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ERC: Rally Liepaja
Flat Out Media/Sven Kollus

Österreicher zahlen „Lehrgeld“

Erfahrungen sammeln und auch „Lehrgeld“ zahlen - wie es den heimischen Piloten bei der ERC Rally Liepaja ergangen ist...

Noir Trawniczek

Bei der Europameisterschaftsrallye in Lettland waren wieder einige österreichische Teams am Start. Die selektive Schotterrallye wurde für Fabian Zeiringer (Copilotin Angelika Letz) jedoch gleich auf der ersten Prüfung zu einem persönlichen Waterloo - ein heftiger Überschlag beendete für Zeiringer die zweite ERC-Rallye dieser Saison, zerknirscht erklärte er: „Tut mir leid, das war ein klarer Fehler von mir, mein erster Unfall in bisher 25 Rallyes. Das Gefühl eines Überschlags war für Angelika und mich völlig neu und nicht gerade angenehm.“ Das Waldherr Motorsport Team hätte den Opel Corsa rally4 zwar für den zweiten Tag reparieren können, doch die Prellungen waren doch zu stark.

Ebenfalls nur wenige Kilometer dauerte die Rallye für Österreichs Profi-Beifahrer Bernhard Ettel, der mit Fabian Schwarz, dem 18-jährigen Sohn von Armin Schwarz auf einem Ford Fiesta rally4 an den Start ging: Gegenüber motorline.cvc erklärt Ettel: „Wir sind an beiden Tagen auf der jeweils ersten Prüfung technisch ausgefallen - am ersten Tag war es die Antriebswelle, am zweiten Tag hatten wir einen Ölaustritt.“

Alfred Kramer junior fuhr wieder mit kroatischer Lizenz („Der Autoklub Rijeka unterstützt mich in so fern, als dass ich keine Lizenzgebühr zahlen muss“) und seiner dänischen Copilotin Jeannette Kvick mit einem Peugeot 208 rally4 und landete auf Platz zwölf der Junior ERC sowie auf Platz 17 der ERC4. Gegenüber motorline.cc zeigt sich Kramer junior ziemlich selbstkritisch: „Die Zeiten, die wir gefahren sind, waren nicht so, wie wir uns das vorstellen - drei Sekunden Rückstand am Kilometer sind einfach zu viel. Doch Schotter ist für mich noch eine andere Welt - ich habe auf Asphalt inklusive meiner Rundstreckeneinsätze rund zehn Jahre Erfahrung, doch der Wechsel auf Schotter ist nicht so ohne.“ Alfred Kramer junior sucht nun vermehrt den losen Untergrund, um lernen zu können: „Ich möchte so viel wie möglich auf Schotter fahren, da zählt jeder gefahrene Kilometer. Daher sind wir auch bei der schwedischen ERC-Rallye wieder am Start.“

Das heimische Wurmbrand Racing Team belegte mit dem deutschen Duo Norman Kreuter und Anna-Maria Seidl in einem Peugeot 208 rally4 Platz zwölf der ERC4.

In der großen Spielklasse war einmal mehr Österreichs Fixstern am internartionalen Rallyehimmel, Ilka Minor an der Seite von Bogdan Cuzma mit einem Skoda Fabia RS rally2 unterwegs. Der rumänische Berg-Champion 2016 fährt heuer seine erste internationale Saison und ist am Erfahrungensammeln. Auf SP5 verloren Cuzma/MInor mehr als vier Minuten, im Flying Finish flog das Duo von der Strecke und erhielt auch eine Zeitstrafe von 30 Sekunden. Ohne diesem Zeitverlust hätte man es wohl in die Top 25 schaffen können, so aber wurde es Platz 38.

Gewonnen hat die stark besetzte Rallye Lokalmatador Martins Sesks vor Hayden Paddon und Mads Ostberg. In der Tabelle führt Paddon mit 113 Punkten vor Sesks mit 83 sowie Ostberg mit 69 Zählern.

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