RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Safari Classic: Bericht Rosenberger
Foto: Actiongraphers

Rosenberger auf dem Safari Classic-Podium

Kris Rosenberger & Nicola Januschke-Bleicher bei „Schlammschlacht“ am Podium - nach Sieg 2019 und Platz sechs 2022 erneut ein Top-Resultat bei der Safari Classic - 29 Minuten fehlten am Ende auf den Sieg, 29 Minuten gingen im Schlamm „verloren“...

Bereits im Vorfeld waren sich Organisatoren und Teams einig: es würde die wohl schwierigste „Safari Classic“ werden, die jemals stattfand. Starke Regenfälle hatten kurz vor dem Beginn der Rallye zahlreiche Straßen überflutet, teilweise sogar weggeschwemmt, ganze Passagen verwandelten sich in tiefe, morastige Schlammlöcher. Kris Rosenberger und Co-Pilotin Nicola Januschke-Bleicher waren dennoch optimistisch, immerhin mag das Duo die „Safari“ mit all ihren unkalkulierbaren Herausforderungen sehr, wie vor allem der Gesamtsieg im Jahr 2019 beweist.
Dass die Vorentscheidung in Sachen Sieg aber schon auf der allerersten, 120,87 Kilometer langen Sonderprüfung „Sokoke“ fallen würde, damit hatte die deutsch- österreichische Paarung nicht wirklich gerechnet. Gleich das allererste Schlammloch wurde Kris und Nicola zum Verhängnis; Gute 30 Minuten dauerte es, bis der Porsche 911 SC Proto wieder fahrbereit war.

„Wir gingen als eines der ersten Autos auf die Strecke, dementsprechend gab es nicht allzu viele Spuren, an denen wir uns orientieren hätten können. Und die Schlammlöcher sind wirklich tückisch, da machen zwanzig, dreißig Zentimeter links oder rechts den entscheidenden Unterschied zwischen durchkommen oder steckenbleiben aus. Wir hatten einfach Pech. Aber dadurch ging halt eine halbe Stunde verloren, und das gleich zu Beginn der Rallye, das tat schon weh“, so Kris Rosenberger. Natürlich kamen im Laufe der Rallye noch weitere Probleme hinzu: „Anfangs machten unsere Reifen auf den Highspeed- Passagen schlapp, wir hatten nicht weniger als vier Reifenschäden – Niki ist jetzt Reifenwechsel-Profi“, schmunzelt Kris. Am vorletzten Tag der Rallye gab’s dann noch eine besondere „Schrecksekunde“ zu überstehen: „Auf einer SP waren wir als erstes Auto unterwegs, als nach wenigen Kilometern plötzlich ein Hindernis mitten auf der Strecke stand... Gott sei Dank konnte ich es knapp umfahren, wenngleich die linke Seite des Porsche danach nicht mehr besonders gut beisammen war.“

Die Mannschaft vom englischen Einsatzteam Tuthill „zauberte“ allerdings im anschließenden Service aus unzähligen Ersatzteilen einen funktionsfähigen Porsche, mit dem Kris und Nicola im Verlauf der Rallye nicht nur zwei SP-Bestzeiten erzielen, sondern am Ende auch den dritten Gesamtrang erobern konnten. „Nach SP1 waren wir auf Platz 34, im Ziel dürfen wir über Gesamtrang drei jubeln, das ist in Anbetracht der Umstände wirklich toll, wir freuen uns sehr. Außerdem war die ‚Safari‘ einmal mehr ein einzigartiges Abenteuer und ein sensationelles Erlebnis – wir kommen ganz bestimmt wieder, vielleicht gibt‘s ja im nächsten Jahr wieder einen Sieg.“

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Zeremonienstart

Heute Abend geht es in Judenburg los!

Mit dem Zeremonienstart wird die ET König Rallye powered by Peter Hopf Erdbau offiziell eröffnet / Morgen und am Samstag regieren die Gasfüße / Das Wetter wird besser und wärmer, aber noch nicht ganz stabil

AARC, ET König Rallye: Vorschau

Alpe Adria Rally Club zu Gast in Judenburg

Nach den ersten zwei Rallyes in Kroatien und Slowenien, steht nun als dritter Lauf die „ET-KÖNIG Judenburg Rallye“ am Programm und 13 Teams des Alpe Adria Rally Clubs werden am 12/13. Juni in der Steiermark erwartet.

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

CZ, Rally Cesky Krumlov: Bericht

Wagner: „Potential nicht ausgeschöpft“

Auch beim zweiten Lauf zur CZ Meisterschaft lief es für Simon Wagner nicht wunschgemäß, er belegte Platz vier. Lukas Dirnberger zweitbester Österreicher.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Baumschlager

Baumschlager plant Start in Judenburg!

Comeback im Renntempo: Vor genau vier Wochen musste sich Raimund Baumschlager einer Schulteroperation unterziehen. Jetzt plant der Rekordstaatsmeister bereits sein Comeback im Rallye-Cockpit!

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.