RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Breen und M-Sport Ford trennen sich Die Bilanz von Craig Breen: Nur zwei Podestplätze, aber viele Unfälle
Motorsport Images

"Konstanz hat gefehlt": Craig Breen und M-Sport Ford trennen sich

Nach einer Saison mit zwei Podestplätzen und vielen Unfällen gehen Craig Been und M-Sport getrennte Wege - Man hat die gesteckten Ziele nicht erreicht

Craig Breen und M-Sport gehen nach einer gemeinsamen WRC-Saison getrennte Wege. Das britische Team hat bekannt gegeben, dass man sich einvernehmlich trennt. Ursprünglich hatte Breen einen Zweijahresvertrag, der nun aufgelöst worden ist. Er war in diesem Jahr der Nummer-1-Fahrer.

Für den Iren war 2022 eine schwierige Saison mit Höhen und Tiefen. Beim Saisonauftakt in Monte Carlo feierte er als Dritter auf dem Podest. Aber er stand im Schatten seines Teilzeitteamkollegen Sebastien Loeb, der die Rallye gewonnen hat.

Im Laufe des Jahres gelang Breen nur noch ein weiterer Podestplatz. Das war im Sommer Rang zwei auf Sardinien. Beim Saisonfinale in Japan gewann er die Powerstage. Aber insgesamt war Breen nicht konstant genug.

In den letzten sieben Rallyes gab es fünf Unfälle. Als WM-Siebter war Breen in der Endabrechnung der beste M-Sport-Fahrer, aber auch der einzige, der alle Rallyes bestritten hat. Dennoch konnte nur Loeb mit dem neuen Ford Puma Rally1 in Monte Carlo einen Sieg erobern.

Kehrt Breen zu Hyundai zurück?

Die Zukunft des 32-Jährigen ist unklar. Gerüchte bringen ihn mit einer Rückkehr zu Hyundai in Verbindung. Zwischen 2019 und 2021 ist er bei den Südkoreanern ein Teilzeitprogramm im dritten Auto gefahren. Hyundai soll demnächst die Fahrer für 2023 bekannt geben.

"Ich möchte mich bei M-Sport und dem gesamten Team bedanken", sagt Breen zu seinem Abschied. "Es war eine wichtige Saison für mich, denn ich bin zum ersten Mal die komplette Saison gefahren."

"Trotz der kurzen Zeit zusammen hatten wir viel Spaß. Bei M-Sport herrscht ein richtiges Familiengefühl. Es ist schade, das hinter mir zu lassen. Es war eine tolle Erfahrung, Teil dieses Teams zu sein, aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, weiterzuziehen."

Millener und Wilson: Konstanz war nicht vorhanden

"Unglücklicherweise", spricht Teamchef Richard Millener die zahlreichen Unfälle an, "haben die Dinge manchmal nicht geklickt. Das ist die Realität der Situation. Craig ist ein sehr talentierter Fahrer und ich habe keine Zweifel, dass er in seiner Karriere mehr erzielen wird."

"Aber als Team haben wir das Gefühl, dass wir für 2023 eine neue Herangehensweise brauchen." Breen und M-Sport kennen sich schon lange. 2011 gewann er die WRC Akademie und 2012 die S-WRC-Wertung. 2014 debütierte er mit M-Sport in der Topklasse WRC.

"Ich bedanke mich bei Craig für dieses Jahr", sagt M-Sport-Chef Malcolm Wilson. "Er hat solide Ergebnisse geholt, inklusive zwei Podestplätzen. Auf den unterschiedlichen Untergründen hat er die Performance für Bestzeiten gezeigt. Aber leider war die Konstanz nicht vorhanden."

Mit welchen Fahrern M-Sport in die kommende Saison starten wird, ist völlig offen. Ott Tänak ist nach seinem Abschied von Hyundai noch ohne Auto. Auch Teilzeiteinsätze von Loeb könnten wieder möglich sein. Auch Gus Greensmith, Adrien Fourmaux und Pierre-Louis Loubet sind Kandidaten.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Arbeitsreicher Endspurt im Jännerrallye-Stress

Jännerrallye 2023: Alles auf Schiene

Die Vorbereitungen für die Jännerrallye 2023 gehen in die finale Phase; und soweit ist alles auf Schiene. Der Veranstalter blickt bereits jetzt, eine Weile vor dem offiziellen Nennschluss am 12. Dezember 2022, zufrieden auf eine prominent besetzte Nennliste und hat noch so manche Überraschung im Ärmel.

Neun Läufe in sechs Ländern

Mitropa Rally Cup: Kalender 2023 steht

Nach der Sitzung des Mitropa Rally Cup Komitees im Rahmen der Jahressiegerehrung im slowenischen Velenje steht nun der vorläufige Terminkalender fu?r 2023 fest. Es sind neun Läufe in Österreich, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Italien und der Schweiz geplant.

Cavle Rallye 2022: Nachbericht Team Kramer

Showdown bei Saisonfinale

Der letzte Lauf der kroatischen Rallye-Staatsmeisterschaft fand vor zwei Wochen rund um Grobnik bei Rijeka statt. Mit dabei auch das Kärntner Rallye Team Kramer mit Alfi am Steuer und der dänischen Co-Pilotin Jeannette Kvick am Beifahrersitz, die sich am Ende über den zweiten Platz im Gesamtklassement und den Gewinn der kroatischen Meisterschaft freuen durften.

Naher Osten, Spanien, USA und ihre WRC-Zukunft

WRC: Mehr Bewerber als Kalenderplätze

Eine Wüsten-Rallye im Nahen Osten wird frühestens 2024 Teil des WRC-Kalenders sein: Spanien will seinen Platz zurück - 2023 Test-Event in den USA.

3. Rang und neue Pläne abseits des Volants

Rückblick und Vorschau: Knobloch/Rausch

Günther Knobloch blickt auf eine nicht immer reibungslose, unterm Strich aber erfolgreiche Saison 2022 zurück ... und hat für 2023 Großes vor. Auch wenn just das bedeutet, dass er bei der Jänner Rallye nicht an den Start gehen wird.