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Rallye-WM: News

Wirbel in Wales: FIA lehnt Route ab

Die FIA weigert sich, die geplante Route der Wales Rally GB 2018 abzunehmen; zurecht, da die letzte SP nicht der Vorgabe entspricht.

Die offizielle Präsentation der Wales Rally GB am Dienstag wurde abgesagt, weil die FIA sich geweigert hat, die geplante Route abzusegnen. Die Organisatoren müssen nun den letzten Tag der Rallye im Oktober 2018 überdenken. Den Motorsportweltverband stört die Tatsache, dass die SP Great Orme, die komplett auf Asphalt ausgetragen wird, als Powerstage deklariert worden ist; zu diesem Zweck wurde sie bis ins Zentrum des Städtchens Llandudno verlängert.

Diese Prüfung steht somit im klaren Gegensatz zur ansonsten auf Wald- und Schotterwegen ausgetragenen Rallye, was gegen Paragraph 13.3.1 des sportlichen Reglements verstößt; dieser besagt, dass die Powerstage den Charakter der Rallye widerspiegeln muss. Für FIA-Rallyechef Yves Matton ist das augenscheinlich nicht der Fall, bleibt auf Nachfrage aber diplomatisch: "Wir diskutieren die Route mit den Organisatoren. Momentan ist es zu früh, um etwas zu sagen."

Die kommerziellen Versuchungen, das Rallyefinale in den Ort zu holen, anstatt draußen auf verlassenen Straßen in den Wäldern herumzufahren, zu denen die Fans teils lange Fußmärsche durch den Morast in Kauf nehmen müssen, sind zweifellos groß; so kalkuliert der Veranstalter bei nur 20.000 Einwohnern mit 30.000 bis 40.000 Besuchern.

Die Meinung der Aktiven soll gespalten sein: Viele Fahrer wünschen sich eine sportlich hochwertige Powerstage auf einer anspruchsvollen Schotterprüfung, andere wiederum finden, dass die FIA eine spektakuläre "Happening" unterbindet, das den Leuten den Rallyesport näherbringen könnte. "Wenn das wirklich nicht stattfinden kann, wäre das eine dumme Entscheidung der FIA und eine verpasste Gelegenheit für den Promoter. Manchmal verstehe ich diesen Sport nicht; wir können uns doch nicht ewig hinter Bäumen verstecken", wird ein anonymer WM-Teamchef in britischen Medien zitiert.

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