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Rallye-Wochenende
Foto: FIA ERC

Polen, CZ & Belgien: Umtriebige Österreicher

Julian Wagner siegt im Stelantis Cup, Chris Brugger gibt in Polen erfolgreiches Comeback nach sechs Jahren, Stockinger bei der Krumlov bester Österreicher.

Noir Trawniczek

„Was für ein grandioses Wochenende!“, jubelt Julian Wagner - er konnte mit Hanna Ostender in einem Stengg Motorsport Opel Corsa rally4 bei der belgischen Sezoensrally mit einem zehnten Gesamtrang den 2WD-Sieg und den Sieg im Stelantis Motorsport Rally Cup Belux erringen.

Erfreulich verlief auch das Comeback von Chris Brugger - das einstige Jungtalent, zuletzt 2017 (!) als Rallyepilot tätig, konnte bei der ERC Rallye Polen mit Tamara Lutz in einem Waldherr Motor Sport Opel Corsa rally4 Platz acht in der ERC4 belegen. Brugger erklärte gegenüber motorline.cc: „Dieses Resultat ist auch für mich unerwartet. Ich hatte einfach Lust, wieder einmal mitzufahren - im Vorfeld dachte ich noch angesichts der langen Pause: ‚Auweh, das wird eine saftige Watsche!‘ Doch die Bedingungen waren auch grenzwertig - am Nachmittag wusste man, dass die Strecken härter werden. Ich habe versucht, die großen Steine zu umfahren - da hatte ich zum Teil schon große Rückstände, doch es hat sich ausgezahlt, das Team war auch Weltklasse, das Auto haltbar.“ Kehrt Chris nun fix zurück auf die Rallyepisten? „Ich bin schon am Zaubern, um das Budget für zwei bis drei Rallyes aufzustellen - aber jetzt werden wir einmal diesen Abend genießen und feiern - und dann schauen wir...“

Weniger gut lief es bei den weiteren Österreichern. Fabian Zeiringer beschädigte sich nach nur vier Prüfungen den Kühler seines ebenfalls von Waldherr Motor Sport eingesetzten Opel Corsa rally4. Gegenüber motorline.cc erklärt er: „Da war eine Senke und ich war da wohl etwas zu schnell unterwegs. Es gab einen Schlag vorne - da wurde der Unterfahrschutz und somit auch das Kühlpaket beschädigt. An dieser Stelle sind einige Autos ausgefallen - die Strecke hat sich auf der zweiten Durchfahrt massiv verschlechtert. Auch wenn wir nur wenige Prüfungen fahren konnten, habe ich dennoch viel gelernt und mit den davor gefahrenen Zeiten bin ich durchaus zufrieden, schließlich war das erst meine dritte Schotter-Rallye und die erste im Corsa. Und: Obwohl wir ein sicheres Tempo fuhren, betrug unser Rückstand stets weniger als eine Sekunde. Wir fahren jetzt die Rallye W4 und danach die nächste ERC-Rallye in Lettland.“

Auf SP 10 flog dann auch Alfred Kramer junior (Copilotin Jeanette Kvick, Peugeot 208 rally4) von der Strecke. Als „Anfängerfehler“ bezeichnet Ilka Minor den Ausritt ihres rumänischen Piloten Bogdan Cuzma (Skoda Fabia RS rally2) bei dessen dritter internationaler Rallye: „Wir sind über einer Kuppe zu weit links gewesen, haben dann einen Strohballen erwischt und mussten das Auto abstellen. Davor hatten wir ein gutes Gefühl, auf SP2 hat uns ein kleiner Schnitzer ein paar Sekunden gekostet. Natürlich ist es schade, da man gerade in dieser Phase viele Kilometer benötigt - aber in drei Wochen fahren wir ja schon wieder die nächste Rallye.“

Eine längere Pause musste Markus Stockinger seit der Jännerrallye einlegen, wo er seinen Mazda 2 Proto im Shakedown zerstörte. Mit dem neu aufgebauten Proto konnte er bei der Rally Krumlov als bester Österreicher Platz 16 belegen, auf Rang 18 landete Markus Steinbock im Hyundai i20 R5 vor Bernhard Stitz auf Platz 21 (Sieg im Regional Rallye Cup) sowie Raphael Dirnberger (Platz 23), Lukas Dirnberger (P28) und Rudolf Leitner (P33). Nicht ins Ziel kamen Michael Franz und Harald Huber. Bei der Historischen Rally Krumlov mussten Lukas und Helmut Schindelegger nach SP8 wegen eines Technikproblems abstellen.

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