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ORM Lavanttal Rallye: Nachbericht  Keferböck
Foto: pressfoto.at/Markus Tobisch

Abgerissene Radbolzen sorgen für seltenen Ausfall schon auf SP2

Johannes Keferböck genoss gerade das gute Gefühl im ŠKODA FABIA Rally2 evo Edition 120, als sich ein immer stärker werdendes Rattern einstellte - leider war es das, was Experten diesem Geräusch zuordnen: Die Radbolzen sind gerissen, das Rad flog weg, glücklicherweise in keiner Highspeedpassage. Das K4 RALLY TEAM entschloss sich schweren Herzens abzustellen, um die Kroatien-Rallye in zwei Wochen sicherzustellen.

Das Rallye-Wochenende im Lavanttal hat für das K4 RALLY TEAM gut begonnen: Der bildhübsche ŠKODA FABIA Rally2 evo Edition 120 des tschechischen Keane Motorsport Teams war startklar für den Rollout am Donnerstag. Johannes Keferböck und Ilka Minor waren top motiviert - der kurze Test, einen Tag vor der Lavanttal-Rallye, bot Johannes eine gute Gelegenheit, sich wieder an sein „rasendes Office“ zu gewöhnen: „Ich bin ja seit der Monte Carlo Rallye nicht mehr im Rallyeauto gesessen, das waren dann doch drei Monate - da war der Rollout eine willkommene Möglichkeit, mich wieder warmzufahren - ich hatte ein gutes Gefühl im Auto, Ilka und ich haben uns schon sehr auf den Rallyestart gefreut.“

Auch die ersten beiden Sonderprüfungen wollte sich Johannes Keferböck noch Zeit geben, um wieder vollends auf Renntempo zu gelangen: „Ich wollte den ersten Durchgang dafür nützen, um wieder komplett ins Rennfeeling zu kommen und danach wollten wir dann Tempo machen.“ Keferböck/Minor markierten auf der ersten Sonderprüfung die sechstschnellste Zeit der die Top 10-Platzierungen komplett „beschlagnahmenden“ rally2-Teams.

Und plötzlich Rattatata...

Auf SP2, dem Rundkurs Vorderlimberg, erlebte Johannes zunächst Erfreuliches: „Ich habe früher als erwartet bereits wieder ein gutes Renngefühl und Vertrauen aufbauen können, denn das Auto war gut abgestimmt. Gleich die erste Runde war gefühlt sehr gut, doch in der zweiten Runde kam in Linkskurven ein Geräusch hinzu - es hörte sich an wie ein Schrubben, ein Rattern - wie wenn man den Reifen ‚überfährt‘, ihn verbrennt, da hast du auch so ein Geräusch. Weil mir das nicht ganz geheuer war, habe ich mich schon auf die Rundkurs-Ausfahrt gefreut, die wir zügig genommen haben - jetzt wurde das Geräusch in den Linkskurven stärker, ich habe noch zu Ilka gesagt: ‚Fühlt sich an wie ein Plattfuß‘. Da haben wir seit der Ausfahrt rund einen Kilometer zurückgelegt - wir haben dann eine Stelle gesucht, wo wir stehenbleiben können, ohne andere Teams zu behindern. Wir wollten das Rad wechseln, doch Ilka meinte: ‚Da ist gar kein Rad mehr, keine Felge, aber die Bolzen stecken noch im Radträger‘. Wir sind dann noch 30 bis 40 Meter auf der Bremsscheibe an eine Stelle gefahren, wo wir das Auto endgültig abstellen konnten. Aus irgendeinem Grund sind die Radbolzen gerissen - wir hatten Glück, dass wir dabei nirgends angeschlagen sind. Wenn dir das an einer Highspeedstelle passiert, ist das gar nicht lustig.“

Fokus liegt bei WM-Rallye in Kroatien

Offen war nun die Frage, ob man den zweiten Tag der Lavanttal-Rallye als Testfahrt nützt. Johannes Keferböck erklärt: „Wir haben das ausführlich im Team besprochen - doch der ŠKODA FABIA Rally2 evo Edition 120 muss in zwei Wochen beim Weltmeisterschaftslauf in Kroatien sein. Zugleich gab es für den Samstag schlechte Wetterprognosen. Wir haben uns daher schweren Herzens für die sichere Variante entschieden, um den Kroatien-Einsatz keinesfalls zu gefährden. Schließlich sind Ersatzteillieferungen zurzeit generell ein schwieriges wirtschaftliches Thema. Jetzt liegt unser Fokus bei der Kroatien-Rallye, auf die ich mich schon sehr freue.“

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