RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC 2022: Esapekka Lappi kehrt als Werksfahrer zu Toyota zurück Der Toyota-Fahrerkader für die WRC-Saison 2022
Toyota Gazoo Racing

WRC 2022: Esapekka Lappi kehrt als Werksfahrer zu Toyota zurück

Der Toyota-Fahrerkader für die Rallye-WM 2022 steht: Lappi und Ogier teilen sich ein Auto, Evans und Rovanperä bestreiten die komplette WRC-Saison

Nach Hyundai hat am Donnerstag auch Toyota seinen Fahrerkader für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 vorgestellt - mit einem Rückkehrer. Esapekka Lappi ist ab der kommenden Saison wieder Werksfahrer bei der finnisch-japanischen Mannschaft. Der Finne wird sich am Steuer des dritten Autos mit Sebastien Ogier abwechseln, der 2022 nur noch ausgewählte Rallyes bestreiten wird.

Als Stammfahrer für die komplette WRC-Saison wurden wie erwartet die bisherigen Piloten Elfyn Evans und Kalle Rovanperä bestätigt. Wie viele Rallyes Ogier beziehungsweise Lappi bestreiten werden, teilte Toyota noch nicht mit. Allerdings wurde auch noch kein kompletter Kalender für die WRC-Saison 2022 bekanntgegeben.

"Ich bin sehr, sehr glücklich, zu Toyota zurückzukehren. Es fühlt sich an, als käme ich nach Hause", sagt Lappi. Der heute 30-Jährige war von 2017 bis 2018 bereits Toyota-Werksfahrer und hatte 2017 bei seinem erst vierten Start im WRC-Auto sensationell seine Heimrallye in Finnland gewonnen.

Lappi: "Fühlt sich an, als käme ich nach Hause"

2019 wechselte er zu Citroen, wo er Teamkollege von Ogier wurde. Nach dem Rückzug der Franzosen fuhr Lappi 2020 für M-Sport. In der laufenden Saison ging er zunächst mit einem VW Polo R5 in der WRC2-Wertung an den Start. Bei der Rallye Finnland fuhr er am vergangenen Wochenende einen fünften Toyota Yaris WRC und kam auf einem guten vierten Rang ins Ziel.

"Es war wirklich schön, bei der Rallye Finnland wieder mit den Leuten aus dem Team zu arbeiten. Sobald ich wieder im Yaris WRC saß, fühlte es sich wieder so an, als wäre dies mein Auto", sagt Lappi. "Natürlich werden wir im nächsten Jahr ein neues Auto haben, und obwohl ich es noch nicht gefahren bin, scheint es, dass es mit dem neuen Reglement sehr anders sein wird", so Lappi über die neuen Rally1-Boliden mit Hybrid-Antrieb.

Ogier wird 2021 seine letzte volle Saison in der WRC bestreiten. Ursprünglich hatte er schon Ende 2020 zurücktreten wollen, diese Entscheidung wegen der durch die COVID-19-Pandemie stark verkürzten Saison aber um ein Jahr verschoben.

Ogiers Beifahrer Julien Ingrassia hört auf

"Ich freue mich darauf, nach diesem Jahr mehr Zeit für meine Familie zu haben, aber gleichzeitig bin ich sehr glücklich, bei Toyota zu bleiben und die Chance zu haben, nächstes Jahr bei einigen Rallyes zu starten", sagt Ogier. "Ich bin dem Team sehr dankbar, dass es mir die Möglichkeit gibt, weiterhin auf Teilzeitbasis das zu tun, was ich gerne tue. Ich bin gespannt darauf, was diese neue Generation von Autos dem Sport bringen wird, und ich weiß, dass das Team viel Arbeit in sie steckt."

Allerdings bekommt Ogier im nächsten Jahr einen neuen Beifahrer. Sein bisheriger Co-Pilot Julien Ingrassia hängt den Helm nach dieser Saison endgültig an den Nagel. Sein Nachfollger wird Benjamin Veillas, der schon länger mit Ogier zusammenarbeitet und Ingrassia mehrfach bei Tests vertreten hatte.

"Ich bin sehr froh, dass wir mit einem so starken Fahreraufgebot in das Jahr 2022 und eine aufregende neue Ära für die WRC gehen", sagt Teamchef Jari-Matti Latvala. "Es ist sehr schön, dass wir mit Elfyn und Kalle zwei Fahrer haben, die um die Meisterschaft kämpfen können."

Latvala schwärmt von seinen Fahrern

"Elfyn ist ein wirklich konstanter Fahrer, der immer dazu beiträgt, Punkte für das Team in der Meisterschaft zu holen, aber wie er mit seinem Sieg bei der Rallye Finnland bewiesen hat, ist er auch absolut einer der schnellsten Fahrer und definitiv einer der Anwärter auf den Titelgewinn."

"Wir haben dieses Jahr wirklich tolle Leistungen von Kalle gesehen. Er entwickelt sich ständig weiter, und wenn er mehr und mehr Erfahrung sammelt, kann er auch ein starker Anwärter auf die Meisterschaft werden", so Latvala über Rovanperä, der in dieser Saison in Estland und Griechenland seine ersten beiden WM-Rallyes gewann.

"Seb ist ein großartiger Champion, und er wird in der nächsten Saison wieder sehr wertvoll für uns sein, auch wenn er nicht mehr um den Fahrertitel kämpfen wird. Schließlich freue ich mich, Esapekka zurück ins Team zu holen. Er hat bei uns schon einmal bewiesen, dass er gewinnen kann, und seither hat er sich meiner Meinung nach stark weiterentwickelt."

"Er ist sehr motiviert und hat bei seiner Rückkehr am vergangenen Wochenende seine Schnelligkeit unter Beweis gestellt. Ich glaube, er ist der perfekte Fahrer, um sich den Platz mit Seb zu teilen, um uns in der Meisterschaft zu helfen, aber auch um selbst um Siege zu kämpfen", so Latvala weiter.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.

Alpenfahrt Revival 2026

Weitere Rallyegrößen haben genannt

Herbert Grünsteidl, Josef Pointinger, Gabi Husar u. Günther Janger sind dabei - Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist wird auf Saab 96 einer der Starter sein. Plus: Ehrengast Rauno Aaltonen.

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Schindelegger

Sensationeller EHRC-Start in Fafe

Das Rallyeteam Schindelegger hat in Fafe bei der historischen Schotter- Europameisterschaft mit Gesamtplatz 6 einen Traum-Saisonstart hingelegt.