RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
"Evolution" des WRC-Reglements Für die Rally1-Autos der WRC soll es 2025 technische Updates geben
M-Sport WRC Team

Was die "Evolution" des WRC-Reglements ab 2025 beinhalten soll

WRC-Promoter gibt Einblick: Wie das Update des Rally1-Reglements, das wenige Monaten vor der Veröffentlichung steht, aussehen könnte

Die Pläne des WRC-Promoters für ein neues technisches Reglement, das ab der Saison 2025 der Rallye-Weltmeisterschaft greifen würde, stehen kurz vor der Bekanntgabe. Im Kern geht es dabei um "Evolution statt Revolution".

Das zur WRC-Saison 2022 eingeführte Rally1-Reglement mit Hybridantrieb bringt die Fahrzeuge in der Topklasse der Rallye-WM derzeit auf eine Spitzenleistung von bis zu 500 PS. Der Großteil der Leistung kommt vom 1,6-Liter-Turbomotor. 100 Kilowatt (rund 136 PS) kommen vom Elektromotor, den es seit Anfang 2022 gibt.

Für die Zukunft ab 2025 plant man bei WRC und FIA, die Hybridkomponente noch stärker in den Fokus zu rücken. Außerdem will man das Thema der hundertprozentig nachhaltigen Kraftstoffe, welches von der Rallye-WM als erstes aufgegriffen wurde, stärker forcieren.

Der Beginn der Gespräche mit der FIA über Updates am Reglement geht laut Simon Larkin, dem Vorsitzenden des WRC-Promoters, zurück auf "Monte Carlo im vergangenen Jahr, als dieses technische [Rally1]-Reglement sein Debüt feierte".

Leistungsstärkerer Hybrid und nachhaltige Kraftstoffe im Fokus

"Es wurde als gemeinsames Ziel vereinbart, die Evolution der aktuellen technischen Homologationsregeln in den kommenden zwei Monaten zu verkünden. Denn was wir wollen, ist Klarheit und Sicherheit darüber, wie es ab 2025 weitergehen wird", sagt Larkin im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Und was stellt man sich unter "Evolution" genau vor? "Beim Hybrid können wir noch mehr tun", sagt Larkin und weiter: "Ich finde, dieser Aspekt, insbesondere der EV-Modus, sollte ein noch gewichtigerer Teil unserer Weltmeisterschaft werden. Deshalb müssen wir ihm auch im sportlichen Reglement etwas mehr Gewicht geben. Die Hybridkomponente hat bezogen auf Batterieleistung und Energierückgewinnung noch Kapazitäten frei."

"Und", geht Larkin zum zweiten Aspekt über, "als WRC-Promoter müssen wir mehr daraus machen, dass wir die erste Weltmeisterschaft sind, die nachhaltigen Kraftstoff einführt. In der Formel 1 wird eine große Sache daraus gemacht, dass sie 2026 damit loslegen. Ich finde, das sagt alles über unsere Weltmeisterschaft. Wir sind der Zeit in vielerlei Hinsicht voraus".

WRC-Promoter wünscht sich vierten Hersteller, mehr nicht

Die Evolution des Rally1-Reglements soll nicht zuletzt neue Hersteller anlocken. Zu viele sollen es laut Larkin aber gar nicht sein. Gegenwärtig sind Ford (über M-Sport) sowie Hyundai und Toyota in der Topklasse der Rallye-WM engagiert. Ein vierter Hersteller wäre herzlich willkommen.

"Ich glaube, im Service-Park sind sich alle einig, dass ein einziger zusätzlicher Hersteller die ideale Nummer wäre", sagt Larkin und erklärt: "Meiner Ansicht nach ist vier eine vernünftige Anzahl, wenn es um darum geht, für seine Ausgaben etwas zurückzubekommen. Bei mehr als vier wird das meiner Meinung nach schwierig. Wir haben eine stabile TV-Plattform und können gute Zuschauerzahlen vorweisen. Ein weiterer Hersteller würde den bestehenden dreien nicht das Wasser abgraben."

Laut Informationen von 'Motorsport.com' haben Skoda, Alpine und die Stellantis-Gruppe ihr Interesse an einem Einstieg in die Topklasse der Rallye-WM bekundet. Zur Stellantis-Gruppe gehören die folgenden Marken: Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroen, Dodge, DS, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot, Vauxhall.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Simon Wagner hat sich kurzfristig dazu entschlossen, am Judenburg-Wochenende die zur Tschechischen Meisterschaft zählende Rally Hustopece zu fahren. Eine Entscheidung, die gleich in zwei Meisterschaften die Spannung erhöht.

ERC4/JERC, Skandinavien: Vorschau Neulinger

Start in das Abenteuer Junior ERC

Mit der Royal Rally of Scandinavia startet die Junioren Rallye-Europameisterschaft von 22. bis 24. Mai in Schweden in die Saison 2026. Mit dabei: Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger!

ERC, Skandinavien: Bericht

Beide Youngsters mit Podestpotential

Bei der Skandinavien Rallye konnten Maximilian Lichtenegger in der ERC3 und auch ERC4-Debütant Marcel Neulinger in ihren Kategorien mit Top3-Zeiten künftiges Podestpotential andeuten. Die Rallye gewann der Finne Heikkilä vor Martins Sesks.

ERC Skandinavien: Bericht BRR

BRR-Youngsters überzeugen in Skandinavien

Maximilian Lichtenegger und Marcel Neulinger sorgten bei der ERC Royal Rally of Scandinavia mit ihren Leistungen für viel Freude bei BRR-Teamchef Raimund Baumschlager.

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

ORM/ARC: ET König Judenburg Rallye

Judenburg wartet auf Simon Wagner und Co.

Die Arbeiten für den Stadtkurs bei der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau am 12. und 13. Juni sind in Planung / Im Rahmen von insgesamt 15 Sonderprüfungen fahren die Rallyestars heuer gleich drei Mal durch Judenburg