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ERC: Rally di Roma Capitale

Rallye-EM-Titelkampf im Herzen Italiens

Rund um die italienische Hauptstadt Rom spitzt sich bei der fünften Rally di Roma Capitale der Titelkampf in der Rallye-EM 2017 zu.

Die Rallye-EM gibt am Wochenende in Italien Gas. Schauplatz ist die Umgebung der Hauptstadt Rom. Am Freitag Abend geht es nach dem zeremoniellen Start vorbei am Kolosseum und einigen anderen Sehenswürdigkeiten bis zum Start der ersten Sonderprüfung, einer kurzen Superspecial im EUR-Viertel. Insgesamt stehen 45 Fahrzeuge auf der Nennliste, darunter nicht weniger als 18 R5-Boliden.

Bei der Rally di Roma Capitale handelt es sich um eine neuere Veranstaltung. Sie wurde erstmals 2013 ausgetragen und findet komplett auf Asphalt statt. Heuer ist sie nun Teil der Rallye-EM und geht primär im Umland von Rom (Region Latium) über die Bühne. Insgesamt sind zwölf Sonderprüfungen über knapp 200 Wettbewerbskilometer geplant. Die Servicezone befindet sich in Fiuggi im Südosten der Hauptstadt.

Für den Samstag sind fünf Prüfungen vorgesehen, gefolgt von weiteren sechs am Sonntag. Im Laufe der zweiten Etappe findet auch die 32 Kilometer lange SP Cave - Rocca Santo Stefano, die zweitlängste Prüfung im EM-Kalender. Der Streckenverlauf ist abwechslungsreich: Schnelle Passagen werden von kurvigen Abschnitten unterbrochen, es geht auch rauf und runter. Im Laufe dieser langen SP geht es durch unzählige Dörfer. Die Veranstalter rechnen deshalb mit vielen Zuschauern entlang der Straße. Die Siegerehrung findet in Ostia an der Westküste statt, wo früher der Hafen des antiken Rom lag.

Da dies die vorletzte Rallye im EM-Kalender 2017 ist, liegt das Augenmerk auf dem Titelkampf. Zuletzt in der Tschechischen Republik konnte der Deutsche Marijan Griebel die U28-Wertung für sich entscheiden, nun geht es um das Gesamtklassement. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) hat 23 Punkte Vorsprung auf Bruno Magalhães (Škoda Fabia R5). Da man in Italien maximal 39 Punkte sammeln kann, ist auch der Drittplatzierte, Alexey Lukyanuk (Ford Fiesta R5), noch nicht aus dem Titelrennen. Bryan Bouffier (Ford Fiesta R5) könnte es mit einem guten Ergebnis noch in die Top 3 schaffen.

Sollte Kajetanowicz mit einem Vorsprung von 40 Punkten zum Saisonfinale in Lettland anreisen, wäre er der erste Fahrer, der drei Mal hintereinander Europameister wurde. "Eine neue Rallye bedeutet eine große Herausforderung", sagte der Pole, der noch nie eine Rallye in Italien bestritten hat. "Ich wollte schon immer in Italien fahren, weil die Asphaltstraßen einzigartig sind. Das findet man sonst nirgendwo. Außerdem ist auch das Teilnehmerfeld sehr stark. Es kommen Schlüsselmomente auf uns zu. Wir müssen konzentriert und perfekt vorbereitet sein."

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