RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Lavanttal-Rallye

Aigner mit Schrecksekunde aufs Podest

Der Oberösterreicher Gerhard Aigner und sein Kärntner Co-Pilot Marco Hübler wiederholten im Lavanttal den dritten Platz vom Vorjahr.

Foto: Daniel Fessl

Mit einem lockeren Spruch ins ORF-Mikrofon hat Gerhard Aigner einen Tag vor dem Start zur Lavanttal-Rallye 2018 noch die Leute unterhalten und sich selber motiviert. "Der Overall ist schon mal angeschwitzt, jetzt kann die Show beginnen", meinte der 43jährige Vorchdorfer nach dem Shakedown bei der live im TV übertragenen Präsentation der Spitzenpiloten in Wolfsberg. Das Prädikat "Spitzenpilot" hat sich Gerhard Aigner auch erhalten, nachdem der Rennanzug nicht nur an-, sondern nach seinem Kärntner Gastspiel auch kräftig durchgeschwitzt war.

"Wenn man vor den heimischen Fans auf den dritten Platz fährt, dann ist das schon ein ganz besonderes Gefühl", brachte der Kärntner Co-Pilot Marco Hübler die allgemeine Zufriedenheit über die tatsächliche Erreichung des Podestrangs auf den Punkt. Gerhard Aigner ergänzte: "Ich habe gesagt, wenn ich Rang drei vom Vorjahr wiederholen kann, bin ich zufrieden. Also bin ich's auch." Dass damit auch noch die Verteidigung des zweiten Platzes in der Staatsmeisterschaft einherging, ließ dem Duo Aigner/Hübler das Lachen noch leichter fallen.

Bis zur abendlichen Siegerehrung in der Eventhalle von Wolfsberg-Kleinedling war es für Gerhard Aigner ein anstrengender wie lehrreicher Weg. "Im Gegensatz zu den vor mir liegenden Fahrern Niki Mayr-Melnhof und Gerwald Grössing, die schon fast zwei ganze Saisonen in ihren Autos sitzen, bin ich hier erst zum vierten Mal mit einem World Rally Car konfrontiert gewesen. Angesichts dieser Tatsache bin ich mit dem Ergebnis hochzufrieden." Der hochtechnologisierte Ford Fiesta WRC war stets in den Händen des Oberösterreichers und nicht umgekehrt. Aigner: "Es ist mir wirklich gut gelungen, den Wagen in der Spur zu halten. Eigentlich hatten wir in den ganzen zwei Tagen hier nur ein Hoppala." Dieses hätte freilich böse enden können.

"Auf der vorletzten Prüfung, dem Rundkurs in Eitweg, war ich viel zu schnell dran und hab mich dann fürchterlich verbremst. Einen Dreher konnte ich gerade noch verhindern. Das wäre wohl ein Abflug der härteren Art gewesen." Doch die Antwort auf die Schrecksekunde gab sich Gerhard Aigner in der an- und abschließenden Sonderprüfung in wahrer 'Racer'-Manier selber. Über die 20 Kilometer lange Powerstage Remsnegger - Thürn drosch er seinen Ford Fiesta WRC auf den zweiten SP-Platz: "Das macht mich ganz besonders stolz. Nicht nur, weil ich dadurch zwei Zusatzpunkte in der Meisterschaft holen konnte, sondern weil ich damit bewiesen habe, dass ich mit dem Speed der Allerbesten bei uns absolut mithalten kann."

Nach Platz zwei bei der Jännerrallye nun Platz drei im Lavanttal und somit weiterhin im Titelrennen – womit auch das Sponsorenthema, mit dem Gerhard Aigner von Rallye zu Rallye konfrontiert ist, neue, positive Nahrung bekommt.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC übernimmt F1-Technik

Helmkamera vor Live-Premiere

Formel-1-Technik hält Einzug in die WRC: Auf Sardinien testet M-Sport eine FIA-zugelassene Helmkamera für mögliche Livebilder aus dem Rallye-Auto

Voller Erfolg bei der Premiere der neuen Grasl Rallye Horn, der dritten von vier reinen ARC-Rallyes 2026. Den ARC-Sieg feiert wie in Krumbach Rene Kiehtreiber - dahinter landen Bernhard Hengl bei dessen tollem Allrad-Debüt und Gerolf Schuller.

Peter Klein Kolumne

Waldviertel will never die!

ORF-Legende und motorline-Kolumnist Peter Klein freut sich auf die bevorstehende neue Grasl Rallye Horn - ehe er dort mit den Veranstaltern sprechen möchte, erinnert er sich an die guten alten „Semperit“-Zeiten…

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Friedl

Schreckmoment – Improvisieren gefragt

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten mit dem AUTOFUN - Ford Fiesta Proto mit viel Improvisation wichtige Punkte in der ARC Challenge einfahren.

Die Rallye Saudi-Arabien fliegt aus dem WRC-Kalender 2026 - Weil es keinen Ersatz gibt, hat Elfyn Evans vor dem neuen Finale in Italien bereits eine Hand am WM-Pokal

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Baumschlager

Baumschlager siegt in Austrian Rallye Trophy

Mit dem zweiten Gesamtrang und dem Sieg in der Austrian Rallye Trophy verlief die Toyota Keusch Grasl Rallye Horn für Raimund Baumschlager und Thomas Zeltner äußerst erfolgreich.