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3 Städte Rallye: Bericht Pröglhof
Daniel Fessl

Herausforderung endete mit Klassensieg

Vergangenes Wochenende gingen der Sittendorfer Luca Pröglhöf und sein Copilot Peter Medinger mit ihrem Ford Fiesta ST bei der 3 Städte Rallye im bayrischen Wald an den Start. Die deutsche Traditionsveranstaltung wurde heuer in die österreichische Rallyemeisterschaft aufgenommen, da hierzulande nur 3 gewertete Läufe abgehalten werden.

In der Klassenwertung wurde gleich von Beginn an, kurzer Prozess gemacht. Gleich auf der ersten Sonderprüfung (SP) über 11,5 km setzten sich Pröglhöf/Medinger mit 27,1 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten an die Spitze. Die Führung in der Klasse wurde bis zum Schluss nicht gefährdet, da die Beiden lediglich eine SP-Bestzeit an den Zweitplatzierten Dirnberger, ebenfalls auf Ford Fiesta ST, abgegeben haben.

Leider mussten am Freitag zwei lange SPs neutralisiert werden. Gerade auf diesen konnte der Sittendorfer immer wieder glänzen, da er dank eines sehr guten Aufschriebs und optimaler Kommunikation im Cockpit gerade hier viel Zeit gutmachen konnte. So freute man sich auf die letzte SP des ersten Tages, da es bei dieser auch schon komplett finster war. Hier passierte jedoch einer der wenigen Fehler – eine Ansage kam etwas zu knapp, Pröglhöf konnte das Auto nur noch quer stellen, schaffte die Kurve nicht und rutschte in den Wald. Mit der nötigen Portion an Glück blieb der Ford jedoch unversehrt und die Fahrt konnte gleich wieder aufgenommen werden.

Zittern bis zum Schluss
Der Samstag startete vorerst problemlos. Schon am Freitag wurde eine Bremsscheibe wegen Rissen getauscht, nun die zweite. Als erneut Risse festgestellt wurden, konnten dank der Unterstützung von drei anderen Teams die nötigen Teile organisiert werden, um kurzerhand auf größere Bremsen umzubauen, da man in der verwendeten Dimension keine Scheiben auftreiben konnte. Von all dem unbeeindruckt wurde eine Klassenbestzeit nach der anderen eingefahren und auch im Gesamtklassement konnten noch ein paar Plätze gut gemacht werden.

Auf der vorletzten Sonderprüfung machte sich erneut ungewöhnliches Bremsverhalten bemerkbar. Ein Blick auf die Bremsscheibe reichte, um erneut einen kleinen Riss festzustellen. Nach einem Telefonat mit dem Team einigte man sich auf sicheres Verwalten des Vorsprunges, um keinen technischen Ausfall zu riskieren. Da die letzte SP mit 18km die längste der ganzen Rallye war, verwarf Pröglhöf schon nach kurzem diesen Plan und attackierte in gewohnter Manier, um aufgrund der SP-Länge nicht zu viel Zeit zu verlieren.
Entsprechend groß war die Erleichterung im Ziel. Ganz erledigt war es damit jedoch nicht, denn es standen noch 33 Km Fahrt zur Zielrampe und weitere 17 Km ins Parc Fermé an. Hier kam das Fahrer-Duo nochmal ordentlich ins Schwitzen, da die Bremse nur noch Klopfgeräuschen von sich gab, da sie, wie später festgestellt wurde, nun ganz gerissen war. Aber auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert und um kurz nach 19 Uhr stand das Fahrzeug im Parc Fermé.

„Was für eine Rallye… schade wegen der neutralisierten Sonderprüfungen und den Rennkilometern die uns dadurch entgangen sind. Dass es zum Schluss noch so eine Zitterpartie wird, hätte uns gerne auch erspart bleiben können, aber wir haben es geschafft und sind im Ziel. Auf der letzten Sonderprüfung war ich ganz schön nervös wegen den Bremsen, aber sie haben gehalten. Manchmal muss man halt auch mal was riskieren, um etwas zu erreichen. Danke an das Team, dem wir diesmal etwas mehr Arbeit als gewöhnt beschert haben, das wie immer einen Top Job abgeliefert hat, sowie natürlich an alle Partner, Sponsoren und Unterstützer“, resümiert Pröglhöf.

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