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ORM: Lavanttal-Rallye

Die heiße Phase hat schon begonnen

Die 42. Lavanttal-Rallye steht unmittelbar bevor, der Start erfolgt am Freitag um 13h30; wettermäßig sind ungetrübte Tage in Sicht.

Fotos: Harald Illmer; Daniel Fessl

Mit der Öffnung des Rallyezentrums in der Wolfsberger Eventhalle sowie der Servicezone auf dem Marktgelände Wolfsberg-Kleinedling ist die 42. Lavanttal-Rallye in ihre Warm-up-Phase gegangen. Im Rahmen des Shakedowns hatten die teilnehmenden Teams tagsüber die Möglichkeit, letzte Abstimmungen an den Autos vorzunehmen, ehe es für die Spitzenpiloten Gerhard Aigner, Gerwald Grössing, Johannes Keferböck, Niki Mayr-Melnhof sowie Fahrervertreter Martin Kalteis zu einem abendlichen Novum ging: Erstmals in der Geschichte der Rallye-ÖM wurde vor einem Lauf ein Live-TV-Element realisiert.

Um 18 Uhr war in ORF Sport+ eine Fahrer- und Teampräsentation aus Wolfsberg zu sehen. Dabei haben Österreichs Toppiloten ihre im Shakedown gewonnenen Erkenntnisse und Aussichten auf die Rallye in einer rund 30minütigen Livesendung dem Publikum nähergebracht. Moderator war Hannes Orasche vom Landesstudio Kärnten, auch der momentan verletzte 14fache Staatsmeister Raimund Baumschlager war dabei. Offiziell gestartet wird der dritte Rallye-ÖM-Lauf der Saison am Freitag um 13:30 Uhr auf dem Rathausplatz in Wolfsberg.

Benefizaktion mit Sepp Haider

Im Rallyezentrum wird während der Veranstaltung wie gewohnt der Kiwanis Club Unterkärnten für die Verpflegung sorgen, doch nicht nur für Speis und Trank ist man bekannt – auch mit spektakulären Mitfahraktionen hat der Klub in den letzten Jahren für regen Zuspruch gesorgt. Prominente Namen aus der Welt des Motorsports wie Stig Blomqvist, Harald Demuth, Wolf Dieter Ihle, Walter Röhrl oder Franz Wittmann haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt.

Für heuer ist es gelungen, den bekannten Österreicher Sepp Haider als Stargast zu gewinnen. Der Salzburger gewann 1988 die damals zur Weltmeisterschaft zählende Neuseeland-Rallye, war deutscher Rallyemeister und ungekrönter Driftexperte in der nationalen und internationalen Rallyeszene. Er wird einen im Besitz von Wolf Dieter Ihle befindlichen Opel Manta 400 steuern, der schon bei der legendären Safari-Rallye in Kenia im Einsatz war.

Auch 2018 kooperiert der Kiwanis Club Unterkärnten mit "slowly sideways". Damit haben die Rallyefans absolute Gewissheit, wieder viele legendäre Rallyeboliden aus der Vergangenheit zu sehen bzw. selbst am Beifahrersitz mitzufahren, so u.a. Volker und Nicole Albrecht (Alfa Romeo Alfetta GTV 2,0), Werner Fahnert/Bettina Forster (Renault Alpine A110), Günther Grall/Manuela Lackner (Proton Wira Evo3), Albert Hamper/Edeltraud Hilgert (Toyota Celica TA22), Dieter Mohr/Manfred Ehm (Renault Alpine A310), Adrien Katzengruber/Robert Kern (Renault Alpine A110), Florian Rotter/Sonja Uhrbein (Audi Sport quattro S1E2) oder Fred Woller/Klaus Hucke (Lancia Beta Coupé). Im Unterschied zu den letzten Jahren werden heuer in Sachen Mitfahrgelegenheit drei verschiedene Kategorien angeboten. Der Reinerlös der gesamten Spenden kommt karitativen Zwecken zugute.

Ungetrübtes Rallyefest in Sicht

Oft präsentiert sich das Wetter im Lavanttal äußerst wankelmütig; heuer dürfte es jedoch schon vor dem Start Entwarnung geben – zumindest sprechen die Experten eine solche aus. Bereits am vergangenen Wochenende wurde UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer in den verschiedensten Medien zitiert: "Ein kräftiges Tief etabliert sich über den britischen Inseln, und so wird Mitteleuropa mit deutlich milderer Luft aus Nordafrika versorgt."

Genauer bedeutet das Temperaturen bis zu 20 Grad. Nach möglicherweise geringem Niederschlag ist für die Rallyetage Freitag und Samstag nach jetzigem Stand sogar strahlender Sonnenschein in Sicht. Der April dürfte seine Launenhaftigkeit zugunsten der 98 startwilligen Teams und tausender Rallyefans also im Zaum halten.

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