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ERC: Rallye Ungarn
Foto: Red Bull Content Pool

Simon Wagner beim ERC-Auftakt Neunter

Auf den knüppelharten Schotter-Stages der Ungarn-Rallye schaffen Wagner/Winter das angepeilte Top 10-Ergebnis. Kramer/Kvick nach Überschlag auf Platz 7 der ERC-Junioren.

Noir Trawniczek

„Ich habe sicher an die 15 Mal gedacht, dass gleich alles kollabieren wird“, erzählt Simon Wagner im Gespräch mit motorline.cc. Der ungarische ERC-Schotterauftakt erwies sich als knüppelhart. „Es ist unglaublich, was die heutigen Autos aushalten“, wundert sich der dreifache Staatsmeister. Zweimal musste man den Skoda Fabia RS Rally2 ins Service schieben - das Eurosol Racing Team konnte bei seiner Heimrallye stets dafür sorgen, dass Simon und sein Copilot Gerry Winter zeitgerecht wieder auf die Prüfungen zurückkehren konnten…

Einen Top 10-Platz haben Wagner/Winter angepeilt, Platz neun ist es schlussendlich geworden (Sieger Simone Tempestini). Wagner erklärt: „Das soll keine Ausrede sein - aber unsere Startpositionen vier und drei waren kein Vorteil. Laut Michelin betrug der Unterschied zwischen dem ersten und dem zehnten Auto rund zwei Sekunden. Dabei war ich mit unserem Qualifying an sich zufrieden - auf Hayden Paddon fehlten uns lediglich acht Zehntel am Kilometer, nur waren die Abstände dermaßen knapp, dass uns trotzdem keine besseren Positionen blieben.“

Ziel sei es gewesen, auf die Spitze nicht mehr als 1s/km zu verlieren: „Über die gesamte Rallye waren es 1,1 Sekunden und wir konnten uns auch im Verlauf der Rallye steigern - aber sicher kann ich auf losem Untergrund noch sehr viel lernen.“ Bedanken möchte sich Simon bei den zahlreichen österreichischen Fans, die das Team vor Ort mit Flaggen anfeuerten und im Service besucht haben: „Es war schön, dass auch ohne absehbare Bestzeiten so viele Fans gekommen sind.“

Zwei Bestzeiten konnte Simon Wagner im Jahr 2022 bei der Rally Gran Canaria in den Asphalt brennen, die als nächste ERC-Station ansteht. Im Vorjahr belegte Wagner dort den guten fünften Platz. Diesmal wird auch Hermann Neubauer an den Start gehen. Simon: „Ich freue mich, dass unser Duell auf Gran Canaria eine Fortsetzung findet.“

UPDATE: Kein Glück hatte - zunächst - Alfred Kramer junior bei den ERC-Junioren - am Sonntag um 9.24 Uhr erklärte er in einem Chat: „Wir sind auf SP6 in einer Links 1-2 in den Spurrillen hängen geblieben und haben das Auto gerollt, dabei wurde der Kühler beschädigt. Ein dummer Fehler meinerseits - dabei hätten die Zeiten super gepasst.“ Von einer Weiterfahrt wusste Kramer zu diesem Zeitpunkt (Startzeit der ersten Sonntags-SP) noch nichts oder fand es zumindest nicht der Mühe wert, diese zu erwähnen. Wie auch immer: So konnte er letztendlich dann doch ein paar Punkte einfahren und als stolzer Junioreneuropameisterschaftstabellensiebter die Heimreise antreten.

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