RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Gottfried Kogler spricht Klartext
Foto: MIG Austria

Restart mittags: Wirklich völlig unmöglich?

Gottfried Kogler als engagierter AMF-Fahrervertrteter - unter anderem kämpft er für den in der Szene schon ewig ersehnten Wunsch nach einem Restart mittags...

Noir Trawniczek

Es ist ein altbekanntes Paradoxon: Fällt ein Fahrzeug am ersten Tag aus, nach nur einer Sonderprüfung beispielsweise, so kann es am nächsten Tag unter Rally2 weiterfahren. Passiert dies jedoch auf der ersten Morgen-SP des zweiten Tages, an dem oft die meisten Kilometer abgespult werden, ist Schluss - das jeweilige Team darf seine Sachen packen, obwohl man das volle Nenngeld entrichtet hat und man in vielen Fällen die Nachmittagsprüfungen als Test unter Wettkampfbedingungen nützen wollen würde...

Nun hat Gottfried Kogler in seiner Eigenschaft als AMF (Austria Motorsport)-Fahrervertreter Historisch in der AMF-Kommission einen Antrag gestellt, der genau diese Frage erörtert. In seinem Antrag steht: „Wir finden es unfair, wenn in der Praxis Freitag (wo meistens max. nur 4 SP gefahren werden) bei einem Ausfall der Teilnehmer die Möglichkeit hat, Samstag erneut an den Start zu gehen ( mit erfolgter Strafzeit ). Am Samstag, wo jedoch die meisten Prüfungen stattfinden, man diese Möglichtkeit nicht hat.“

Organisatorisch wäre es machbar

Organisatorisch wäre eine Weiterfahrt nach der Mittagspause möglich, versichert Kogler: „Ich habe mich bei den Veranstaltern umgehört - Georg Höfer (Jännerrallye, d. Red.), Michael Uschan (Rallye St. Veit, d. Red.), Gerhard Leeb (langjährigerVeranstalter, nun IG Rallye) und Helmut Schöpf (ARC-Koordinator) würden eine solche Möglichkeit sogar begrüßen.“

Eine Voraussetzung wäre: „Mindestens 30 Minuten vor der Mittagssammelkontrolle muss der Rennleitung der Restart gemeldet worden sein, um den Teilnehmer wieder einreihen zu können.“

Kogler fügt noch eine weitere, gerade in Zeiten wie diesen wohl auch gewichtige Begründung für einen solchen Schritt hinzu: „Bei dem hohen Startgeld sollten dem Kunden doch viele Möglichkeiten geschaffen werden, um seinen Sport ausüben zu können.“

AMF verweist auf die FIA

Bei der vergangenen Sitzung der AMF-Rallyekommission hat die AMF den Ball an die FIA weitergespielt: „Das Thema Restart wird mit den Rally Sporting Regulations seitens der FIA geregelt und kann somit nicht von der AMF Rallyekommission abgeändert werden.“

Es würde jedoch Hoffrnung bestehen, da die FIA sich im Herbst noch einmal dem Thema widmet: „Das Thema wurde bereits in der Vergangenheit in der FIA Rallykommission diskutiert, jedoch aufgrund von zahlreichen problematischen Faktoren auf die Herbstsitzung 2022 verschoben.“

Bleibt noch die Frage offen, warum man in Österreich nicht auch in dieser Sache einen eigenen Weg gehen kann? Schließlich hat die AMF auch bei der FIA-Klassenpyramide mit der Zulassung von M1 und Proto im Interesse der heimischen Aktiven gehandelt - und auch die Fans würden sich freuen: Schließlich ist es wenig erbaulich, einem Fahrer zujubeln zu wollen, um dann zu erfahren, dass dieser am Morgen wegen eines 1 Cent-Schadens ausgefallen ist und leider nicht mehr fahren darf...

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ERC Skandinavien: Bericht BRR

BRR-Youngsters überzeugen in Skandinavien

Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger sorgten bei der ERC Royal Rally of Scandinavia mit ihren Leistungen für viel Freude bei BRR-Teamchef Raimund Baumschlager.

CZ, Rally Cesky Krumlov: Bericht

Wagner: „Potential nicht ausgeschöpft“

Auch beim zweiten Lauf zur CZ Meisterschaft lief es für Simon Wagner nicht wunschgemäß, er belegte Platz vier. Lukas Dirnberger zweitbester Österreicher.

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

EHRC, Akropolis: Bericht Rosenberger

Rosenberger nur von Latvala geschlagen

In Griechenland fuhr der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A endlich problemlos ins Ziel - Kris Rosenberger & Nicola Januschke-Bleicher glänzten mit einer fehlerfreien Fahrt - Am Ende musste sich das Subaru-Duo lediglich Jari-Matti Latvala geschlagen geben

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Nothdurfter

Löwen-Anteil am Spaß

Am zweiten Mai-Wochenende gönnte sich Alfons Nothdurfter einen weiteren vergnüglichen Rallye-Ausflug, der ihn nach Slowenien führte....