RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
M-Sport-Boss verdonnert seine Crash-Piloten zu Auto-Reparatur Adrien Fourmaux musste sein Auto selber reaparieren
Tom Howard

M-Sport-Boss verdonnert seine Crash-Piloten zu Auto-Reparatur

Nach ihren Unfällen bei der Safari-Rallye mussten Gus Greensmith und Adrien Fourmaux auf Geheiß ihres M-Sport-Bosses bei der Reparatur ihrer Autos mithelfen

WRC-Piloten in der Rolle des Mechanikers: Dieses Bild sah man am Samstagnachmittag bei M-Sport im Servicepark der Safari-Rallye in Kenia, sechster Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022. Nachdem Gus Greensmith und Adrian Fourmaux in Folge von Unfällen ausgeschieden waren, verdonnerte M-Sport-Boss Malcom Wilson seine Piloten, bei der Reparatur ihrer demolierten Autos mit anzupacken.

"Es war eine gute Gelegenheit für sie, sich daran zu gewöhnen, wie sie Dinge ändern können, falls es wieder passiert. Es ist auch wichtig für sie zu verstehen, was die Mechaniker durchmachen", bestätigt Teamchef Richard Millener, dass die Aktion auch als erzieherische Maßnahme gedacht war.

"Beide haben bisher in der Werkstatt viel an den Autos gearbeitet, aber es war eine gute Gelegenheit, an einem Auto zu arbeiten, das schon die meiste Zeit einer Rallye hinter sich hat", so der Teamchef weiter.

Greensmith hatte sich am Samstagvormittag mit seinem Ford Puma überschlagen, fuhr anschließend eine Wertungsprüfung ohne Windschutzscheibe und musste das Fahrzeug dann mit einem Kühlerdefekt abstellen. Forumaux hatte einen Stein getroffen, was zu einem Reifenschaden und in der Folge zu einem Aufhängungsdefekt führte.

Damit setzte sich für den Franzosen, der im vergangen Jahr noch überzeugte, eine schwierige Saison voller Zwischenfälle fort. Und Wilson sah es offenbar für notwendig an, seinem jungen Piloten eine Lektion zu erteilen.

"Ich sprach mit Malcolm und er sagte: 'Weißt du, was ich machen will?' Ich sagte: 'Ich weiß es nicht', und er sagte: 'Ich möchte, dass du morgen fährst, also wirst du morgen fahren, aber du wirst das Auto reparieren", berichtet Fourmaux. "Er sagte: 'Es werden du und Alex [Coria, Beifahrer] und ein anderer Mechaniker sein und dann wirst du es selbst machen.'"

Mit diesem Rumpfteam gelang dem Franzosen ebenso wie Greensmith die Reparatur des Autos. "Es macht deutlich, wie viel sie [Mechaniker] leisten", sagt der Brite, der die "Strafarbeit" klaglos annahm: "Wenn man sein Auto selber kaputt macht, muss man es auch selbst reparieren."

M-Sport erlebt in Kenia eine Rallye zu vergessen. Neben den Unfällen von Greensmith und Fourmaux wurden Sebastien Loeb und Craig Breen von technischen Problemen heimgesucht. Breen ist drei Wertungsprüfungen vor dem Ende als Sechster bestplatzierter Ford-Pilot, kann angesichts eines Rückstand von mehr als 20 Minuten auf die Spitze aus eigener Kraft nicht weiter verbessern.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Austrian Rallye Legends: Bericht

Herbstliches Kaiserwetter bei den ARL

Novum bei der zwölften Ausgabe der Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ: Zum ersten Mal musste der Zeremonienstart unter schwerem Regen abgehalten werden - der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch.

ORM- & ORM2-Champions dabei

Comeback der 3 Städte Rallye

Beim Comeback der 3 Städte Rallye (8. bis 10. Oktober) sind Österreichs zurzeit erfolgreichen Fahrer und Teams am Start, darunter die beiden Staatsmeister Neubauer und Zellhofer.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Mayer

Neues Geschäftsmodell im Hause Mayer

Die Familie Mayer aus Gießhübl hat ihr Portfolio erweitert: Neben dem Autohaus in Gießhübl und der Landwirtschaft in Kaltenleutgeben wurde nun die Mayer Motorsport S.R.O. ins Leben gerufen.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Easy Drivers

Easy Drivers bei zwei Bewerben am Podest

Dritter Klassenplatz bei der Grasl Rallye und Rang zwei im 4-Stunden-Offroad-Cup: Das Team blickt auf ein erfolgreiches Motorsportwochenende zurück

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

WRC, Sardinien: Bericht Raith

„Was hier abging, war einfach nur mega!“

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier holten bei ihrer Premiere bei der WM-Rallye in Sardinien als 16. gesamt und 8. im WRC2-Klassement ein Top-Resultat