RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
"Ganz klar" Machen Thierry Neuville und Sebastien Ogier den WRC-Titel 2024 unter sich aus?
Toyota

"Ganz klar": Thierry Neuville sieht Sebastien Ogier als WRC-Titelrivale

Im Gegensatz zu Sebastien Ogier selber kann sich Hyundai-Pilot Thierry Neuville sehr gut vorstellen, dass der Toyota-Teilzeitstarter im Titelkampf 2024 eine Rolle spielt

Als sich Sebastien Ogier nach seinem Titelgewinn in der Saison 2021 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) entschied, für Toyota nur noch an ausgewählten Rallyes teilzunehmen, tat er das, um kürzer zu treten. Um einen weiteren WM-Titel - es wäre sein neunter - wollte der Franzose ab 2022 nicht mehr kämpfen.

In der laufenden WRC-Saison 2024 aber ist Ogier nach neun von 13 Saisonläufen plötzlich derjenige Toyota-Pilot mit den meisten WM-Punkten - obwohl er bei drei der neun Rallyes gar nicht am Start war. Auf den in der WM führenden Hyundai-Piloten Thierry Neuville fehlen Ogier nach seinem dritten Saisonsieg nur noch 27 Punkte.

Während sich Ogier selber mit der Rolle des Titelkandidaten noch gar nicht anfreunden kann und derzeit noch nicht weiß, ob er die verbleibenden vier Saisonläufe im WRC-Kalender 2024 allesamt bestreiten wird, sieht Tabellenführer Neuville den achtmaligen Rallye-Weltmeister durchaus als Rivalen im Kampf um den Titel 2024.

Als Neuville am vergangenen Sonntag unmittelbar nach Ogiers Sieg bei der Rallye Finnland gefragt wurde, wer sein Hauptgegner im Titelkampf sei, antwortete der Tabellenführer: "Ganz klar derjenige, der auf dem zweiten Tabellenplatz liegt. Das ist im Moment Mister Ogier. Er selber mag dieses Gefühl nicht haben, aber er war bei den zurückliegenden Rallyes immer vorne dabei. Er kämpft um jeden Punkt."

Seine eigene Performance bei der Finnland-Rallye bezeichnet Neuville als "Achterbahnfahrt". Warum? "Wir sind mit hohen Erwartungen angetreten, mussten aber schon im Shakedown feststellen, dass die Dinge nicht so laufen wie wir uns das vorgestellt hatten. Schon da war uns klar, dass dieses Wochenende eine Herausforderung wird. Und genau so ist es dann auch gekommen."

Zweiter geworden ist Neuville nicht zuletzt deshalb, weil die Toyota-Piloten Kalle Rovanperä und Elfyn Evans durch Unfall ausgeschieden sind. Anhand des WRC-Punktesystems 2024, das sowohl von Ogier als auch von Rallye-Legende Walter Röhrl heftig kritisiert wurde, hat Neuville in Finnland nur einen Punkt weniger eingestrichen als Sieger Ogier.

Es bleibt abzuwarten, die Sebastien Ogier sich entscheidet. Fährt er die vier verbleibenden Saisonläufe alle? Das ist der klare Wunsch von Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala, der genau diese Entscheidung aber Ogier selber überlassen will. Während es für den Franzosen im Erfolgsfall der neunte WM-Titel wäre, wäre es für Thierry Neuville im Erfolgsfall der erste.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Manfred Stohl im Interview, Teil 2

„WRC lässt mich emotional werden“

Manfred Stohl im großen Interview. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Rallye-Weltmeisterschaft, auf das ab 2027 geltende Reglement. Dieser Blick wirkt eher sorgenvoll…

Erinnerungen eines Sportreporters

Wenn der Jänner endlich da ist…

…sollte man sich auf den Weg nach Freistadt in Oberösterreich machen, denn dort ist motorsportlicher Spektakel der Extraklasse garantiert.

Jännerrallye: Vorschau K4

Comeback bei der Heimrallye

Nach einem ganzen Jahr Pause kehrt Johannes Keferböck bei seiner geliebten Jännerrallye zurück ins Cockpit. Mit Ilka Minor im stylischen K4 Toyota GR Yaris Rally2.

Jännerrallye: Vorschau Roßgatterer & Wurm

Generalprobe für neues Rallye-Dreamteam

Die Lokalmatadore Martin Roßgatterer und Manuel Wurm absolvierten mit ihren neuen Boliden Testfahrten vor der anstehenden Jännerrallye.

Victoria Swarovski und Mark Mateschitz tauschen den roten Teppich gegen die Wüste Saudi-Arabiens?-??Das österreichische Promi-Paar will die härteste Rallye meistern

Kampfansage nach Seuchensaison

So will Hyundai zurückschlagen

Nur zwei Siege in 2025: Nach einer harten Saison und technischem Rückstand auf Toyota zieht Hyundai Bilanz - Teamchef Abiteboul verspricht nun Besserung