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ORM: Wechselland-Rallye

Nach SP 16: Neubauer führt, Waldherr out

Drama auf den letzten Metern: Luca Waldherr, der die 2WD-Klasse dominierte, fiel mit über fünf Minuten Vorsprung aus.

Fotos: Harald Illmer/Daniel Fessl

Noch eine einzige Sonderprüfung liegt vor den Teilnehmern der 24.OBM Wechselland Rallye 2019. Dann steht der Sieger endgültig fest. Denn praktisch ist dies schon der Fall. Wenn dem Salzburger Hermann Neubauer nämlich nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommt, ist ihm sein dritter Sieg nach 2016 und 2017 in Pinggau nicht mehr zu nehmen. Vor den letzten 12,74 Kilometern, die auf dem Wertungsabschnitt 17 in Sparberegg zu bewältigen sind, hat der Ford-Fiesta-Pilot einen im Normalfall uneinholbaren Vorsprung von 1,09 Minuten auf seinen ersten Verfolger Julian Wagner aus Oberösterreich im Skoda Fabia R5. Der dritte Stehplatz auf dem Siegerstockerl sollte dem Steirer Günther Knobloch ebenfalls nicht mehr zu nehmen sein.

Einen Risikofaktor birgt die letzte Sonderprüfung freilich doch noch für das Siegertrio in spe. Weil diese nämlich bekanntermaßen eine Powerstage ist, gibt es für die ersten Drei der Prüfung Zusatzpunkte von 3, 2, 1 zu erben. Und im Kampf um den Meistertitel kann am Ende der Saison jeder Zähler wertvoll sein. Also ist sicher nicht zu erwarten, dass sich im letzten Akt der Wechselland Rallye irgendein Pilot auf Verwaltungsmodus programmiert.

Bis jetzt liegt ein witterungstechnisch abwechslungsreicher Tag hinter den Rallye-Helden. Regen und trockene Phasen wechselten wahllos hin und her. Nach den acht Prüfungen, die der Spitzenreiter allesamt schon gestern für sich entscheiden konnte, holte er sich heute bis jetzt noch sieben weitere dazu. Einzig die erste Herausforderung in aller Früh musste er Julian Wagner überlassen.

Eine gute Show bot aber nicht nur die absolute Spitze den trotz bescheidenen Wetterverhältnissen Tausenden Zuschauern, sondern auch die Verfolger. So konnte sich Vizemeister Johannes Keferböck im Skoda Fabia R5 über Top-drei-Zeiten in den Prüfungen freuen. Hausherr und Rallye-Veranstalter Willi Stengg (Peugeot 208 R5) setzte trotz seines gestrigen Ausfalls das Rennen heute fort und holte auf den Rundkursen in Rohrbach einen vierten und einen fünften SP-Platz. Top-ten-SP-Zeiten fuhr auch Kris Rosenberger, der zur Freude der Fans seine Porsche 997 GT3 nach dem Elektronikschadens von gestern heute wieder ins Geschehen einbrachte. Und der sowieso immer schnelle Niederösterreicher Martin Kalteis steht mit seinem Mitsubishi Evo VII nicht nur vor einer Top-ten-Platzierung im Gesamtklassement, sondern auch kurz vor dem Klassensieg im Österreichischen Rallye Cup.

Der Burgenländer Andreas Kainer zeigte bei seinem Comeback nach einem Jahr im Opel Corsa OPC, dass er für die 2WD-Meisterschaft nach wie vor eine Bereicherung wäre. Und weil 2WD-Meister Luca Waldherr, der mit seinem brandneuen Ford Fiesta R2 bis zur SP 15 alle Prüfungen gewonnen hatte und schon über fünf Minuten (!) Vorsprung aufwies, auf SP 16 völlig unerwartet ins Out rutschte, hat Kainer plötzlich sogar den Sieg im Wechselland vor Augen.

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