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Ogier ortet nach erstem Rally1-Test "noch riesige Fragezeichen für alle" Sebastien Ogier beim Test im Rally1-Auto von Toyota für die WRC-Saison 2022
Julien Perez Alonso

Ogier ortet nach erstem Rally1-Test "noch riesige Fragezeichen für alle"

Rallye-Weltmeister Sebastien Ogier glaubt, dass die Zuverlässigkeit in der WRC-Saison 2022 aufgrund der neuen Motoren eine größere Rolle spielen wird

Nach seinem ersten Test im Rally1-Auto von Toyota für die Saison 2022 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) glaubt Weltmeister Sebastien Ogier, dass das Thema Zuverlässigkeit in der ersten Saison der neuen WRC-Ära eine größere Rolle spielen könnte als es in den vergangenen Jahren der Fall war.

Das Rally1-Reglement sieht für die Premierensaison 2022 vor, dass die 1,6-Liter-Turbomotoren inklusive der 100 Kilowatt Leistung, die von einem Elektromotor kommen, 500 PS leisten werden. Zum Vergleich: Die letzte Spezifikation der WRC-Autos, wie sie 2021 zum Einsatz kam, brachte es ohne einen Elektromotor auf knapp 400 PS.

Am Samstag und Sonntag der vergangenen Woche hat der achtmalige Rallye-Weltmeister Ogier erstmals das Rally1-Auto von Toyota, den GR Yaris Rally1, getestet. Sein erster Eindruck nach dem Zweitagestest in Frankreich: "Diese neue Technologie ist ein Stück weit natürlich eine Herausforderung für die Teams. Auch für die Fahrer ist sie eine Herausforderung, weil es einfach etwas anderes ist."

"Das Auto reagiert anders als wir es aus den zurückliegenden fünf Jahren gewohnt sind. Es gibt neue Parameter, an die wir uns erst noch gewöhnen müssen", so Ogier, dessen geplantes Teilzeitprogramm für die WRC-Saison 2022 derzeit lediglich die Rallye Monte Carlo (20. bis 23. Januar) umfasst.

Rally1-Autos derzeit noch langsamer als WRC-Autos

Konkret auf den 100-Kilowatt-Boost des Elektromotors angesprochen, sagt Ogier nach seinem ersten Test: "Wenn der Boost anliegt, macht es natürlich Spaß. Es ist doch so, dass wir alle gerne so viel Motorleistung wie möglich hätten. Tatsache ist aber, dass die volle Leistung nicht immer anliegt. Ehrlich gesagt sind wir insgesamt betrachtet langsamer als wir es voriges Jahr waren."

Das neue Motorenreglement könnte zumindest in der Anfangsphase der WRC-Saison 2022 für Überraschungen sorgen, wie Ogier glaubt: "Ich schätze, dass die Zuverlässigkeit in den ersten Wochen der Saison eine größere Rolle spielen wird. Die Autos sind ja brandneu. Und mit jedem Test, der gefahren wird, werden große Fortschritte erzielt."

"Mit Blick auf Monte Carlo gibt es für alle noch riesige Fragezeichen. Ich glaube, die Unsicherheit ist größer als jemals zuvor", sagt Ogier und unterstreicht mit Verweis auf das Toyota-Werksteam: "Es ist denkbar, dass die Zuverlässigkeit eine größere Rolle als bisher spielen könnte. Ich bin aber überzeugt, dass das Team alles daran setzen wird, das Auto sowohl hinsichtlich der Performance als auch hinsichtlich der Zuverlässigkeit weiter zu verbessern."

Neue Ära für Ogier auch im Cockpit: Benjamin Veillas neuer Beifahrer

Übrigens: Der Zweitagestest am vergangenen Wochenende in den Französischen Seealpen war für Ogier nicht nur der erste Test mit einem Auto, das nach Rally1-Reglement aufgebaut wurde. Es war für den achtmaligen und amtierenden Rallye-Weltmeister auch der erste Einsatz nach vielen Jahren ohne Julien Ingrassia als Beifahrer.

Bei der Rallye Monte Carlo 2022 wird Benjamin Veillas die Rolle des Ogier-Beifahrers übernehmen. Der Test am vergangenen Wochenende wurde auch im Sinne der diesbezüglichen Eingewöhnung absolviert. Bis zur "Monte" soll für das Duo Ogier/Veillas ein weiterer Test im Toyota GR Yaris Rally1 folgen.

Motorsport-Total.com

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