärt im Vorfeld der Wechselland-Rallye: „Diese Rallye ist komplett neu für mich, doch was ich bislang als Zuschauer erkennen konnte, sollten uns die schnellen Sonderprüfungen entgegenkommen. Im Rebenland beispielsweise gab es viele Steigungen, was den drehmomentstärkeren Gruppe N-Autos mehr liegt.“

Ein solches fährt Martin Kalteis, der mit seinem Mitsubishi Lancer Evo VII bei der Auftaktrallye den ORC-Sieg einfahren konnte. Der „tragische Held“ der Wechselland-Rallye 2015, der damals vor der letzten Prüfung den sensationellen zweiten Platz innehatte und sogar die Chance auf einen Sensationssieg hatte, dann jedoch wegen eines Drehers auf den immer noch guten sechsten Gesamtrang zurückfiel, musste die Lavanttal-Rallye auslassen und kehrt nun als Tabellenzweiter zurück in den Cup.

Der Tabellendritte, Reini Sampl, dessen Audi TTS quattro so etwas wie das „rasende Versuchslabor“ für das M1-Reglement war, kann leider nicht im Wechselland starten. Aus beruflichen Gründen musste er bereits die Rebenland-Rallye auslassen.

Im ORC Division 2 führt der Kroate Tomas Hrvatin, auch er ist im Wechselland nicht am Start, dafür stehen die Chancen für Enrico Windisch gut, die Tabellenführung zu übernehmen. In seinem stylischen Renault Clio führt Windisch auch in der LG2 (Leistungsgewichtsklasse) der M1, gefolgt von Michael Röck - der Ford Racing Rookie des Vorjahres nützt M1 als Einstiegsklasse und zeigte bislang eine tadellose Performance.

Mit acht Startern kann die seriennahe M1 Rallye-Masters im Wechselland einen positiven Beitrag zu dem auf insgesamt 19 Teams angewachsenen ORC-Starterfeld und zu den 61 Gesamtstartern leisten.

HRM & HRC: Die Rückkehr von Kris Rosenberger

In der Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft feierte der frühere Staatsmeister Kris Rosenberger ein Comeback – in seinem weißen Porsche 911 erfreut er nicht nur die Ohren der Fans. „Roseracer“, wie sich Rosenberger auf Facebook nennt, kommt als Tabellenleader ins Wechselland – sein stärkster Verfolger, Gert Göberndorfer im Opel Ascona B Sport, kann leider nicht im Wechselland an den Start gehen, was Rosenberger bedauert: „Schade, denn ich mochte das Duell mit Gert, der stark gefahren ist.“

Dafür kommt es zu einer Neuauflage des Duells gegen Willi Rabl, der ebenfalls einen Porsche zündet. Rosenberger lacht: „Willi hat mir versprochen, dass er neue Reifen mitbringt und so freue ich mich auf ein spannendes Duell der Porsche-Piloten.“ Rosenberger hat ein weiteres Ziel vor Augen: „Im Lavanttal konnten wir zum Teil Top 10-Zeiten fahren, daher schiele ich auch auf das Gesamtergebnis und möchte versuchen, in die Top 10 zu gelangen.“

Mit dem wunderschönen Schmuckstück von Albert Belschan von Mildenburg ist ein weiterer Porsche im Wechselland am Start.

Günther Stampfl zündet in der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft einen legendären Opel Ascona A.

Im Historischen Rallye Cup (HRC) startet der Italiener Paolo Pasutti in einem Ford Sierra Cosworth –zudem sind zwei interessante Gast-Teams mit historischen Boliden am Start: Der Deutsche Wolfram Thull zündet einen weiteren Porsche 911, sein Landsmann Anton Werner pilotiert einen Audi quattro.

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