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ORM: Redstag Rallye Extreme
Foto: Harald Illmer

Warum kein Elektro beim ORM-Auftakt?

Die mit Spannung erwartete Premiere der Elektroautos wird auf die Rallye Weiz vertagt - doch warum eigentlich? motorline.cc hat sich umgehört...

Noir Trawniczek

Die „hohe Kunst“, miteinander zu sprechen und dabei dennoch aneinander vorbei zu reden - könnte sie einer der Gründe dafür sein, dass die erste ORM-Rallye seit Jänner 2020 ohne die heuer erstmals zugelassenen Elektro-Rallyeautos stattfindet?

Redstag Rallye Extreme-Veranstalter Gerwald Grössing erklärt in einem am Veranstaltungstag ausgestrahlten Interview mit dem Redstag Rallye Extreme Radio: „Es muss der Veranstalter oder (es müssen) die Veranstalter wissen, welche infrastrukturellen Maßnahmen nötig werden. Es war nicht klar: Wie lange brauchen die Autos, um aufgeladen zu werden? Wie groß darf das Ringerl sein, damit sie fahren können?“

Während also Grössing erwartet hat, dass die Vertreter der beiden internationalen Elektro-Größen Kreisel und STARD mit ihren Wünschen bezüglich Änderungen am Format der Rallye zu ihm kommen, erklären diese, dass solche Änderungen gar nicht nötig seien. Manfred Stohl (STARD): „Das Format der Redstag Rallye wäre sehr tauglich für Elektroautos gewesen. Bei der kommenden Weiz-Rallye wird es schwieriger.“

Philipp Kreisel erklärte gegenüber motorline.cc sinngemäß, dass man mit Veranstaltern lediglich die Charging-Zonen zu besprechen habe - die Länge der Sonderprüfungen und der Zeitplan der Rallyes seien jedoch kein Thema.

Kreisel erklärte zudem, die Nichtteilnahme im Schneebergland habe „einen simplen Grund: Der Veranstalter wollte eine zusätzliche Versicherung abschließen - doch das spricht gegen unser Geschäft, das wäre ein falsches Signal gewesen“.

Grössing erklärt in besagtem Interview: „Es geht auch um die Sicherheitsvorkehrungen - dieses Thema hatten wir in der Veranstaltungsverhandlung (Genehmigung durch BH, d. Red.). Da wird gefragt, wie gefährlich die mobilen Ladestationen/Batterien sind und dergleichen. Da kannnst du nicht einfach sagen: Das ist mit der AMF alles geregelt, denn letztendlich entscheidet der Gesetzgeber bzw. dessen ausübendes Organ. Da sind Fragen aufgetaucht, die ich nicht beantworten konnte.“?
Manfred Stohl dazu: „Ich kann die Aussagen von Gerwald Grössing nicht ganz nachvollziehen -denn in einem Meeting mit den ORM-Veranstaltern haben alle bis auf Grössing erklärt, dass sie keine Probleme mit Elektroautos sehen.“

Die von der AMF erstellte Balance of Performance zwischen Elektro- und Verbrenner-Antrieb scheint jedenfalls nicht der Grund dafür zu sein, dass beim ORM-Auftakt die Elektroautos fehlen - sowohl STARD als auch Kreisel werten die BoP als korrekt.

Das spannende erste direkte Aufeinandertreffen der beiden Antriebsarten findet demnach von 15. bis 17. Juli bei der Rallye Weiz statt. Wobei sich STARD diesbezüglich noch bedeckt hält. Philipp Kreisel, bei der Redstag Rallye Extreme im herkömmlichen Skoda Fabia rally2 am Start („Ich will mich als Faher verbessern und mag diese Rallye sehr - ich finde auch, dass Gerwald Grössing ein Superkerl ist“), dementiert einen Elektrostart in Weiz nicht.

Bleibt Elektro also siegfähig? Kreisel lacht - und weicht charmant der Frage aus: „Das hängt natürlich auch vom Fahrer ab!“ Mit Raimund Baumschlager hat man jedenfalls jenen Piloten an Bord, der in Österreich so viele Staatsmeistertitel erringen konnte wie kein anderer...

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