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Rally Bohemia 2018

Baumschlager-Comeback in Tschechien

Am Wochenende geht Raimund Baumschlager an den Start der Rally Bohemia, ein tschechischer Meisterschaftslauf rund um Mladá Boleslav.

Foto: Harald Illmer

Für den Oberösterreicher ist es der erste wettbewerbsmäßige Einsatz nach seinem Mitte März bei der Rebenland-Rallye erlittenen Wirbelbruch. Die Rallye im Umland der "Škoda-Stadt" Mladá Boleslav ist mit 132 Startern nicht nur quantitativ stark besetzt, sondern besticht auch durch ein qualitativ hochwertiges Fahrerfeld. Angeführt von Jan Kopecký schickt Škoda drei Werkspiloten ins Rennen. Für Raimund Baumschlager ist das Antreten bei der Rally Bohemia auch eine Reise in die Vergangenheit. Anfang der 90er Jahre hat der Rosenauer das Rallyespektakel zwei Mal gewonnen.

Um bestens vorbereitet an den Start zu gehen, hat Baumschlager am Dienstag mit seinem Škoda Fabia R5 in der Heimat einen Test auf Asphalt absolviert. Dieser diente nicht nur der letzten Standortbestimmung für den Piloten, sondern auch als erster Test für den neuen Benzinlieferanten. Mit dem altbewährten Co-Piloten Pirmin Winklhofer ist Baumschlager schon am Mittwoch nach Mladá Boleslav aufgebrochen. Am Donnerstag und am Freitag stehen Besichtigung, Shakedown und Pressekonferenz auf dem Programm, am Samstag und am Sonntag wird die Rallye mit ihren 15 Sonderprüfungen ausgetragen.

Baumschlager: "Aus mehreren Gründen freue ich mich riesig auf die Rallye. Zum einen wird in der Stadt des Škoda-Stammwerks gefahren, und das ist natürlich für einen langjährigen Škoda-Piloten wie mich eine Ehrensache, hier dabei zu sein. In den letzten Jahren konnte ich aus Termingründen nie der Einladung nachkommen, heuer passt es endlich wieder einmal. Darüber hinaus sind die Fans in Tschechien einfach fantastisch und lassen uns Piloten richtig hochleben. Und dann ist es natürlich auch mein Renncomeback nach dreieinhalb Monaten Pause. Vor dem Test am Dienstag, unserem ersten richtigen Asphalttest nach der Verletzung, hatte ich ein wenig Respekt."

"Schließlich spürst du auf Asphalt, mit der härteren Fahrzeugabstimmung, jeden Schlag noch mehr, und zweitens war auch ein wenig Verunsicherung dabei, ob ich es schaffe, wieder voll ans Limit zu gehen, aber schon nach wenigen Kilometern war klar, dass alles wieder wie vor dem Unfall läuft. Ich war schnell und auch völlig schmerzfrei", so Baumschlager; auch der neue Sprit habe richtig gut funktioniert. "Es war also ein rundherum gelungener Test. Mein Ziel für das Wochenende ist eine fehlerfreie Rallye ohne Zwischenfälle zu fahren. Wenn das gelingt, möchte ich unter die Top 5 fahren – dann kann ich von einem gelungenen Comeback sprechen."

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