RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Ott Tänak hinterfragt Strafe Ott Tänak findet, dass in der WRC mit zweierlei Maß gemessen wird
Motorsport Images

Ott Tänak hinterfragt Strafe: "Ein Menschenleben ist 400 Euro wert ..."

Hyundai-Pilot will nicht gegen seine Rennsperre auf Bewährung angehen, sieht sie im Verhältnis zu anderen Strafen aber als unverhältnismäßig an

Ein Sperre für einen Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), ausgesetzt bis Ende 2021 zu Bewährung: Dieses Urteil fällten am vergangenen Wochenende die Sportkommissare der Rallye Monte Carlo gegen Ott Tänak, nachdem er im Anschluss an die zehnte Wertungsprüfung nach zwei Reifenschäden mit nur drei intakten Rädern in den Servicepark zurückgefahren war.

Nach dem Empfinden von Tänak selbst ein "ziemlich harte" Strafe, vor allem wenn er sie ins Verhältnis zu der Sanktion für andere Regelverstöße bei der Rallye Monte Carlo setzt. "50 km/h mit einem platten Reifen fahren ... Okay, auf öffentlichen Straßen, aber wir waren sehr vorsichtig und haben nichts verrücktes gemacht. Dafür wird man gesperrt", so Tänak gegenüber 'DirtFish'.

"Andere Leute fahren während der Prüfung mit offenen Helmen, was unmittelbar tödlich sein kann", so der Este weiter. Damit spricht auf auf WRC-Champion Sebastien Ogier sowie die Beifahrer Carlos del Bario und Martijn Wydaeghe an, die am Samstag während der Wertungsprüfungen jeweils den Kinnriemen ihres Helms nicht geschlossen hatte.

Dafür erhielten alle drei eine Geldstrafe in Höhe von 400 Euro, was Tänak im Vergleich zu seiner Strafe sehr mild erscheint. "Im Vergleich zu dem, was wir gemacht haben, ist ein Menschenleben 400 Euro wert", sagt er.

"Ich sage nicht, dass diese Fahrer gesperrt werden sollen. Aber es ist nicht richtig, dass ich eine Sperre bekomme und sie nicht", wundert sich Tänak. "Wenn man sowas am selben Wochenende sieht, leuchtet es einfach nicht ein."

Einspruch gegen die aus seiner Sicht zu harte Strafe will Tänak allerdings nicht einlegen. "Es hat sich erledigt. Gegen die Leute der FIA anzukämpfen ist Energieverschwendung", meint er.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Ob in ERC3 oder ERC4, im WRC Masters Cup, in der CZ-Meisterschaft, in der EHRC, im Mitropa oder Alpe Adria Cup - überall sind Teams aus Österreich ganz vorn dabei…

CZ, Rally Sumava Klatovy: Vorschau Wagner

Wagner in CZ: Angriff auf den Titel!

Simon Wagner und Hanna Ostlender greifen auch 2026 wieder in der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an – und das mit einem klaren Ziel: Nach dem Vizemeistertitel im Vorjahr soll nun der volle Angriff auf den Titel erfolgen.

ARC, Lavanttal: Bericht Neulinger

ORM3 & ART2-Sieg als Geburtstagsgeschenk

Marcel Neulinger machte sich mit dem dritten Saisonsieg im Folge (TEC7 ORM3 & ART2) bei der 48. Lavanttal Rallye selbst ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Mit Co-Pilot Jakob Ruhsam strich der Doppelstaatsmeister im BWT Lancia Ypsilon Rally4 HF in Kärnten abermals volle Punkte ein!

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.