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Gottfried Kogler spricht Klartext
Foto: MIG Austria

Restart mittags: Wirklich völlig unmöglich?

Gottfried Kogler als engagierter AMF-Fahrervertrteter - unter anderem kämpft er für den in der Szene schon ewig ersehnten Wunsch nach einem Restart mittags...

Noir Trawniczek

Es ist ein altbekanntes Paradoxon: Fällt ein Fahrzeug am ersten Tag aus, nach nur einer Sonderprüfung beispielsweise, so kann es am nächsten Tag unter Rally2 weiterfahren. Passiert dies jedoch auf der ersten Morgen-SP des zweiten Tages, an dem oft die meisten Kilometer abgespult werden, ist Schluss - das jeweilige Team darf seine Sachen packen, obwohl man das volle Nenngeld entrichtet hat und man in vielen Fällen die Nachmittagsprüfungen als Test unter Wettkampfbedingungen nützen wollen würde...

Nun hat Gottfried Kogler in seiner Eigenschaft als AMF (Austria Motorsport)-Fahrervertreter Historisch in der AMF-Kommission einen Antrag gestellt, der genau diese Frage erörtert. In seinem Antrag steht: „Wir finden es unfair, wenn in der Praxis Freitag (wo meistens max. nur 4 SP gefahren werden) bei einem Ausfall der Teilnehmer die Möglichkeit hat, Samstag erneut an den Start zu gehen ( mit erfolgter Strafzeit ). Am Samstag, wo jedoch die meisten Prüfungen stattfinden, man diese Möglichtkeit nicht hat.“

Organisatorisch wäre es machbar

Organisatorisch wäre eine Weiterfahrt nach der Mittagspause möglich, versichert Kogler: „Ich habe mich bei den Veranstaltern umgehört - Georg Höfer (Jännerrallye, d. Red.), Michael Uschan (Rallye St. Veit, d. Red.), Gerhard Leeb (langjährigerVeranstalter, nun IG Rallye) und Helmut Schöpf (ARC-Koordinator) würden eine solche Möglichkeit sogar begrüßen.“

Eine Voraussetzung wäre: „Mindestens 30 Minuten vor der Mittagssammelkontrolle muss der Rennleitung der Restart gemeldet worden sein, um den Teilnehmer wieder einreihen zu können.“

Kogler fügt noch eine weitere, gerade in Zeiten wie diesen wohl auch gewichtige Begründung für einen solchen Schritt hinzu: „Bei dem hohen Startgeld sollten dem Kunden doch viele Möglichkeiten geschaffen werden, um seinen Sport ausüben zu können.“

AMF verweist auf die FIA

Bei der vergangenen Sitzung der AMF-Rallyekommission hat die AMF den Ball an die FIA weitergespielt: „Das Thema Restart wird mit den Rally Sporting Regulations seitens der FIA geregelt und kann somit nicht von der AMF Rallyekommission abgeändert werden.“

Es würde jedoch Hoffrnung bestehen, da die FIA sich im Herbst noch einmal dem Thema widmet: „Das Thema wurde bereits in der Vergangenheit in der FIA Rallykommission diskutiert, jedoch aufgrund von zahlreichen problematischen Faktoren auf die Herbstsitzung 2022 verschoben.“

Bleibt noch die Frage offen, warum man in Österreich nicht auch in dieser Sache einen eigenen Weg gehen kann? Schließlich hat die AMF auch bei der FIA-Klassenpyramide mit der Zulassung von M1 und Proto im Interesse der heimischen Aktiven gehandelt - und auch die Fans würden sich freuen: Schließlich ist es wenig erbaulich, einem Fahrer zujubeln zu wollen, um dann zu erfahren, dass dieser am Morgen wegen eines 1 Cent-Schadens ausgefallen ist und leider nicht mehr fahren darf...

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