RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Sardinien: Ogier und Evans holen Toyota-Doppelsieg Sebastien Ogier gewinnt die Rallye Italien
Motorsport Images

Rallye Italien 2021: Ogier und Evans tüten Toyota-Doppelsieg ein

Sebastien Ogier feierte auf Sardinien den 52. WRC-Sieg seiner Karriere - Sein Toyota-Teamkollege Elfyn Evans machte den Doppelsieg perfekt

Sebastien Ogier hat am Sonntag den Lauf der Rallye-WM (WRC) in Italien für sich entschieden. Der Franzose sicherte sich auf Sardinien den 52. Rallye-Sieg und baute so seine Führung in der Gesamtwertung aus. Der Toyota-Fahrer hatte nach der 20. Wertungsprüfung (WP) insgesamt 46 Sekunden Vorsprung auf Elfyn Evans, der den Doppelsieg für die Japaner perfekt machte.

Ogier hatte nach einem dramatischen Samstag für Hyundai ein leichtes Spiel. Ott Tänak schied auf WP 12 in Führung liegend aus, weil er einen Stein erwischt hatte. Sein Teamkollege Dani Sordo erwischte es auf WP 15: Der Spanier, der als engster Verfolger des siebenmaligen WRC-Champions auf Platz zwei lag, überschlug sich und musste ebenfalls die Segel streichen. Ogier erbte die Führung und hatte einen großen Vorsprung auf Evans auf Platz zwei.

Genau in dieser Reihenfolge beendeten die beiden auch die Rallye Italien. Ogier hatte letztlich 46 Sekunden Vorsprung auf Evans, weshalb er ohne Druck zum ersten Toyota-Sieg auf Sardinien cruiste. "Es war ein unglaubliches Wochenende", freut sich der Franzose.

Doppelsieg kurz in Gefahr

"Wir mussten zu Beginn zuerst auf die Strecke und wir dachten, dass es da besser gewesen wäre, zuhause zu bleiben. Wir haben einen guten Job gemacht und das Auto lief besser als in Portugal."

Der Doppelsieg von Toyota geriet auf der Powerstage noch einmal kurz in Gefahr. Evans Toyota würgte ab, weil viel Wasser in den Motorraum gelangt war. Er verlor aber nur 18,2 Sekunden, weshalb ihm Thierry Neuville im verbliebenden Hyundai nicht mehr einholen konnte. Neuville landete nach einer schwierigen Rallye Italien mit über einer Minute Rückstand auf Ogier auf dem dritten Platz.

"Es ist ein gutes Resultat", freut sich Evans. "Wir sind nicht so ins Wochenende gestartet, wie wir wollten, aber da war der Schaden dann schon getan. Es war insgesamt aber ein gutes Wochenende für das Team, nur leider gab es auf der Powerstage für uns keine Punkte." Neuville fasst das Hyundai-Desaster kurz zusammen: "Es tut mir Leid, dass wir an diesem Wochenende nicht abgeliefert haben. Immerhin reisen wir mit einem Podium ab."

Evans und Neuville teilen sich die Stage-Siege

Evans zeigte am letzten Tag der Rallye Italien eine starke Leistung. Er gewann die WPs 17 und 19, weshalb er Neuville hinter sich halten konnte. Neuville ließ am Sonntag sein Talent zumindest auf WP 18 und in der Powerstage aufblitzen. Der Belgier schaffte es, in beiden Stages die Bestzeit zu fahren, doch Evans war für den Hyundai-Fahrer uneinholbar. Die beiden trennten letztlich 37,5 Sekunden.

Toyota-Youngster Takamoto Katsuta wurde nach 20 WPs auf Platz vier gewertet. Die Top 5 rundete Jari Huttunen ab, der damit vor Mads Östberg in der WRC2-Kategorie im Kampf um den Sieg schlug. Ein Lichtblick für Hyundai: Neuville holte auf der Powerstage fünf Bonuspunkte, während Tänak vier Zähler auf sein Konto verbuchte. Auch Rovanperä, Ogier und Sordo erhielten auf WP 20 noch Bonuspunkte.

Damit führt der aktuelle WRC-Champion Ogier die Gesamtwertung mit 106 Punkten an. Evans liegt hinter seinem Teamkollegen mit elf Punkten Rückstand auf Platz zwei. Neuville fehlen auf Platz drei 29 Zähler auf Ogier an der Spitze.

Tänak und Katsuka runden dahinter die Top 5. In der Herstellerwertung führt Toyota mit 231 Punkten klar vor Hyundai. Die Koreaner haben 49 Zähler Rückstand auf die Japaner. Der nächste Halt ist die Safari-Rallye in Afrika am 24. bis 27. Juni.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC, Akropolis: Bericht K4

Immer noch in Führung!

Das große Abenteuer Akropolis Rallye: Zwar mussten Johannes Keferböck und Ilka Minor nach einem Defekt am Freitagmorgen ihre sportlichen Ambitionen früh hintan stellen - doch mit einer Zielankunft konnte die Führung im WRC Masters Cup behalten werden. Jetzt geht es nach Estland…

Im Gespräch mit Georg Höfer & Martin Dohr

Seltener Einblick in die ORM-Rallyeleitung

Was macht ein Rallyeleiter? Welche Aufgaben hat er/sie zu bewerkstelligen? Welches Grundwissen ist nötig? Und: Warum der Einsatz von GPS das Leben der Rallyeleitung entschieden verbessert hat…

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.

Die 40. Auflage der Jännerrallye findet erst vom Donnerstag, 6. 1. 2028, bis Samstag, 8. 1. 2028, in Freistadt statt. Die Gründe dafür sind terminliche, organisatorische und menschliche

ERC, Rom: Vorschau Opel Junior Team

Junioren gehen als Mitfavoriten in die Hitzeschlacht

Zweiter Lauf der Rallye-Junior-Europameisterschaft 2026 bei der Rally di Roma Capitale. Doppelführung für das ADAC Opel Rally Junior Team mit Timo Schulz und Tom Heindrichs. Claire Schönborn möchte vor historischer Kulisse das Momentum aus den Vogesen nutzen.