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WRC Safari-Rallye: Nach SP13 Kalle Rovanperä (Toyota) (f)liegt bei der Safari-Rallye klar in Führung
Motorsport Images

WRC Safari-Rallye 2024: Kalle Rovanperä in Kenia auf Kurs zum Sieg

Toyota-Pilot geht mit mehr als zwei Minuten Vorsprung in den Schlusstag der Safari-Rallye in Kenia - Probleme für die Verfolger Evans, Katsuta, Neuville und Co.

Kalle Rovanperä (Toyota) liegt bei der Safari-Rallye in Kenia, dem dritten von 13 Läufen in der Saison 2024 der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), auf Siegkurs. Auf der Samstagsetappe blieb der befürchtete große Regen zwar lange Zeit aus. Auf der letzten Wertungsprüfung (WP) des Tages begann es dann aber doch zu schütten. Schon vor dem Regen war es für mehrere derer, die nach der Freitagsetappe in den Top 10 geführt wurden, ein alles andere als einfacher Tag.

Toyota-Pilot Kalle Rovanperä, der die Rallye weiterhin souverän anführt, betraf das nicht. Der zweimalige und amtierende Weltmeister entschied am Samstag mit überlegter Fahrweise zwar nur eine der sechs Prüfungen für sich. Damit hat Rovanperä seinen Vorsprung an der Spitze aber trotzdem von knapp einer Minute auf über mehr als zwei Minuten ausgebaut, weil seine Verfolger in Probleme unterschiedlicher Art gerieten.

Zu Ende ging der Tag mit der zweiten Überfahrt der 36 Kilometer langen Prüfung "Sleeping Warrior" (WP 13). Und auf dieser entluden sich die dunklen Regenwolken tatsächlich. Das große Chaos aber blieb aus. Die überlegte Fahrweise machte sich vor allem für Rovanperä bezahlt.

"Wir haben es vorsichtig angehen lassen", berichtet Spitzenreiter Rovenperä, gibt aber zu: "Es ist gar nicht so angenehm, wenn du jede Spurrinne umfahren musst. Alles in allem war es ein zäher Tag. Morgen werden wir versuchen, die Früchte der Arbeit zu ernten."

Probleme für Evans, Katsuta, Neuville und Co.

Der als Zweiter in die Samstagsetappe gestartete Elfyn Evans (Toyota) hatte direkt auf der ersten WP des Tages (WP 8) den ersten von mehreren Reifenschäden zu beklagen. So rückte Toyota-Teamkollege Takamoto Katsuta vorübergehend auf die zweite Position nach vorn. Auf WP 10, der ersten Überfahrt von "Sleeping Warrior", erwischte es aber auch ihn mit einem Reifenschaden.

Die Reifenschäden im Toyota-Aufgebot sorgten dafür, dass Hyundai-Pilot Thierry Neuville die Rolle des ersten Rovanperä-Verfolgers übernahm. Am Freitag hatte Neuville mit einem Reifenschaden seinerseits viel Zeit verloren. Am Samstag griff der Tabellenführer wieder an, lange an der zweiten Stelle halten konnte er sich aber nicht.

Denn auf WP 11 begann der Hyundai von Neuville zu stottern. Zwischenzeitlich war der Elektromotor das einzige, was das Auto noch antrieb. "Dazu fällt mir nichts mehr ein", so der kurze und knappe Kommentar von Neuville. Konsequenz war, dass er auf die fünfte Position abrutschte und Katsuta fortan doch wieder als Zweiter hinter Rovanperä notiert wurde.

Konkret beträgt Katsutas Rückstand auf Spitzenreiter Rovanperä vor dem Schlusstag 2:08.9 Minuten. An dritter Stelle rangiert Adrien Fourmaux (M-Sport-Ford). Der Franzose war neben Rovanperä einer der wenigen, die ohne größere Probleme über die Samstagsetappe kamen. Lediglich ein Reifenschaden auf der letzten WP des Tages kostete Fourmaux rund 30 Sekunden.

Fourmaux' M-Sport-Teamkollege Gregoire Münster hatte deutlich größere Schwierigkeiten. Der Luxemburger, nach der Freitagsetappe noch Sechster gewesen, schied am Samstag aus. Grund war ein Schaden an der Radaufhängung seines Ford Puma Rally1, nachdem er direkt auf der ersten WP des Tages einen Stein erwischt hatte.

Hyundai: Zwischenfälle auch mit aussichtslosem Rückstand

Hinter den Top 3 - Kalle Rovanperä, Takamoto Katsuta, Adrien Fourmaux - gehen Elfyn Evans und Thierry Neuville als Vierter und Fünfter in den Schlusstag in Kenia. Neuville allerdings fehlen nach seinen Motoraussetzern schon mehr als acht Minuten auf Vordermann Evans. Die Probleme im Hyundai-Lager setzten sich von Freitag auf Samstag nahtlos fort, denn Neuville war nicht der einzige, der Schwierigkeiten hatte.

Ott Tänak, der am Freitag gecrasht war, nachdem er einen Stein getroffen hatte, griff am Samstag wieder ins Geschehen ein. Doch direkt auf WP 8 musste er anhalten, weil die Motorhaube seines Hyundai i20 N Rally 1 nicht richtig geschlossen war.

Auf WP 9 dann direkt der nächste Rückschlag: Die Funkverbindung zwischen Tänak und Beifahrer Martin Järveoja versagte. Die beiden mussten sich im Cockpit mit Handsignalen verständigen. Damit nicht genug. Wenig später drang Staub ins Cockpit ein, weil eine Seitenscheibe beschädigt war. So hatten Tänak und Järveoja neben ihren Verständigungsproblemen auch noch Sichtprobleme.

Im Kampf um den Sieg beim dritten Saisonlauf ist Tänak aufgrund seiner großen Schwierigkeiten vom Freitag ohnehin raus. Gleiches gilt für Hyundai-Teamkollege Esapekka Lappi, der am Freitag einen Getriebeschaden erlitten hatte. Auch er fuhr samstags wieder mit, schlug sich aber mit gebrochener Windschutzscheibe und somit ebenfalls mit Sichtproblemen herum. Aber: Nach dem technischen Defekt vom Freitag ist der Rückstand auch für Lappi aussichtslos.

In der WRC2-Wertung liegen derzeit drei Skoda-Piloten auf den ersten drei Positionen. Gus Greensmith führt in dieser Kategorie vor Oliver Solberg und Kajetan Kajetanowicz. Mit den sechs letzten Wertungsprüfungen, darunter die Powerstage (WP 19), geht am Sonntag die dritte von insgesamt 13 Rallyes der WRC-Saison 2024 zu Ende.

Motorsport-Total.com

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