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WRC: Portugal Thierry Neuville baute in Portugal seine Führung aus
Motorsport Images

Neuville überrascht von fast unmöglichem "Ergebnis" in Portugal

Thierry Neuville fuhr bei der WRC-Rallye in Portugal auf Platz drei - Der Belgier war überrascht von dem soliden Ergebnis

Hat Thierry Neuville bei der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Portugal das Unmögliche möglich gemacht? Der Belgier belegte mit seinem Hyundai i20 Rally1 den dritten Platz und baute damit seine Führung in der Gesamtwertung auf 24 Punkte aus. Zweiter ist nach wie vor Toyota-Pilot Elfyn Evans, der in Portugal als Sechster ins Ziel kam. Sieger wurde sein Teamkollege Sebastien Ogier.

Neuville hatte nicht mit einem Top-Resultat gerechnet, da er die Wertungsprüfungen am Freitag eröffnen musste und damit einen großen Nachteil hatte. Doch er betrieb Schadensbegrenzung, gewann am Freitag sogar eine Wertungsprüfung und lag nur 18,1 Sekunden hinter der Spitze. Damit hatte er noch Chancen auf den Sieg, denn am Samstag und Sonntag wurde die Startreihenfolge geändert.

Allerdings hatte der Hyundai-Pilot auch etwas Glück, denn er profitierte von den Ausfällen von Kalle Rovanperä, der als Champion ein Teilzeitprogramm in der WRC absolviert. Auch der Japaner Takamoto Katsuta schied an dritter Stelle liegend aus. In der Super-Sonntag-Wertung wurde Neuville sogar Zweiter und sammelte mit dem Sieg auf der Powerstage wichtige Bonuspunkte.

Neuville baut Vorsprung aus

Insgesamt hatte er am Ende der Rallye Portugal 24 Punkte auf seinem Konto, 18 mehr als Titelrivale Evans, der in Portugal ein schwieriges Wochenende erlebte. "Niemand hatte erwartet, dass wir hier auf dem Podium stehen würden, und die Führung in der Meisterschaft auszubauen, war fast unmöglich", sagt Neuville.

"Aber irgendwie haben wir es mit einer starken Leistung am Freitag geschafft, dann waren wir gestern konstant und heute haben wir hart um die zusätzlichen Punkte gekämpft, die den Unterschied gemacht haben", freut sich der Belgier.

"Es ist ein großer Vorsprung [in der Meisterschaft], aber man sieht, wie einfach es ist, Punkte zu verlieren, wenn man wie Elfyn heute Probleme hat", fügt Neuville hinzu, der froh ist, dank des neuen Punktesystems in der WRC wichtige Zähler aufgeholt zu haben. Evans hingegen betrieb Schadensbegrenzung und wurde trotz technischer Probleme als Sechster gewertet.

Viel Pech für Evans

Dazu kam ein skurriler Zwischenfall: Evans' Teamkollege Scott Martin vergaß auf der sechsten Prüfung seinen Aufschrieb und musste die Navigationsanweisungen vom Handy ablesen. Zudem kämpfte das Toyota-Duo von Beginn an mit der Balance ihres Yaris. Auf der siebten Prüfung kam noch ein Reifenschaden hinzu.

"Die sechs Punkte sind das einzig Positive", sagt Evans. "Natürlich will man das Wochenende vergessen, aber wir müssen daraus lernen und für das nächste bereit sein. Es ist noch früh in der Saison. Es ist nicht das, was wir uns erhofft hatten, und wir müssen natürlich auf ein paar starke Rallyes hinarbeiten und sehen, was möglich ist." Trotz eines Rückstands von 24 Punkten hat der Waliser seine Titelchancen noch nicht begraben.

Motorsport-Total.com

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