Rallye Weiz: Vorschau EHRC | 07.07.2026
Historic pur mit Latvala und Delecour
Die beiden Lichtgestalten der internationalen Rallye-Szene stehen nächste Woche im Rahmen der Historischen Europameisterschaft am Start des fünften ORM-Saisonlaufs in der Oststeiermark
Die Rallye Weiz 2026 wartet auf den Startschuss am nächsten Freitag. Die letzten Vorbereitungsarbeiten sind im Endspurt, das Büro für noch gewollte Teilnahmen bereits seit 3. Juli geschlossen. Veröffentlicht wird die Nennliste für den fünften TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaftslauf freilich erst am kommenden Freitag.
Während das Geheimnis, wer die Rallye Weiz 2026 tatsächlich in Angriff nimmt, also noch ein klein wenig ein solches bleibt, sind zwei Namen einfach zu prominent, um noch länger versteckt gehalten zu werden. Kurzum: Die Rallye Weiz, die heuer bekanntlich wieder und also bereits zum siebenten Mal in Folge die Bühne für die FIA EHRC bietet, darf sich mit Jari-Matti Latvala und Francois Delecour über zwei Weltstars freuen, die der steirischen Traditionsrallye eine neue Dimension im Aufmerksamkeitsspektrum des Motorsports in Österreich verleihen. Beide Piloten fahren um Punkte im Rahmen der Historischen EM.
JARI-MATTI LATVALA lenkt in Weiz in der FIA EHRC Pre -1992 Kategorie 4 mit Copilot Erno Kinnunen einen Toyota Celica ST185. Die beiden sind in der Historischen Europameisterschaft auch Titelverteidiger. In seiner WRC-Karriere war der 41-jährige Finne drei Mal (2010, 2014, 2015) Vize-Weltmeister und gewann 18 Rallyes. 67-mal stand er auf dem Siegespodium eines WM-Laufs, seit 2021 ist Jari-Matti Latvala Teamchef des Weltmeister-Teams Toyota Gazoo Racing WRT.
FRANCOIS DELECOUR zählt wie Latvala zu den hellsten Lichtgestalten im Rallyesport. Der Franzose feierte seine größten Erfolge in den 1990er und frühen 2000er Jahren in der WM, wo er für Werksteams wie Ford, Peugeot und Mitsubishi antrat. Er fuhr bei 107 Rallyes mit, holte 4 Siege und stand 19-mal auf dem Podium. 1993 verlor er den WM-Titel erst in einem dramatischen Finale bei der RAC-Rallye rund um Birmingham an Juha Kankkunen, nachdem Delecour wegen eines Getriebedefekts am Ford Sierra Cosworth aufgeben musste. Der heute 63-jährige Franzose galt als spektakulärer und emotionaler Fahrer, der besonders für seine Stärke auf Asphalt bekannt war. Mit Landsmann Fabrice Gordon lenkt er in Weiz in der FIA EHRC Pre -2000 Kategorie 6 einen Peugeot 306 GTI, und zwar jenen des Italieners Andrea Zivian, besser bekannt unter dem Pseudonym „Zippo“. Der dreifache Historic-Europameister ist der Boss im IKE Racing Team, das Delecour in der EM unterstützt. Nach bisher vier Rallyes liegt der Franzose auch in Führung.
Auch Österreichs Historic-Aushängeschild, der fünffache Europameister Karl Wagner, zieht vor der prominenten Gesellschaft in Weiz seinen imaginären Hut. „Dass zwei solche Kaliber des internationalen Rallyesports in Österreich antreten, ist nicht alltäglich. Obwohl ich mit meinem Porsche 911 in einer anderen Pre -1992-Kategorie fahre, freue ich mich schon unheimlich auf die starke Konkurrenz.“
Für die Rallye-Weiz-Veranstalter Mario Klammer und Peter Eibisberger scheint hinsichtlich des hochkarätigen Duos naturgemäß die momentan sowieso ausreichend vorhandene Sonne. „Wenn solche Kapazunder den Weg nach Weiz finden, um hier zu fahren, dann können wir das schon als sehr spezielle Wertschätzung für unsere Rallye betrachten. Ganz besonders freut es uns für die vielen Fans, dass Jari-Matti Latvala und Francois Delecour auch bei der heuer neu stattfindenden Autogrammstunde im Rahmen des Zeremonienstarts am Donnerstag vor der Rallye in der Europaallee dabei sein werden.“


















