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Ogier macht wegen Corona "Keine Luftsprünge" Siebter WM-Titel: Julien Ingrassia (li.) und Sebastien Ogier (re.)
Motorsport Images

Wegen Corona: "Keine Luftsprünge" von Sebastien Ogier nach siebtem WM-Titel

Sebastien Ogier spricht nach seinem siebten WM-Titel über seine Gefühle - In Jubel will er angesichts der Coronavirus-Pandemie nicht ausfallen

Mit dem Sieg bei der Monza Rallye und dem Crash von seinem Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans hat sich Sebastien Ogier zum siebten Mal zum Rallye-Weltmeister gekrönt. Ogier ist nach Juha Kankkunen erst der dritte Fahrer, der mit drei verschiedenen Marken Weltmeister wurde. Nun fehlen dem Franzosen nur noch zwei WM-Titel auf Rekordweltmeister Sebastien Loeb.

"Es fühlt sich natürlich großartig an", sagt Ogier. "Vor der Rallye hatten wir nicht die Karten in der Hand. Diese Saison war natürlich außergewöhnlich, viel kürzer als erwartet. Ich bin natürlich sehr glücklich, aber ich springe nicht in die Luft. Dafür ist jetzt nicht der Zeitpunkt."

"Die gesamte Welt befindet sich in einer schwierigen Situation. Viele Menschen leiden derzeit. Deshalb muss ich angemessen handeln. Natürlich freue ich mich, dass wir den Job gut gemacht haben. Ich hoffe, dass wir bald mehr feiern können."

Wegen der Coronavirus-Pandemie konnten 2020 nur sieben Rallyes stattfinden. Nachdem die Saison im März nach der dritten Rallye unterbrochen werden musste, fanden im Herbst noch vier Veranstaltungen statt. Die Konstanz war entscheidender denn je.

Ott Tänak (Hyundai) hatte zwei Ausfälle und wurde WM-Dritter. Evans war immer in den Top 4 und hatte in Monza gute Chancen, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Der Unfall am Samstag öffnete dann für Ogier die Türe. In der Powerstage sammelte Evans noch drei Bonuspunkte.

Ein Ausfall und sonst immer in den Top 4

Ogier schied in der Türkei aus. Ansonsten war er zweimal Erster, einmal Zweiter, zweimal Dritter und einmal Vierter. In der Gesamtwertung betrug sein Vorsprung auf Evans acht WM-Punkte. Die Bonuspunkte waren nicht entscheidend, denn Evans sammelte nur um einen mehr als Ogier.

"Julien und ich waren mit unserer Performance recht zufrieden", spricht Ogier seinen Co-Piloten Julien Ingrassia an. Auch er hat zum siebten Mal die WM der Beifahrer gewonnen. "Schlecht war die Rallye Türkei, wo wir die WM-Führung verloren haben."

"Danach wussten wir nicht mehr, wie viele Rallyes noch stattfinden würden. Es war klar, dass es nicht einfach werden würde, zurückzuschlagen." Vor dem Saisonfinale in Monza betrug Ogiers Rückstand auf Evans 14 Punkte. Der Waliser hätte nur Vierter werden müssen.

"Unsere einzige Chance bestand darin, maximalen Druck auf Elfyn auszuüben und zu versuchen, die Rallye zu gewinnen. Wir mussten ihn dazu zwingen, dass er maximale Punkte braucht, wenn er in Führung bleiben will. Am Ende hat es für uns funktioniert."

"Als sein Unfall passiert ist, bin ich auch nicht in die Luft gesprungen, weil es mein Teamkollege war, der von der Straße geflogen ist. In diesem Moment haben wir die Marken-Weltmeisterschaft verloren. Ich konnte mich darüber nicht wirklich freuen."

"Aber natürlich, aus persönlicher Sicht hat das bedeutet, dass wenn ich die Arbeit zu Ende bringe, ich über meinen siebten WM-Titel sprechen kann. Darüber bin ich natürlich sehr glücklich und freue mich auch für das gesamte Team."

Ogier wird auch in der Saison 2021 für Toyota an den Start gehen. Es soll seine letzte Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft werden. Holt der 36-Jährige auch im nächsten Jahr den Titel, würde ihm nur noch einer auf Loeb fehlen ...

Motorsport-Total.com

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