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Team Speedlife-Knobi.at unter Zeitdruck
Martin Burtschell, Daniel Fessl, Knobi.at

Hartbergerland Rallye: Günther Knobloch sagt Start ab

Aus Teamsicht sollen die Einsätze bei der DRM in Deutschland und beim Mitropa Cup nicht gefährdet werden. Auch der Einsatz eines Fabia eines Partnerteams kommt nicht in Frage

Erfolgreiche Hablzeitbilanz
Als das „Team Speedlife-Knobi.at“ heuer im Februar vorgestellt wurde, waren die Erwartungen der beiden Partner Maximilian Koch und Günther Knobloch hoch – nach über einem Jahr Rallye-Pause war das erklärte Ziel, beide Fabia 2021 in verschiedenen Meisterschaften mit verschiedenen Piloten erfolgreich an den Start zu bringen. Das Team war in den vergangenen fünf Monaten letztlich auch sehr erfolgreich und noch häufiger im Einsatz, als das zu Projektstart geplant war – bei insgesamt acht Rallyes war das Team Speedlife-Knobi.at bereits am Start, zwei weitere erfolgreiche Einsätze von Philip Geipel – die von Speedlife Motorsport unter anderer Bewerbung durchgeführt werden – komplettieren die erfolgreiche Zwischenbilanz des Teams. Die Piloten Lukas Dunner (19), Kris Rosenberger (52) und Günther Knobloch (44) waren für das Team Speedlife-Knobi.at heuer erfolgreich am Start. Das erste Gesamtpodium für Dunner/Minor in Slowenien samt Ausbau der Führung im Mitropa-Cup vergangenes Wochenende, ein Podium für Kris Rosenberger / Sigi Schwarz beim ORM-Auftakt im Juni und ein weiteres Top-5 Ergebnis in Weiz von Günther Knobloch / Jürgen Rausch – nur 15 Sekunden vom Podium entfernt – waren bislang die erfreulichsten Ergebnisse, der sehenswerte Crash von Rosenberger / Schwarz in Weiz und der Unfall von Dunner / Minor in Italien im April trübten die sehr gute „Halbzeitbilanz“ der Rallye-Saison 2021 hingegen ein wenig.

Absage Hartbergerland Rallye
Günther Knobloch zur bedauerlichen Entscheidung, nicht beim nächsten ORM-Lauf zu starten: „Unser Fabia ist bei den bislang 15 Rallye-Starts und den weiteren Events technisch nie ausgefallen. Das spricht einerseits für die Standfestigkeit des Rally2-Skoda, andererseits aber auch die Revisionsqualität von Speedlife-Motorsport – das Kernteam Max, Lisa, Patrick und Robert – eventbezogen auch um Mirek und weitere Techniker erweitert, hat bislang immer einen super Job gemacht. Die aktuell - nach dem Einsatz von Luki in Slowenien vergangenes Wochenende – erforderlichen Revisionen an meinem Fabia wären im Laufe der Woche zwar zeitlich möglich gewesen, parallel zum bereits unter Hochdruck laufenden Neuaufbau des von Kris in Weiz gecrashten Speedlife-Fabia hätte mein Einsatz in Hartberg den Zeitplan des Teams jedoch gefährdet. In etwas mehr als drei Wochen laufen beide Fabia parallel im Rahmen der DRM in Deutschland und beim Mitropa-Cup in Italien. Wenn wir die hohe Einsatzqualität weiter halten wollen, ist ein Start von mir aktuell aus Teamsicht leider nicht vertretbar – wenn irgendetwas außerplanmäßiges passieren würde, wäre sowohl das DRM-Projekt von Philip als auch das Mitropa-Cup Projekt von Lukas stark beeinträchtigt. Hinzu kommt – bei den künftigen Einsätzen von Jürgen und mir möchte ich ausreichend Zeit für einen Test einplanen und auch ohne „Handbremse im Kopf“ frei angreifen können. Ich habe schon in Weiz gemerkt, dass mein Wissen um den Terminplan des Teams und die bevorstehenden Aufwände rund um den Neuaufbau des von Kris gecrashten Fabia nicht gerade förderlich waren. Das Konzept der Hartbergland Rallye von Willi Stengg finde ich aber super spannend, daher haben wir sogar geprüft, ob wir nicht doch noch den Fabia eines Partnerteams einsetzen können – letztlich war das aber alles zu kurzfristig und nicht stimmig. Diesmal werde ich die Rallye also leider – wie viele andere Fans – nur aus Zuseher-Perspektive erleben. Im Rahmen der Rallye W4 möchte ich aber wieder gemeinsam mit Jürgen am Start stehen, die Zusage von Grapos als Event-Sponsor und die Unterstützung von Skoda Österreich sind ohnehin bereits fixiert – in Hinblick auf den bei der Jänner-Rallye 2022 ebenso geplanten Start von mir und Jürgen ist ein Start bei der W4 vermutlich ohnehin die beste Vorbereitung.“

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