RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Herbstrallye: Bericht Schindelegger

Perfektion bleibt unerreichbar

Nach nur zwei Sonderprüfungen bleibt dem amtierenden Historic Rallye Staatsmeister und Gesamtsieger der Austrian Rallye Challenge Historic der krönende Abschluss der Saison verwehrt. Ein technischer Defekt stoppte das Rallyeteam Schindelegger bei der Heimrallye Dobersberg nach großartigem Start.

Die letzte Rallye des Jahres 2022 und die Heim-Veranstaltung des Rallyeteams Schindelegger sollte eine bisher perfekte Saison doch noch menschlich werden lassen. Die Waldviertler Strecken präsentierten sich am Samstag gewohnt herausfordernd. Dichter Nebel und die damit verbundene Feuchtigkeit auf den Strecken forderten von den Fahrern vom ersten Meter an volle Konzentration. Wie groß die Begeisterung für Rallyes im Waldviertel ist, konnte jeder in den Fanzonen beobachten. Neben Ernst und Silvia Eschelmüller säumten unzählige Fans schon in aller Frühe die Strecken und feuerten die Teams begeistert an.

Das versammelte Publikum konnte auf den ersten beiden Prüfungen gleich eine fast schon gewohnt makellose Leistung des Rallyeteams Schindelegger beobachten. Selbst bei minimalem Grip konnte sich das Team gleich einen Vorsprung von 17 Sekunden sichern und war damit auf bestem Wege, die nächste Sensation zu liefern. Denn hinter Lukas und Helmut mussten sich neben Marken-Kollegen auch ein Audi Quattro und ein Porsche 911SC einreihen.

Als hätte der als unkaputtbar geltende Ford Escort ein Gespür entwickelt, wann er sich den Makel der Fehlbarkeit leisten darf, stoppte dann ein ebensolcher Makel das Rallyeteam Schindelegger nach der zweiten Sonderprüfung. Ein aufmerksamer Georg Gschwandtner machte das Team auf eine Wasserlacke unter dem Auto aufmerksam. Der Wasserkühler hatte durch eine gebrochene Lötstelle so viel Flüssigkeit verloren, dass eine ernste Gefahr eines Motorschadens bei einer Weiterfahrt bestand.

Somit blieben den Servicemechanikern Markus und Andreas Riener nur 30 Minuten für einen Reparaturversuch mit einfachsten Mitteln. Denn ein Ersatzkühler befand sich leider nicht in der großen Teile-Sammlung, die das Team bei jeder Rallye begleitet. Nach frenetischem Schrauben fehlten nur wenige Minuten Aushärtezeit des Dichtungsklebers für die Chance, die Rallye fortzusetzen und so musste das Team in Führung liegend aufgeben.

Somit beendet das Rallyeteam Schindelegger eine großartige, aber doch nicht perfekte Saison mit vielen Höhepunkten, wenigen Rückschlägen und unendlicher Dankbarkeit gegenüber ihren Sponsoren, sowie allen Fans an den Strecken. Mit nochmals erweitertem Ersatzteil-Paket und tatkräftiger Unterstützung des Servicemechanikers Mike Schwingenschlögel wird das Team in der Saison 2023 wieder antreten, um den errungenen Staatsmeistertitel zu verteidigen und auch zusätzlich am Mitropa Cup teilzunehmen.

Damit startet die Saison für das Team bereits in zwei Monaten, bei der legendären Jännerrallye in Freistadt. Hier wird auf Eis und Schnee um die ersten Punkte der Staatsmeisterschaft gekämpft. Bis dahin bemüht sich das Rallyeteam auch weiterhin um technische Perfektion und startet damit wieder optimistisch in die neue Rallyesaison.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARL 2026: Vorschau Gschwandner

Elchjubiläum in Admont – 20 Jahre Dankbarkeit

2006 war das Premierenjahr für die legendären Rallyevolvos in Österreich - bei der ARBÖ Rallye rund um Admont waren Georg Gschwandner und Freunde willkommen...

TEC7 ORM Rallye BackStage: Hermann Neubauer

Hermann Neubauer zu Gast im TEC7 ORM Podcast

Nachdem er das spannendste Grande Finale der TEC7 ORM gewinnen und seinen dritten Titel erringen konnte, blickt Hermann Neubauer im TEC7 ORM Rallye BackStage Podcast noch einmal zurück auf seine außergewöhnliche Karriere.

Die Rallye Saudi-Arabien fliegt aus dem WRC-Kalender 2026 - Weil es keinen Ersatz gibt, hat Elfyn Evans vor dem neuen Finale in Italien bereits eine Hand am WM-Pokal

Voller Erfolg bei der Premiere der neuen Grasl Rallye Horn, der dritten von vier reinen ARC-Rallyes 2026. Den ARC-Sieg feiert wie in Krumbach Rene Kiehtreiber - dahinter landen Bernhard Hengl bei dessen tollem Allrad-Debüt und Gerolf Schuller.

WRC, Chile: Nach Tag 2 (SP6)

Enges Klassement nach der Freitagsetappe

Schwierige Bedingungen auf Etappe 1 der Rallye Chile nach nächtlichem Regen: Oliver Solberg führt - Top 6 innerhalb von 28 Sekunden - Crash von Takamoto Katsuta

Dritter WRC-Sieg für Oliver Solberg - Sebastien Ogier erbt P2 - Elfyn Evans verliert Podestplatz durch späten Radwechsel - Herstellertitel für Toyota