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Thierry Neuville gibt vor der "Monte" zu: "Hyundai nicht zu 100 Prozent bereit" Thierry Neuville gibt sich vor dem Saisonauftakt abwartend
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Thierry Neuville gibt vor der "Monte" zu: "Hyundai nicht zu 100 Prozent bereit"

Hyundai hat im Vergleich zu Toyota und M-Sport weniger mit dem neuen Auto getestet - Thierry Neuville macht sich Sorgen, ob man um Bestzeiten kämpfen kann

An diesem Wochenende fällt bei der Rallye Monte Carlo der Startschuss für eine neue Ära in der Rallye-Weltmeisterschaft. Erstmals werden die Topboliden von einem Hybridmotor angetrieben werden, wobei die elektrische Leistung derzeit noch sehr begrenzt genutzt wird.

Im Vergleich zu Toyota und M-Sport Ford hat Hyundai deutlich weniger Testkilometer mit dem neuen i20 N Rally1 zurückgelegt. Im vergangenen Jahr kam erst spät vom Konzernvorstand in Südkorea grünes Licht für die Entwicklung des neuen Hybridautos.

Außerdem hat Teamchef Andrea Adamo die Motorsportabteilung in Alzenau (Deutschland) Anfang Dezember verlassen. Ein offizieller Nachfolger wurde bisher nicht vorgestellt. Mit den Testfahrten für die Rallye Monte Carlo ging es im Dezember in Südfrankreich los.

Thierry Neuville hatte einen schweren Unfall, den er und Beifahrer Martijn Wydaeghe glimpflich überstanden. Für die Hyundai-Mechaniker bedeutete das Mehrarbeit. Der letzte Vorbereitungstest wurde Anfang Januar in den französischen Alpen absolviert.

"Ich bin wieder ins Auto gestiegen und habe mich sofort wieder gut gefühlt", sagt Neuville unseren britischen Kollegen von 'Autosport'. "Vom Unfall her gab es keinerlei Bedenken. Aber wir müssen weiter am Auto arbeiten, damit es so ist, wie sich der Fahrer das wünscht."

"Die Entwicklungszeit für das neue Auto war etwas kurz, aber ich denke das gilt für alle Marken. Wir starten die Rallye mit weniger Testkilometern als wir uns gewünscht hätten. Wir müssen das Beste daraus machen. Die ersten Rallyes werden gleichzeitig auch Tests sein."

"Unser Hauptziel lautet, dass wir die 'Monte' beenden und Erfahrung mit dem Auto sammeln", sagt Neuville. Hyundai greift mit drei Autos an. Ott Tänak und Oliver Solberg fahren die anderen beiden Boliden. Hyundai hat einmal in Monte Carlo gewonnen. Das gelang Neuville 2020.

Zuverlässigkeit und Zielankunft im Vordergrund

Wie konkurrenzfähig und zuverlässig das neue Auto im Vergleich zur Konkurrenz ist, stellt den fünfmaligen Vizeweltmeister vor Fragezeichen. "Ich kann nicht sagen, dass wir zu 100 Prozent vorbereitet sind", wird Neuville von 'Dirtfish' zitiert.

"Aber beim letzten Test fühlte ich mich angemessen komfortabel und konnte einen guten Rhythmus fahren. Ich glaube aber nicht, dass wir bereit sind, um von Beginn an zu attackieren. Das Ziel lautet, die Abstimmung zu verbessern und mehr Gefühl für das Auto zu finden."

Der Einsatz des Energieboosts aus der Batterie sowie die Energierückgewinnung haben einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten eines Rallye-Autos. Es können ganz andere Fahrsituationen entstehen als im Vergleich dazu auf einer bestens asphaltierten Rundstrecke.

"Wir sind für den Saisonstart bereit, aber wir wissen nicht, ob wir schon bereit sind und um Bestzeiten kämpfen können", meint Neuville. Das Wetter und die Reifenwahl spielen in den Bergen rund um Gap auch eine wesentliche Rolle.

"Die Zuverlässigkeit", betont Julien Moncet, der Teamchef Stellvertreter bei Hyundai, "wird bei den neuen Autos eine Schlüsselrolle spielen. Für Hyundai lautet das Langzeitziel, auch in diesem Jahr um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Um das zu schaffen, wäre ein starkes Ergebnis beim Saisonauftakt ein Vorteil."

Motorsport-Total.com

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