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Dirnberger gewinnt ARC, Strafminute als ÖRM-Vorentscheidung?

Ein Startproblem von Simon Wagner hat Folgen, die Hermann Neubauer nach SP8 zum Topfavoriten auf den Sieg bei der Hirter Rallye St. Veit stempeln, während noch drei Sonderprüfungen auf dem Programm stehen. In der ARC ist die Entscheidung indes gefallen: Lukas Dirnberger gewinnt die Gesamtwertung.

Acht Sonderprüfungen sind bei der Hirter Rallye St. Veit absolviert, und möglicherweise ist bereits eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg gefallen. Staatsmeister Simon Wagner, dreifacher Saisonsieger und auch diesmal in ein Sekundenduell mit Herausforderer Hermann Neubauer verwickelt, bekam wegen eines Startproblems auf SP 6 eine Strafminute aufgebrummt. Der Oberösterreicher und sein Kärntner Beifahrer Gerald Winter brachten ihren Skoda Fabia Rally2 um eine Minute zu spät zum Start, was laut Regulativ diese Strafe nach sich zieht.

Was also heißt: Drei Prüfungen vor Schluss beträgt Hermann Neubauers Vorsprung knapp unter einer Minute. An einen Sieg denkt der Salzburger, der heuer schon des Öfteren mit Pech zu kämpfen hatte, trotzdem (noch) nicht. „Es schaut zwar gut aus. Aber nach den letzten Erfahrungen bin ich vorsichtig.“

Weiterhin, und zwar unangefochten, dritte Kraft im Lande ist Skoda-Pilot Günther Knobloch mit dem Kärntner Co Jürgen Rausch. Sie halten den Oberösterreicher Martin Rossgatterer und den Steirer Kevin Raith (beide ebenfalls Skoda) klar auf Distanz, was Raith aber die Laune nicht verdirbt: „Die Prüfungen hier sind super anspruchsvoll. Wenn ich am Ende den fünften Platz behalte, dann passt das für mich.“

Weniger zufrieden ist da schon Kris Rosenberger (VW Polo R5). Der Staatsmeister und St.-Veit-Sieger von 1997 findet sich nur auf Platz neun wieder: „Bei uns läuft es leider nicht nach Wunsch. Ich komm‘ einfach nicht ins Fahren. Aber wir versuchen jetzt noch einige Dinge mit dem Setup und versuchen, den Rest der Rallye trotzdem noch zu genießen.“

In der 2WD-Staatsmeisterschaft führt weiterhin Favorit Julian Wagner im Opel Corsa Rally4, wird aber heftig gefordert vom schnellen Steirer Fabian Zeiringer im selben Fabrikat. Julian Wagner: „Fabian fährt hier einen tollen Strich, und ich darf nicht nachlassen. Die Rallye ist superschön und sehr herausfordernd. Ich bin im Juli bei einer Rallye in Luxemburg dabei, da möchte ich gerne mit einem Sieg hinkommen.“

Fabian Zeiringer: „Ich bin sehr, sehr zufrieden, fühle mich total wohl im Auto und habe das Gefühl, dass ich wie schon zuletzt wieder näher an Julian herangekommen bin.“

Ausgezogen, um Julian Wagners Erfolgsserie von heuer Siegen zu durchbrechen, ist der Kärntner Alfred Kramer jun. Nun liegt er mit seinem Peugeot 208 Rally4 auf Platz drei und ist trotzdem nicht unzufrieden: „Die Jungs vor mir fahren schon ein heftiges Tempo. Ich habe leider einmal Pech gehabt, weil ich hinten zu wenig und vorne zu viel Luft in den Reifen hatte. Dadurch war das Auto instabil und ich eigentlich chancenlos. Zudem bin ich auch die vielen Schotterabschnitte nicht gewohnt, die gibt es in der kroatischen Meisterschaft, wo ich unterwegs bin, praktisch nicht. Aber ich habe hier sehr viel gelernt, und das ist für meine weitere Entwicklung sicher kein Fehler.“

ARC nach acht Sonderprüfungen beendet

Zu Ende ist bereits die Austrian Rallye Challenge (ARC), die im Rahmen der Hirter Rallye St. Veit ihren vierten Meisterschaftslauf absolvierte. Nach acht Prüfungen war hier Schluss und stand der Oberösterreicher Lukas Dirnberger im Ford Fiesta ST als Gesamtsieger fest. Den Sieg in der Austrian Rallye Trophy (ART) ging mit Martin Rossgatterer (Skoda Fabia) ebenfalls nach Oberösterreich.

Hirter Rallye St. Veit 2022, Zwischenstand nach 8 von 11 Sonderprüfungen

Platz

Team

Nation

Fahrzeug

Zeit

1.

Hermann Neubauer / Ursula Mayrhofer

A/A

Ford Fiesta Rally2

53:58,3 Min

2.

Simon Wagner / Gerald Winter

A/A

Skoda Fabia Rally2

+57,7 Sek

3.

Günther Knobloch / Jürgen Rausch

A/A

Skoda Fabia Rally2

+1:51,7 Min

4.

Martin Rossgatterer / Anna-Maria Seidl

A/D

Skoda Fabia Rally2

+3:15,2 Min

5.

Kevin Raith / Christoph Wögerer

A/A

Ford Fiesta Rally2

+3:46,1 Min

6.

Julian Wagner / Hanna Ostlender

A/D

Opel Corsa Rally4

+4:32,9 Min

7.

Fabian Zeiringer / Angelika Letz

A/A

Opel Corsa Rally4

+4::35,6 Min

8.

Alfred Kramer / Jeanette Kvick

A/DK

Peugeot 208 Rally4

+5:00,4 Min

9.

Kris Rosenberger / Sigi Schwarz

A/A

VW Polo GTI R5

+5:00,5 Min

10.

Andreas Schart / Rolf Offner

A/A

Mitsubishi Evo IX Proto

+7:56,8 Min

So geht es weiter:

17.50 Uhr

Sonderprüfung 9, Rastenfeld – Straßburg 3

11,52 Km

18.50 Uhr

Sonderprüfung 10, Schaumboden – Gradenegg 2

20,22 Km

20.00 Uhr

Sonderprüfung 11, Rennbahn St. Veit (3 Runden)

3,52 Km

20.20 Uhr

Ende der Rallye, Freie Einfahrt Parc Ferme

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