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WRC: Sardinien-Rallye

Ogier: Punkteabzug, aber auf Bewährung

Da seinem Beifahrer die Zeitkarte abhanden gekommen war, wurde von der FIA ein bedingter Punkteabzug gegen Sébastien Ogier verhängt.

Einige Stunden nach der knappen Niederlage gegen Thierry Neuville (Hyundai) bei der Sardinien-Rallye wurde gegen Sébastien Ogier und seinen Beifahrer Julien Ingrassia eine Strafe ausgesprochen. Nach dem Ende der vorletzten Sonderprüfung hatte es Letzterer verabsäumt, die Zeitkarte nach dem Abstempeln wieder im Cockpit des Ford Fiesta WRC zu verstauen. Ogier/Ingrassia konnten erst in die abschließende Powerstage starten, als das Dokument von Ott Tänaks Co-Piloten Martin Järveoja sportlich fair übergeben wurde, was die FIA als externe Hilfeleistung betrachtete.

Platz zwei durften Ogier/Ingrassia trotz dieses Regelverstoßes behalten, denn die Rallyekommissare entschieden, sich auf einen Punkteabzug auf Bewährung sowie eine Zahlung von 10.000 Euro zu beschränken. Die Geldstrafe müssen die Franzosen zu gleichen Teilen aus eigener Tasche zahlen. Die Zähler in der Fahrer-, Beifahrer- bzw. Herstellerwertung werden dann abgezogen, sollten sich Ogier/Ingrassia im weiteren Saisonverlauf einen weiteren Regelverstoß zu Schulden kommen lassen.

Die Erklärung der Kommissare für diese ungewöhnliche Strafe war, dass Julien Ingrassia ein menschlicher Fehler ohne Betrugsabsicht unterlaufen sei. Weil Ogier/Ingrassia die Punkte für Platz zwei (vorerst) behalten dürfen, liegen sie in der WM-Gesamtwertung weiterhin 27 Punkte hinter Neuville/Gilsoul zurück.

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