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ORM: Rebenland-Rallye

Erfolgreicher Auftakt für Knobloch

M1-Sieg, ORC-Podium und ORM-Punkte: Trotz dreier Zwischenfälle verlief der Saisonauftakt für Günther Knobloch durchaus erfolgreich.

Fotos: Martin Butschell, Harald Illmer

Das Starterfeld beim zweiten ÖM-Lauf war gewaltig: 97 Starter hatten genannt, aber nicht nur die Anzahl der Teilnehmer waren für die Rebenland-Rallye ein Rekordergebnis, auch die Qualität der Fahrzeuge. Drei WRCs, 16 R5-Boliden sowie ein S2000 hatten genannt. Bis auf Kris Rosenberger, dessen Subaru Impreza WRC technische Probleme hatte, starteten letztlich auch alle genannten bei schwierigsten Bedingungen am Freitag um 13:30 in der Rallye.

Mit Startnummer 27 gingen Günther Knobloch und Jürgen Rausch in die Rallye. Bereits am Start machten die beiden keinen Hehl aus ihren Ambitionen. Von Beginn an lag das Team in den Top 20 der Gesamtwertung, stets vor einigen auf dem Papier eigentlich mit dem seriennahen M1-Subaru unschlagbaren R5-Fahrzeuge. Das Duo arbeitete sich bei schwierigsten Bedingungen dennoch langsam aber kontinuierlich im starken Starterfeld weiter nach vorne.

Ein prominenter Ausfall – der führende Raimund Baumschlager war gemeinsam mit seinem Co-Piloten Pirmin Winklhofer auf SP 6 nach einem Unfall leider spektakulär ausgeschieden – bremste die Euphorie der Rallyepiloten am Freitag ein wenig ein. Am Abend des ersten Tages lagen Knobloch/Rausch dennoch bereits auf dem beachtlichen 15. Gesamtrang, direkt vor zwei ungarischen Rallyeteams mit R5-Fahrzeugen, die rund vier Mal so teuer sind.

Am zweiten Tag konnte das Duo das Tempo noch einmal steigern: Auf SP 12 schrieben die beiden eine bei dem Starterfeld unglaubliche neunte Gesamtzeit an, ein WRC und sieben R5-Fahrzeuge mussten sich am Rundkurs Eichberg hinter dem seriennahen Subaru "anstellen". Etwas zu viel Schwung hätte auf der folgenden SP beinahe die Erfolgsfahrt beendet.

Nach einem kleinen Ausflug in den Schnee, der auf eine etwas zu gewagten Linienwahl folgte, quittierte die linke hintere Halbachse ihren Dienst. Das erfahrene Mechanikerteam – neben Chefmechaniker Walter Hartleiten betreuten an diesem Wochenende auch der technische Leiter Mario Bamminger und die beiden Techniker Kevin Bamminger und Manuel Horwath den Subaru – tauschte die defekte Halbachse problemlos in der Servicezeit.

Als Dankeschön lieferten Knobloch/Rausch in der Schlussphase eine fehlerfreie Vorstellung ab. In den verbleibenden drei Sonderprüfungen verwiesen sie noch drei R5-Piloten auf die Plätze und sicherten sich so Gesamtrang 13. Das brachte den fünften Sieg in Folge in der seriennahen M1-Rallye-Masters-Wertung ein, in der Rallye-ÖM sechs Punkte für Rang 10 sowie 20 Punkte für Rang zwei im österreichischen Rallyecup.

Knobloch: "Eine wirklich sehr geile Rallye; super schwierig, aber wir hatten viel Spaß, und ich habe enorm viel gelernt. Leider hatte ich aber auch drei 'big moments'. Zum Glück sind alle gut ausgegangen. Für meinen Geschmack waren es aber zwei zu viel. Beim letzten in der SP 13 bin ich voll am Gas geblieben, weil ich nach einer etwas zu motivierten Linienwahl fast in einem Schneewall seitlich neben der Strecke stecken geblieben wäre."

"Ich habe mich mit Vollgas aus dem Schnee raus auf den Asphalt gekämpft. Der Drehzahlunterschied war wohl zu hoch, da hat die Halbachse verdächtig geknackt, kurz darauf war der Vortrieb weg. Zum Glück ist mir noch eingefallen, dass man ja auch beim serienmäßigen Subaru das Differential manuell auf Knopfdruck sperren kann. So konnte wir den 'Subi' mit nur rund einer Minute Zeitverlust noch ins Service retten. Ende gut, alles gut. Jetzt freuen wir uns auf die Rallye Lavanttal, diese wird ja von unserem Motorsportclub, dem MSC Lavanttal, organisiert."

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