RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Wechselland-Rallye

"Bis auf den Ausfall war's ganz okay!"

Willi Rabl und Uschi Breineßl konnten im Wechselland ihre Erwartungen erfüllen, bis das Getriebe des Porsche den Dienst quittierte.

Bildquelle: Team

Die Wechselland-Rallye zog in diesem Jahr tausende Fans an die Sonderprüfungen rund um Pinggau. Grund dafür war der erste private Einsatz eines VW Polo WRC, mit Raimund Baumschlager am Steuer. Doch nicht nur die WRCs brachten die Zuschauer zum Staunen, auch die Protagonisten der historischen Staatsmeisterschaft sorgten für Begeisterungsstürme. Vor allem die beiden Porsche 911 von Kris Rosenberger und Willi Rabl waren dank ihres infernalischen Sounds tonangebend, und auch in der Zeitentabelle der Historischen fand man die beiden 911er-Piloten ganz vorne.

Das alte Duell Rosenberger gegen Rabl ging somit in die Verlängerung. Anfangs konnte das Hofbauer-Team dem Wahl-Grazer Rosenberger die Stirn bieten. Bei widrigsten Wetterverhältnissen konnte man sich am Freitag Abend durch konstant schnelle Zeiten eine gute Ausgangslage für den zweiten Rallyetag sichern. "Ich bin noch nie in so einem Nebel gefahren", erklärte der Mauterner, "doch ich hatte einen perfekten Aufschrieb und natürlich eine super Co-Pilotin." Damit meinte er Uschi Breineßl, die ihn durch die Nebelsuppe navigierte: "Sie hat nur gesagt, dass ich nicht nach vorne schauen, sondern auf sie hören soll. Das hat perfekt funktioniert."

Lediglich ein kleiner Ausrutscher kostete dem Hofbauer-Team rund 30 Sekunden: "Ich hatte Aquaplaning und bin dadurch in eine Wiese gerutscht. Wir brauchten eine Weile, bis wir wieder aus dem Schlamm heraus waren." Eine Sonderprüfung wurde vom Veranstalter aus Sicherheitsgründen abgesagt, doch Rabl zeigt dafür Verständnis. "Man muss ein Unglück nicht herausfordern, darum war es sicherlich eine gute Entscheidung, auf die zweite Fahrt über den Hochwechsel zu verzichten", erklärte der Porsche-Pilot.

Am Samstag Morgen hatte sich die Wetterlage wieder entspannt, doch die Straßen waren von den Regenfällen in den Nachtstunden immer noch feucht. Die Reifenwahl wurde zum allesentscheidenden Faktor, doch Rabl verpokerte sich. "Wir haben zu alte Intermed montiert, da habe ich komplett danebengegriffen. Wir sind nur noch herumgerutscht", erläuterte er seinen Zeitverlust. Danach hing man im "luftleeren Raum", ohne Chance, Kris Rosenberger noch attackieren zu können. Die Devise lautete also, taktisch klug zu fahren und das Ziel zu erreichen, um wichtige Meisterschaftspunkte zu sammeln.

Doch auf der vorletzten Prüfung passierte es. "Ich habe schon auf der vorigen Prüfung merkwürdige Geräusche aus dem Getriebe gehört. Drei Kilometer nach dem Start der vorletzten SP hatte ich nur mehr den ersten Gang übrig. Ich habe zwar noch versucht, über die Prüfungen ins Ziel zu rollen, doch wir wollten niemand aufhalten. Darum haben wir das Auto abgestellt", erläuterte Rabl das bittere Ende seiner Rallye. Bitter deswegen, weil er mit dem Porsche 911, der wie immer von Hofbauer Motorsport revidiert worden war, bis dato noch nie wegen eines technischen Defekts ausgefallen ist.

"Das Getriebe ist ein Serienteil und somit auch die Schwachstelle des Rallye-911. Darum hält sich die Enttäuschung für mich in Grenzen. Das gehört zum Rallyefahren dazu, aber bei der Rallye Weiz sind wir wieder am Start, mit neuem Getriebe und Elan", zeigte sich Rabl kämpferisch. "Einen Riesendank an meine Unterstützer und Sponsoren, ohne die all das nicht möglich wäre, und natürlich auch an meine Co-Pilotin Uschi und das gesamte Team von Hofbauer Motorsport."

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC, Sardinien: Kurzvorschau

Das Thriller Finale auf Sardinien

Drei Titelkandidaten beim vorgezogenen Grande Finale. Kevin Raith/Claudia Maier sind nach Absage von Keferböck/Minor die einzigen Österreicher.

WRC übernimmt F1-Technik

Helmkamera vor Live-Premiere

Formel-1-Technik hält Einzug in die WRC: Auf Sardinien testet M-Sport eine FIA-zugelassene Helmkamera für mögliche Livebilder aus dem Rallye-Auto

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP10)

Solberg führt - Titelkampf spitzt sich zu

Oliver Solberg dreht die Rallye Italien: Mit zwei Bestzeiten setzt sich der Toyota-Pilot an die Spitze und verkürzt im WM-Kampf den Rückstand auf Elfyn Evans. Raith 12. der RC2. Masters: Garandos führt.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht RRA

Proto-Chefsache in Horn

Race Rent Austria-Boss Wolfgang Schmollngruber wollte es wissen: Was kann er trotz langer Wettkampfpause in einem Proto ausrichten? Gemeinsam mit Gerry Winter gelang bei der Grasl Rallye Horn mit Gesamtrang sieben die optimale Standortbestimmung.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Mayer

Neues Geschäftsmodell im Hause Mayer

Die Familie Mayer aus Gießhübl hat ihr Portfolio erweitert: Neben dem Autohaus in Gießhübl und der Landwirtschaft in Kaltenleutgeben wurde nun die Mayer Motorsport S.R.O. ins Leben gerufen.