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Treffen der Griechenland-Rallyelegenden

Georg Gschwandner hatte eine besondere Idee: Er versammelte u.a. Sepp Pointinger und Rudi Stohl samt Serviceleuten zu einem Treffen.

Fotos: Stefan Fehringer; Gerhard Kraus

Gschwandner: "Meine erste Rallyeberührung war 1984 dank meines Onkels Anton Seewald bei der Chalkidiki-Rallye. Seewald, eine schillernde Motorsportfigur, speziell in den 1990er Jahren mit seiner serienmäßigen BMW am Erzberg, war Servicemechaniker für so klingende Namen wie Stohl, Husar, Fischer, Schirnhofer, Wittmann senior, etc. Im Sommer 1984 stand ein Familienurlaub auf Chalkidiki am Programm. Dass dort 'zufällig' eine Rallye war, wussten nur die Väter. Ab damals waren wir sehr oft, speziell in Griechenland, bei Rallyes. 1984 bekam ich als Elfjähriger auch mein erstes Autogramm von Rudi Stohl und Dr. Czekal."

Heute versucht Gschwandner unermüdlich, speziell den jungen Fahrern diesen "Spirit" weiterzugeben. Unterstützt wird er dabei von einigen seiner MCL-68.Clubkollegen, die diese "Griechenland-Zeiten" auch aktiv miterlebt haben. Aus dieser Symbiose heraus entstand die Idee eines bis dato in Österreich wohl einmaligen Treffens von Jung und Alt.

Gschwandner zur Entstehung: "Ich hab einfach meine Fühler ausgetreckt und versucht herauszufinden, welche damals Aktiven gerne für so ein Treffen zur Verfügung stehen würden. Die Leute, die letzten Samstag dann wirklich kamen, waren der personalisierte österreichische Streifzug der guten alten Griechenland-Rallye-Zeit."

Leopold Mayer nahm nicht nur seinen Obmann und einige Clubkollegen des RARA Vienna Rallyeclubs mit, sondern holte nach über 20 Jahren seinen originalen Rallyewagen der Akropolis-Rallye, einen Peugeot Samba, aus der Garage. Rudi Stohl, Rudi Kugler, Gerti und Sepp Pointinger, Andy Schmiedberger, Eugen Friedl, Johann Drapela, die Stohl-Serviceleute der 80er Jahre, Erwin und Karl Schatzl, fuhren an diesem Tag tief in Benzingespräche versunken wohl nicht nur einmal im Geiste die Akropolis-Rallye von Athen nach Kalambaka und zurück.

Gerhard Kraus mit seinem langjährigen Beifahrer und Freund Andy Steuer fuhren nicht nur geistig, sondern schnappten sich kurzerhand einen Rallyevolvo und drehten unter tosenden Applaus einige Runden auf dem WRT-Ring. Eddy Schlager, immer für Tipps berühmt und um den Nachwuchs bemüht, stellte sich bereitwillig den anwesenden jungen Rallyefahrern für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Gschwandner: "Es war für mich sehr berührend. Endlich bekamen die Jungen die Geschichten von Benzin, Zaziki, Metaxa und staubigen Sonderprüfungen aus erster Hand bestätigt. Ich bin da extrem nostalgisch und denke, dass durch dieses Treffen viel an Menschlichkeit und Miteinander transportiert wurde – dass ist es, was diesen Sport für mich ausmacht. Ich danke allen Legenden, meinen Freunden des MCL 68 und speziell meiner Frau, die mich in den letzten Wochen 'ertragen' musste, für dieses wohl einmalige und unvergessliche Fest."

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