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Spontanes WRC-Comeback von Suninen Teemu Suninen springt bei der Rallye Monza für Ott Tänak ein
M-Sport

Spontanes WRC-Comeback von Suninen: "Wichtigste Rallye meiner Karriere"

Teemu Suninen glaubt, dass sein Start im WRC-Auto von Hyundai bei der Rallye Monza für seine Zukunft in der Rallye-WM entscheidend sein kann

"Ich würde sagen, dass dies die bisher wichtigste Rallye in meiner Karriere ist": Das sagt Teemu Suninen vor der Rallye Monza (19. bis 21. November), dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2021, im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

In Italien kommt Suninen zu einem überraschenden Comeback im World-Rally-Car. Im Werksteam von Hyundai vertritt der Finne Stammfahrer Ott Tänak, der bereits Anfang November 2021 seine Teilnahme an der Rallye aus nicht näher definierten "familiären Gründen" abgesagt hatte.

Ursprünglich hätte Suninen in Monza ein Rally2-Autos von Hyundai in der WRC2-Wertung fahren sollen. Durch die überraschende Beförderung in den WRC-Boliden erhält der Finne nach einer für ihn turbulenten und schwierigen Saison nun aber die Gelegenheit, sich auch mit Blick auf die Saison 2022 in Szene zu setzen. "Das kann einen Unterschied für das nächste Jahr machen", meint Suninen, "aber es ist besser, kein Risiko einzugehen und es so gut wie möglich zu machen."

Turbulente Saison nach Trennung von M-Sport

Nach drei Saison als Stammfahrer im WRC-Auto von M-Sport, hatte Suninen in dieser Saison nur vier Rallyes im Ford Fiesta WRC bestritten und war dabei nicht über einen sechsten Platz hinausgekommen. Die übrigen WM-Läufe hatte Suninen im WRC2-Auto von M-Sport bestritten. Nach der Rallye Griechenland hatte sich der Finne dann überraschend vom britischen Ford-Team getrennt.

Die Rallye Finnland hatte Suninen daraufhin in einem privat eingesetzten VW Polo R5 bestritten und dabei auf Anhieb die WRC2-Wertung gewonnen. Bei der Rallye Spanien fuhr er dann zum ersten Mal den Hyundai i20 N Rally2.

Die WRC2 war ursprünglich auch für 2022 sein Ziel, wie Suninen verrät. "Mit Hyundai habe ich über die WRC2 gesprochen. Mein Ziel aber, viele gute Rallyes zu bekommen, gute Tests und Zeit hinter dem Lenkrad zu verbringen."

Suninens Ziel: Viele Rallyes und Tests

Denn genau das vermisste der mittlerweile 27 Jahre alte Finne in dieser Saison. "Ich glaube, dass mir Zeit hinter dem Lenkrad fehlt. Training macht einen besser und zu einem stärkeren Fahrer. Und das ist mein Ziel", sagt Suninen.

"Wenn es eine Chance für Rally1 gibt, würde ich das natürlich nehmen", so der Finne mit Blick auf die Top-Klasse der WRC, wo bei Hyundai und Toyota für 2022 allerdings schon alle Cockpits vergeben sind. "Aber hauptsächlich will ich einen guten Platz bekommen, wo ich fahren und testen kann."

Zunächst steht aber sein Debüt im Hyundai i20 WRC auf dem Programm. Gerade einmal einen Testtag hatte Suninen, um sich auf das neue Auto einzuschießen, doch dieser sei besser als von ihm erwartet verlaufen.

Gewöhnung an Hyundai i20 WRC gelingt überraschend gut

"Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass sich mich so gut an das Auto gewöhnt habe", sagt er. "Der Motor fühlt sich richtig gut an, und beim Chassis habe ich eine wirklich gute Balance gefunden. Aber natürlich bleibt noch etwas Feintuning, an einem Tag bekommt man ein Auto nicht hin. Aber ich war vom Auto positiv überrascht."

"Ich will ein gutes Ergebnis einfahren, weiß aber, dass ich in Otts Auto in große Fußstapfen trete", blickt Suninen auf die Rallye Monza. "Ich will sauber durch die Rallye kommen und dann Schritt für Schritt das Tempo steigern. Wenn ich Vertrauen zum Auto habe, werde ich etwas riskieren."

Motorsport-Total.com

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