RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC 2022: Toyota testet Rally1-Auto ab Sommer Toyota arbeitet am WRC-Auto für die Saison 2022 (Symbolbild)
Toyota Gazoo Racing

Toyota: Ab Sommer erste Tests mit neuem Rally1-Auto für die WRC 2022

Ab Mitte des Jahres will Toyota das neue Hybrid-Auto für die WRC 2022 auf der Strecke testen: Auch Teamchef Jari-Matti Latvala will den neuen Renner ausprobieren

Im Hause Toyota schreitet die Arbeit am Auto nach dem neuen Rally1-Reglement für die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 voran. Aktuell existiert der neue Renner mit Plug-in-Hybridantrieb zwar größten Teils erst auf dem Papier (beziehungsweise in den Computern der Designer), doch werden parallel auch schon erste Teile erprobt, ehe in einigen Monaten dann das erste komplette Auto auf die Strecke gehen soll.

"Das Rally1-Auto für 2022 befindet sich momentan zum größten Teil in der Design-Phase. Wir nutzen einige Testträger mit Teilen für 2022, aber das ist kein komplettes Auto und auch nicht das richtige Chassis", erklärt Technikchef Tom Fowler. "Ab Sommer hoffen wir dann, ein komplettes Auto zu haben."

Die Hauptlast der Entwicklungsarbeit wird dann nach Aussage von Teamchef Jari-Matti Latvala Testfahrer Juho Hänninen tragen. "Bei den ersten Tests wird Juho fahren", sagt Latvala. "Man muss das Auto zuerst auf ein Niveau bringen, bei dem alles funktioniert. Das Feintuning können wir dann mit den Stammfahrern durchführen."

Auch Sebastien Ogier soll seine Meinung kund tun

In die Testarbeit will Latvala auch Sebastien Ogier einbinden, obwohl der Franzose seine Karriere nach dieser Saison beenden und 2022 nicht mit dem neuen Auto für Toyota in der WRC fahren wird. Doch bei der Entwicklung des Autos auf die große Erfahrung von Ogier zu verzichten, wäre nach Ansicht von Latvala fahrlässig.

"Sebastien ist siebenfacher Weltmeister und hat seine Titel mit drei verschiedenen Autoherstellern gewonnen. Seine Fähigkeiten und Erfahrungen zu nutzen, ist für uns sehr wichtig", sagt er. "Wir wollen seine Meinung zum Auto hören."

Doch auch Latvala selbst, der seine Rennfahrerkarriere erst im vergangenen Jahr beendet hat und im Anschluss Tommi Mäkinen als Teamchef im WRC-Team von Toyota abgelöst hatte, will sich im Laufe der Entwicklung selbst ein Bild von dem neuen Boliden machen.

Warum Latvala das Auto selber fahren will

"Ich denke nicht, dass ich viel testen werde, aber ich habe schon gesagt, dass ich das Auto irgendwann einmal ausprobieren möchte", so Latvala. "Ich will fühlen und verstehen, wie sich das Auto nach den neuen Regeln vom vorherigen unterscheidet."

"Ich bin 20 Jahren alle möglichen Autos gefahren und würde gerne wissen, wie sich das Auto der Zukunft anfühlt. Dann kann ich auch besser verstehen, worüber die Fahrer reden", begründet der Teamchef seine Absicht.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, Herbstrallye: Bericht Friedl

„Wie in alten Zeiten“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 – Motorclub Leobersdorf haben mit dem AUTOFUN Ford Fiesta Proto die Rallye mit Erinnerungen aus der Vergangenheit zum Spaßfaktor werden lassen.

Tänak und Rovanperä zurück

Toyota enthüllt sein WRC-Aufgebot 2027

Toyota hat sein WRC-Aufgebot für 2027 vorgestellt: Ott Tänak und Kalle Rovanperä kehren zurück, während Sebastien Ogier zunächst nicht zum Kader gehört

ARC, Herbstrallye: Bericht ZM Racing

Solide Leistung von ZM-Racing

Christoph Zellhofer auf Podium Dritter, Vater Max wurde Sechster. Damit beendete das Rallye Team seine bisher erfolgreichste Saison

Offiziell: Rallye Dakar 2027

Rallye Dakar 2027 in Portugal und Marokko

Nach der Absage in Saudi-Arabien steht der neue Plan für die Rallye Dakar 2027 fest: Mit einer Route in Europa und Afrika kehrt die "Dakar" zu ihren Wurzeln zurück

Darunter gleiche Technik

Warum Toyota auf Celica und Yaris setzt

Die Celica kehrt in die WRC zurück, der Yaris bleibt: Toyota erklärt, warum künftig zwei verschiedene Modelle zum Einsatz kommen und wer sie fährt

EHRC Gravel, Brunello: Vorschau Schindelegger

Eine große Karriere endet bald

52 Jahre! Seit Helmut Schindelegger den Führerschein besaß, war er auch Teil der österreichischen Rallyeszene. Und nun, nach 52 Jahren, erklärt er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport und fährt damit auch die letzte Rallye in Österreich.